Cutscene

Schuld und Sühne näher beleuchtet.

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The Best of Me - Mein Weg zu Dir (2015)

(5/6) Manche Menschen glauben an Schicksal, andere helfen selbigem lieber nach. Es ist ein trauriges Ereignis, zu dem sich Amanda (Michelle Monaghan) und Dawson (James Marsden) nach 21 Jahren, in denen sie kein Wort mehr miteinander gewechselt haben, das erste Mal wiedersehen. Mit dem etwas eigensinnigen, aber herzensguten Tuck (Gerald McRaney) verstarb ein guter Freund der beiden, das Bindeglied und Unterstützer in nicht immer ganz so einfachen Jugendtagen. In Rückblenden veranschaulicht Regisseur Michael Hoffman die Vorgeschichte des einstigen Liebespaares, das die Gefühle füreinander angeblich nie verlor. Vielmehr trennten sie widrige Umstände, beinahe vorprogrammiert durch das jeweilige soziale Umfeld. Dawson (in jungen Jahren gespielt von Luke Bracey) schraubte schon damals gerne an Autos herum, unterschied sich aber sehr deutlich von den restlichen kriminellen Familienmitgliedern. Er flüchtete vor dem negativen Einfluss seines brutalen Vaters Tommy Cole und fand in der Werkstatt des mürrischen Einzelgängers Tuck spontane Zuflucht. Als dieser ihn am nächsten Morgen vorfand, bot er Dawson trotz einer Vorahnung, welcher Ärger noch auf die zwei zukommen würde, eine Wohngelegenheit auf Dauer und verteidigte den Jungen mit seinem Gewehr vor der anstürmenden Familienbande.

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Beinahe wie im Märchen.

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Der 7bte Zwerg (2015)

(3/6) Nomen est omen. Oder gilt für eine moderne Auslegung der Rechtschreibung ohnehin chaotische Freizügigkeit? Der 7bte Zwerg mag Deutschlehrer laut aufschreien lassen, vielleicht aber schafft er es aus ähnlichen Gründen, wie beim Rest des Publikums. Weil unbeschwert über den Inhalt gelacht werden kann. Für 7 Zwerge – Männer allein im Wald (2004) und 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug (2006) heimsten die Macher jeweils den Deutschen Comedypreis ein, die Planungen für einen dritten Realfilm stehen bereit. Um die Wartezeit darauf etwas zu verkürzen, gibt es als Prequel ein weiteres märchenhaftes Abenteuer als Computeranimation. Den nötigen Wiedererkennungswert garantieren die Synchronstimmen von Otto Waalkes (Bubi), Mirko Nontschew (Tschako), Ralf Schmitz (Sunny) sowie Martin Schneider (Speedy). Auch die unverkennbare Nina Hagen ist als böse Eisfee Dellamorta wieder mit von der Partie. Diese strebt getreu der Dornröschen Geschichte nach der Erfüllung eines Fluchs.

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Teure Zukunftspläne

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Schmerzensgeld (2015)

(3/6) Das Liebespaar John (Michael Angarano) und Alice (Juno Temple) führt ein relativ unspektakuläres Leben im beschaulichen Laurel Springs. Während er sich durch den Berufsalltag als Call-Center-Agent quält, bewirbt sie sich trotz oder gerade wegen ihres Bachelor-Abschlusses in Kunstgeschichte erfolglos um einen Job. Das Geld ist dementsprechend knapp bemessen und der Kühlschrank meistens leer. Das Schicksal führt sie nach einem kleinen Autounfall mit Blechschäden zu einem abgelegenen Antiquitätenladen. Alice nutzt einen unbeobachteten Moment zur Entwendung einer Teekanne. Kein gewöhnliches Küchenutensil, wie sie Zuhause noch feststellen soll... Für John läuft es in der Arbeit gar nicht gut: er wird von seinem Boss gefeuert. Seine Laune verbessert sich aber schlagartig, als er von seiner Partnerin die magischen Kräfte erwähnter Teekanne vorgeführt bekommt. Wer diese bei sich trägt und sich verletzt, erhält einige Geldscheine als dem Schmerzmoment angemessene Entschädigung. John ist skeptisch, möchte das gute Stück am liebsten sofort zurück bringen, bevor Unheil über die beiden hereinbricht.

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Lohnenswerte Dokumentationen via Stream.

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Atari: Game Over (2014)

(5/6) Neben Filmen und Serien hat Netflix auch einige anspruchsvolle Dokus in seinem Repertoire. In diesem Artikel möchte ich drei solchen Beiträgen etwas auf den Zahn fühlen. Die ersten beiden behandeln mein Lieblingsthema Videospiele. Starten wir also mit mit Atari: Game Over. Der Macher hinter diesem Werk ist Drehbuchautor Zak Penn, der sich in den letzten Jahren als Autor diverser Comicverfilmungen wie The Avengers etablieren konnte. Daneben arbeitete er an einigen Games zu Comicfilmen, wofür er sich anfangs direkt entschuldigt. Doch Penn verweilt nicht in der jüngsten Vergangenheit... Nachdem er sich selbst vorgestellt hat, entführt er uns in seine Jugendzeit, in der es weder Beef zwischen Nintendo und Sega, noch zwischen Microsoft und Sony gab. In eine Epoche, in der nur ein Name mit Videospielen gleichgesetzt wurde: Atari. Wie der Titel bereits andeutet, geht es weniger um den Aufstieg und mehr um den Fall des einstigen Monopolisten. Dieser Niedergang wiederum ist vor allem mit einem Spiel verknüpft, einer Legende in Gamer-Kreisen, deren elektronische Überreste tief in der Wüste vergraben seien soll. Die Rede ist natürlich vom Sagenumwobenem E.T. Spiel.

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Monster, Mythen und fauler Zauber.

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Penny Dreadful - Die komplette erste Season (2015)

(3/6) London im viktorianischen Zeitalter. Der perfekte Schauplatz für die Videospiel-Umsetzung The Order: 1886 eignet sich selbstverständlich auch für ein Showtime Serienformat mit Starbesetzung. Der ehrenwerte Sir Malcom Murray (Timothy Dalton) ist getrieben von der Suche nach seiner unter mysteriösen Umständen verschwundenen Tochter Mina. Ein Dämon soll die junge Dame in seiner Gewalt haben, weshalb der englische Gentleman die tatkräftige Unterstützung des amerikanischen Revolverhelden Ethan Chandler (Josh Hartnett) gut gebrauchen kann. Dieser zog bis dato als Schausteller durch Europa, auf der Flucht vor irgendwas, irgendwem oder gar sich selbst. Im ausgehenden 19. Jahrhunderts treibt nicht nur ein Monster sein Unwesen... Die Vermutung, es läge an "Jack The Ripper", wenn sich Londons dunkle Straßen mit Blut rot färben, wird in jeder weiteren von insgesamt acht Episoden der ersten Staffel von Penny Dreadful widerlegt. Vielmehr greift John Logan, der Schöpfer der Serie, ganz tief ins Repertoire an gruseligen Geschöpfen.

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