Cutscene

Aufrichtige Männer leben gefährlich.

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A Most Violent Year (2015)

(4,5/6) Als Einwanderer mit spanischen Wurzeln lebt Abel Morales (Oscar Isaac) gewissermaßen den Amerikanischen Traum. Sein Leben lang versuchte er sauber zu bleiben und baute behutsam seine Firma auf, die nach und nach immer erfolg- und er damit einflussreicher wurde. Verglichen mit den Heizölpreisen heutzutage kann man sich überhaupt nicht vorstellen, wie umkämpft der Markt im New York City der frühen Achtziger Jahre gewesen sein muss. Das Geschäft florierte zu jener Zeit und jeder wollte sein Stück vom Kuchen. Morales möchte den nächsten konsequenten Schritt gehen und ein großflächiges Fabrikgelände für mehr Lagerfläche und bessere Handelswege käuflich erwerben. Eine stattliche Summe als Anzahlung reicht dem Besitzer allerdings nur für ein Ultimatum: Abel bekommt 30 Tage, um den Deal mit einer stehenden Finanzierung über die Bühne zu bringen. Keine leichte Aufgabe, schließlich ermittelt Staatsanwalt Lawrence (David Oyelowo) gerade gegen Standard Oil, was potentielle Kreditgeber logischerweise beunruhigt. Die Heizölbranche entwickelt eine bedenkliche kriminelle Eigendynamik und versinkt jeden Tag tiefer in einem Sumpf aus Diebstahl, Korruption, Einschüchterungstaktik und natürlich Steuerhinterziehung. Das polizeiliche/juristische Interesse scheint geweckt.

Weiterlesen: Cutscene: A Most Violent Year, Das Versprechen eines Lebens, The Reach

Mit Tapferkeit gegen übermächtige Gegner.

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Monsters: Dark Continent (2015)

(2/6) Der Trailer zu Monsters: Dark Continent sieht durchaus vielversprechend aus. Nach 119 Minuten macht sich allerdings große Ernüchterung breit, weil Tom Green (Drehbuch/Regie), der sich dem Sequel zum 2010 erschienenen Science-Fiction Streifen Monsters annahm, einfach zu viele Fragezeichen beim Zuschauer hinterlässt. Er verschiebt das Setting von Mexiko in den Mittleren Osten – ein Kampfgebiet, in das sich wohl nur die wenigsten US-Soldaten freiwillig versetzen lassen... Michael Parkes (Sam Keeley) und seine Kameraden sind alle in der gleichen Nachbarschaft (Detroit) aufgewachsen. Am letzten Tag vor ihrem Einsatz hinter feindlichen Linien lassen sie es mit Alkohol, Drogen und Prostituierten noch einmal so richtig krachen. Denn kaum in der Wüstengegend angekommen, erblicken die Soldaten eine ungewöhnliche Bedrohung. Eigentlich sollen sie Kontakt zur einheimischen Bevölkerung aufbauen, aufständische Individuen unter Kontrolle bekommen. Alltag im Dienst der US Army, würden im Hintergrund nicht gigantische Aliens durch die Gegend stampfen.

Weiterlesen: Cutscene: Monsters Dark Continent, Brotherhood of Blades, Robot Overlords

Ein Moment kann alles verändern.

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Das Glück an meiner Seite (2015)

(5/6) Kate (Hilary Swank) und Evan (Josh Duhamel) sind seit 15 Jahren ein glückliches und der gemeinsamen Immobilien nach zu urteilen beruflich erfolgreiches Paar. Anlässlich Kate's 35. Geburtstag sitzen sie mit Freunden gemütlich bei sich Zuhause, als der Pianistin während eines Stücks plötzlich die Finger verkrampfen. Eineinhalb Jahre später ist sie bereits in einem solchen Ausmaß pflegebedürftig, dass ihr Mann dies neben seinem Job nicht mehr alleine stemmen kann. Kate leidet unter der schwer degenerativen Erkrankung ALS und benötigt zur Bewältigung ihres Lebensalltags professionelle Unterstützung einer anderen Person. Sie kann zwar nicht mehr alleine auf die Toilette gehen, ihre letzte Pflegerin kündigte sie allerdings, „weil diese sie wie eine Patientin behandelte“. Evan zeigt Verständnis. Was die Begeisterungsfähigkeit seiner Frau für den chaotischen Ersatz Bec (Emmy Rossum) betrifft, kann er nur noch mit dem Kopf schütteln. Die vorlaute Bummelstudentin verfügt über keine relevanten Qualifikationen, kümmerte sich in jungen Jahren lediglich um ihre Großmutter. Kate scheint das zu reichen, weshalb sie auch über permanente Verspätungen und weitere Unzulänglichkeiten hinweg sieht.

Weiterlesen: Cutscene: Das Glueck an meiner Seite, Superfast, Dark Alien

„Schwarze Schafe sind auch nur Lämmer.“

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Return To Sender - Das falsche Opfer (2015)

(4/6) Die ehrgeizige Krankenschwester Miranda Wells (Rosamund Pike) scheint in ihrem Leben alles fest im Griff zu haben. Zumindest auf den ersten Blick. Denn hinter der vermeintlich perfekten Fassade versteckt sie eine andere Seite ihrer Persönlichkeit. Gewisse Zwangsneurosen fallen schnell auf und bei so vielen Aktivitäten, mit denen Miranda ihren Alltag füllt (wenn sie mal nicht im Krankenhaus arbeitet) bleibt das Liebesleben zwangsläufig auf der Strecke. Eine Kollegin verschafft ihr deshalb ein Blind Date mit einem Freund der Familie. Miranda ist etwas erstaunt, als der Mann dann viel zu früh vor ihrer Haustüre steht, lässt ihn aber rein, damit dieser kurz warten kann, bis sie zum Ausgehen fertig ist. Die Situation wird unangenehm, als sie ihn darum bittet, jetzt doch besser zu gehen. Der Mann verschließt den Eingang von innen, prügelt auf sein Opfer ein und vergewaltigt Miranda. Wie sich herausstellt, handelt es sich beim Täter nicht um den wenig später mit Blumen eintreffenden Kevin, sondern einen gewissen William Finn (Shiloh Fernandez).

Weiterlesen: Cutscene: Return To Sender, Die Udo Honig Story, Miss Meadows

Heißes Pflaster Südamerika.

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The Liberator (2015)

(3,5/6) Simón Bolivar ist im südamerikanischen Raum heute noch so etwas wie ein unantastbarer Volksheld. Nicht weil er wie andere große Männer in der Historie diverse Ländereien eroberte. Ganz im Gegenteil: er setzte sich mit aller ihm zur Verfügung stehenden Kraft für die Unabhängigkeit ein und legte sich in einigen geschichtsträchtigen Schlachten mit der spanischen Kolonialmacht an. Die Verluste waren auf beiden Seiten enorm. Das Regiewerk The Liberator von Alberto Arvelo beruht also auf wahren Begebenheiten. Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar Palacios y Blanco, mit vollständigem Namen, wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus auf und genoss mit einer Ausbildung in Madrid lange Zeit gewisse Privilegien. Mit seiner geliebten Frau Maria Teresa (Maria Valverde) kehrte Bolivar (gespielt von Édgar Ramírez, den meisten wohl als Kriegsgott Ares in Zorn der Titanen noch im Gedächtnis) zurück nach Venezuela, doch das gemeinsame Glück währte leider nicht lange. Sie erkrankte nach einem folgenschweren Mückenstich an Gelbsucht und verstarb trotz seiner Fürsorge nach längerem Leidensweg.

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