Kugelsichere Panzerung mal anders.

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Review | Kritik | Bewertung
Teenage Mutant Ninja Turtles (2015)

Bewertung: 4 von 6
Studio: Paramount
www.ninjaturtles-film.de

Da werden Kindheitserinnerungen wach… Seit Mitte der Achtziger Jahre gibt es nun schon die Teenage Mutant Ninja Turtles und die erfolgreiche US-amerikanische Comicserie erlebt seitdem immer wieder eine Art Renaissance mit moderner CGI-Tricktechnik und neuer Beleuchtung der mitwirkenden Charaktere. Neben diversen gezeichneten TV-Serien schafften es auch einige Realverfilmungen auf die große Leinwand, beispielsweise 1990 unter der Regie von Steve Barron. Warum also nicht eine weitere Adaption inklusive 3D und mit jeder Menge Action für ein erwachsen gewordenes Publikum, das sich trotzdem über ein Wiedersehen mit den mutierten Schildkröten freut, dachten sich vermutlich die Verantwortlichen. Sie liegen damit genau richtig und den anderen Teil der Zielgruppe lockt man eben mit „Hottie“ Megan Fox aus der Reserve. Eine riesen Story braucht es kaum, verstehen Produzenten-Riege (unter ihnen Michael Bay) und Regisseur Jonathan Liebesman (Zorn der Titanen) doch ihr Handwerk.


Die Reporterin April O’Neil (Megan Fox) arbeitet für Channel 6 News und jagt einem geheimnisvollen Foot Clan hinterher. Eine Berichterstattung über deren dunkle Machenschaften in der Stadt New York soll endlich den journalistischen Durchbruch bringen. Dafür riskiert sie sogar ihr Leben, als sie eines Abends den Diebstahl einer gesundheitsschädlichen chemischen Verbindung im Hafengebiet mit der Handykamera aufzeichnet. Sie bleibt (noch) unbemerkt und ein unbekannter, selbsternannter Rächer vereitelt die kriminellen Aktivitäten, schlägt Karai (Minae Noji) und ihren Foot Clan in die Flucht. Das Versagen seiner Leute vor Ort schmeckt dem mächtigen Schurken-Anführer Shredder (Tohuro Masamune) natürlich gar nicht und er ahnt, mit welchem Feind er es zu tun haben könnte… Sein Clan tritt erneut in Aktion und besetzt eine ganze U-Bahn Station mit Waffengewalt. Die Menschen rennen panisch davon, April wählt die Gegenrichtung und wird selbst zur Geisel. Die Teenage Mutant Ninja Turtels eilen als unsichtbare Schatten zu Hilfe und widersetzen sich damit den fürsorglichen Worten ihres Ziehvaters Meister Splinter, eine übergroße Ratte voller Weisheit.

movie-teenagemutantninjaturtlesAuf den Dächern von New York feiern Leonardo, Raphael, Michelangelo und Donatello ihren siegreichen Blitzeinsatz und werden von der neugierigen April überrascht. Die junge Frau fällt beim Anblick des schlagkräftigen Schildkröten-Quartetts zunächst in Ohnmacht, erinnert sich aber wenig später an eine tiefere Verbindung zu den mutierten Wesen. Die Forschungsarbeit ihres Dads machte die Turtles und Splinter vor Jahren zu dem, was sie heute darstellen und mit Eric Sacks (William Fichtner) ist der angeblich „größte Übeltäter der Stadt“ und frühere Arbeitskollege von Dr. O’Neil erstaunlich interessiert an deren Existenz. April’s Chefin beim Sender (gespielt von Whoopie Goldberg) zweifelt dafür umso mehr am Geisteszustand ihrer Angestellten und feuert das arme Ding trotz Fotobeweisen. Wie ich von der ersten Sekunde seiner Erscheinung vermutete, stellt sich erwähnter Sacks als Shredder’s Schüler heraus und die beiden planen einen brandgefährlichen Anschlag auf die Bewohner von New York City, um in den Besitz von grenzenloser Macht und (noch mehr) Reichtum zu gelangen. Dazu benötigen sie jenes Mutagen, das sich im Blut der Teenage Mutant Ninja Turtles befindet und April O’Neil wird sie unbewusst direkt zu ihrem Versteck in der Kanalisation führen… Es folgt das erwartete Action-Feuerwerk mit allerhand (leider teilweise auch unglaubwürdigen) Stunteinlagen und erstaunlich wenigen markigen Sprüchen.



redakteur-alex

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Alexander Riede ist der Meinung...
Insbesondere das Erscheinungsbild des dunklen Meisters Shredder erinnert stark an Transformers und die Turtles agieren manchmal noch grüner hinter den Ohren, als ein durchs Bild stolpernder Shia LaBeouf im Referenzwerk. Anfangs empfindet man als Zuschauer mit gewissen Vorkenntnissen die Handlung etwas schleppend bis weit hergeholt, wird aber gerade im Schlussakt mit reichlich Action entschädigt. Eine nette Nebenfigur neben Megan Fox gibt der aus The Millers bekannte Will Arnett in der Rolle als O’Neils Kameramann ab. Teenage Mutant Ninja Turtles ist vielleicht nicht das große Meisterwerk, für Fans der ersten Stunde jedoch satte Abendunterhaltung.

Preisvergleich: Teenage Mutant Ninja Turtles