(K)eine letzte Fahrt...

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Review | Kritik | Bewertung
Fast & Furious 7 (2015)

Bewertung: 4,5 von 6
Studio: Universal Pictures
www.fast7-film.de

Es ist kaum Zeit vergangen, um richtig durch schnaufen zu können und schon steht die Crew um Dominic Toretto (Vin Diesel) vor neuen Schwierigkeiten. Im letzten Teil des Fast & Furious Franchise wurde ein großer Aufwand betrieben, um einem Owen Shaw das Handwerk zu legen. Dessen großer Bruder Deckard Shaw (Jason Statham) besucht unerwünschter Weise den schwer bewachten Patienten in einem Londoner Krankenhaus und schwört Rache! Wie brandgefährlich der britische Ex-Agent (der von der eigenen Regierung zu einem gnadenlosen Killer ausgebildet, irgendwann als zu große Gefahr zum Abschuss freigegeben wurde) sein kann, deutet er bereits in den ersten Minuten des Films an. Shaw sprengt gerne Dinge in die Luft und wandelt wie ein Geist durch die Welt. Dom's Freundin Letty (Michelle Rodriguez) leidet noch immer unter Gedächtnisverlust, selbst wenn manche Erinnerungen an die (gemeinsame) Vergangenheit schemenhaft zurückkommen.


Ihre Fahrkünste hat sie nicht verloren, wie sie bei einem kurzen Abstecher zu „Race Wars“ unter Beweis stellt. Brian O'Conner (Paul Walker) pflegt hingegen einen etwas vorsichtigeren Fahrstil als fürsorglicher Familienvater. An die dürftigen Features seines Minivan muss er sich erst einmal gewöhnen. Agent Luke Hobbs (Dwayne Johnson) sitzt wie so oft am späten Abend noch im Büro und schiebt Überstunden. Einen Moment lang abgelenkt, überrascht er den dreisten Deckard Shaw, wie sich dieser vertrauliche Informationen aus seinem Computer holt. Es kommt zu einem ersten spektakulären Duell und Hobbs landet nach einer Explosion unsanft auf einem Autodach. Außer Gefecht gesetzt im Krankenhaus liegend, warnt er Dominic, Brian und die anderen vor weiteren Vergeltungsschlägen. Eine zerstörerische Kostprobe haben sie zuvor in Form einer Paketbombe erhalten, die Dom's Zuhause in Schutt und Asche legte.

movie-fastandfurious7Seiner Schwester Mia (Jordana Brewster) ist zum Glück nichts passiert. Mia erwartet von Brian nach dem gemeinsamen Sohn Jack erneut Nachwuchs, hält es jedoch bisher geheim. Toretto reist nach Tokio, um die traurige Nachricht von Han's Tod zu erfahren. Das Werk des Geistes, der als stiller Beobachter auf der Beerdigung auftaucht. Dominic rechnet mit so etwas, verfolgt mit seinem Muscle Car wütend Shaw's Maserati und die beiden rasen frontal ineinander. Zu einem brachialen Zweikampf bis zum bitteren Ende kommt es (vorerst) noch nicht, weil eine Gruppe Soldaten in das Geschehen eingreift. Unter der Leitung des mysteriösen Regierungsbeamten Mr. Nobody (Kurt Russell) versucht diese schon seit geraumer Zeit Deckard Shaw für seine internationalen Verbrechen Handschellen anzulegen. Dom's Crew soll nun eine technische Wunderwaffe, ein spezielles Ortungssystem („Das Auge Gottes“) beschaffen, mit dessen Hilfe der Aufenthaltsort jeder beliebigen Person auf der ganzen Welt in Sekundenschnelle aufgedeckt werden kann. Jede Überwachungskamera, jedes Handy lässt sich dabei anzapfen, was in den falschen Händen fatale Folgen garantiert.

Verbrechensbekämpfung auf der einen und gezielte terroristische Anschläge auf der anderen Seite – vieles ist möglich. Weshalb logischerweise auch andere Parteien in den Besitz des Ortungssystems gelangen wollen, zu diesem Zweck das Computergenie Ramsey (Nathalie Emmanuel) entführt haben. Mittels waghalsigem Stunt begeben sich Toretto und O'Conner gemeinsam mit Tej Parker (Ludacris), dem ausnahmsweise nicht ganz so vorlauten Roman Pearce (Tyrese Gibson) sowie Leticia „Letty“ Ortiz ins Kaukasus-Gebirge. Ziel ist ein schwer bewachter Convoy und der Anführer einer paramilitärischen Einheit (Djimon Hounsou als Mose Jakande) wird seine Geisel (Ramsey) wohl kaum kampflos übergeben. Der offizielle Trailer zu Fast & Furious 7 deutet bereits einige Actionszenen an, die nun folgen und den Adrenalinpegel möglichst hoch halten.



redakteur-alex

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Alexander Riede ist der Meinung...
An manchen Stellen übertreibt es der Regie führende James Wan (der Produzent der Saw-Reihe) für meinen persönlichen Geschmack ein wenig mit dem permanenten Ausloten immer neuer Superlativen der modernen Action-Unterhaltung. So manche Szene wirkt entweder nicht mehr glaubwürdig oder ich bin inzwischen einfach gesättigt, was rasante Verfolgungsjagden inklusive halsbrecherischer Aktionen betrifft und kann mich deshalb lediglich eingeschränkt begeistern. Fast & Furious Fans werden sich daran kaum stören und ein Ende scheint noch lange nicht in Sicht. Ob Cody Walker, der (neben Caleb) nach dem tragischen Tod seines Bruders einsprang, im achten Teil der Rennserie die Rolle des Brian O'Conner dann komplett übernimmt, bleibt fraglich.

Preisvergleich: Fast & Furious 7