Drama - Romance

Trauer besitzt viele Gesichter.

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Review | Kritik | Bewertung
The Greatest - Die große Liebe stirbt nie (2015)

Bewertung: 4 von 6
Studio: Universum Film
www.universumfilm.de

Selten beginnt ein Film nach nur wenigen Minuten mit einem solch wortwörtlich zu nehmenden und zutiefst emotionalen Knall wie im Fall von The Greatest - Die große Liebe stirbt nie. Ein durchaus cleverer Schachzug der amerikanischen Drehbuchautorin und Regisseurin Shana Feste, denn besser kann man sein Publikum eigentlich nicht abholen. Damit dieser erste Schockmoment nach und nach verdaut werden kann, wird die gefühlvoll erzählte Geschichte sehr langsam und mit leisen Tönen fortgeführt. Nach ihrer ersten gemeinsamen Liebesnacht fahren die beiden Teenager Rose (Carey Mulligan) und Bennett (Aaron Taylor-Johnson) schwer verliebt durch die Nacht. Just in dem Moment, als Bennett seiner neuen Freundin seine Zuneigung gestehen will, passiert ein folgenschwerer Unfall.

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Das tragische Schicksal einer Einwanderin.

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Review | Kritik | Bewertung
The Immigrant (2015)

Bewertung: 3,5 von 6
Studio: Universum Film
www.universumfilm.de

Amerika, gelobtes Land. Für so manchen Auswanderer, der vom europäischen Kontinent aus die Reise über den großen Teich antritt, sind und waren die Hoffnungen auf ein besseres Leben enorm. Ein Empfang mit offenen Armen sah allerdings speziell zu Anfang des 20. Jahrhunderts ganz anders aus… Jeder US-Bundesstaat hatte andere Aufnahmeverfahren. 1921 erlebt die polnische Pflegerin Ewa  Cybulski (Marion Cotillard) eines der aus ethnischen Gesichtspunkten eher fragwürdigen Sorte. Sie möchte gemeinsam mit ihrer Schwester nach New York einreisen und die beiden finden sich zunächst in einer langen Schlange auf Ellis Island wieder. Mit zunehmender Konsequenz sortierte man damals in jener Immigrantensammelstelle unter anderem kranke Menschen, Prostituierte, Mittellose und Analphabeten rigoros aus und sendete diese zurück in ihre Heimat.

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Loslassen sollte nicht so einfach sein.

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Review | Kritik | Bewertung
Wenn ich bleibe (2015)

Bewertung: 5 von 6
Studio: Warner Home Video
www.warnerbros.de/ifistay

„Erstens kommt es im Leben oftmals anders und zweitens als man denkt…“ Ein Spruch mit bemerkenswertem Wahrheitsgehalt, weil sich mit zunehmendem Alter immer mehr herauskristallisiert, wie wenig sich tatsächlich steuern lässt und wie sehr wir doch teilweise unvorhergesehenen Schicksalsschlägen ausgesetzt sind. Es ist Winterzeit in Portland und das Schneetreiben legt den Schulunterricht lahm. Für die glückliche Familienbande Hall eine günstige Gelegenheit für einen gemeinsamen Ausflug, schließlich hat Vater Denny (Joshua Leonard) als Lehrer ebenso frei und Mutter Kat (Mireille Enos) meldet sich für ihren Bürojob spontan krank. Auf der Rücksitzbank des Autos grübelt Tochter Mia (Chloë Grace Moretz) über ihre Zukunft nach dem High School Abschlussjahr und die große Liebe, während ihr kleiner Bruder Teddy mit den Eltern über Musikgeschmäcker plaudert.

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Die ultimative Problemfamilie.

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Review | Kritik | Bewertung
Sieben verdammt lange Tage (2015)

Bewertung: 4,5 von 6
Studio: Warner Home Video
facebook.com/7VerdammtLangeTage

Judd Altman (gespielt von Jason Bateman) ist ein feiner Kerl, der in der Mitte seines Lebens plötzlich vor einem riesigen Scherbenhaufen steht, obwohl er als Erwachsener „immer auf Nummer sicher gegangen ist“. So trifft es ihn wie ein Schlag ins Gesicht, als er eines Tages früher von der Arbeit nach Hause kommt und seine Frau Quinn (Abigail Spencer) dabei erwischt, wie diese sich ausgerechnet von seinem Boss, dem exzentrischen Radiomoderator Wade Beaufort (Dax Shepard) im gemeinsamen Ehebett „durchknallen“ (das Wort trifft die Situation ziemlich gut, Anm. der Red.) lässt. Die Affäre hinter seinem Rücken soll angeblich schon ein ganzes Jahr laufen und Judd fehlen dafür die Worte. Er kündigt seinen Job und zieht sich einige Tage zurück, bis ihn seine Schwester Wendy (Tina Fey) telefonisch kontaktiert und die Nachricht überbringt, dass der schwer erkrankte Vater nach längerem Leidensweg nun verstorben wäre.

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Einfach zu zahm, um wirklich bissig zu sein.

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Review | Kritik | Bewertung
The Riot Club (2015)

Bewertung: 3 von 6
Studio: Prokino
www.the-riot-club.de

Was die Machtstrukturen derjenigen Individuen angeht, die aller Voraussicht nach einmal unsere Gesellschaft beherrschen, so muss man auf den Elite-Universitäten dieser Welt nicht lange suchen... Verbindungen, Gruppen und Clubs, die meist nur der feinen Upper Class offen stehen, stricken ferner jene personellen Allianzen zurecht, die dann bis in die höchsten Ebenen von Politik und Wirtschaft schlagkräftig bleiben. Mit The Riot Club richtet die dänische Regisseurin Lone Scherfig ihren Blick auf eine gleichnamige fiktive Verbindung der Oxford University. Diese frönt dem exzessiven Lebensstil (Wein, Weib und Gesang wäre wohl noch zu zahm ausgedrückt) des selbsternannten „Lord Riots“, der im ausklingenden 18. Jahrhundert in flagranti von einem gehörnten Ehemann erwischt und ermordet wurde.

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