Drama - Romance

Aufstieg und Fall des Jordan Belfort.

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Review | Kritik | Bewertung
The Wolf of Wall Street (2014)

Bewertung: 5 von 6
Studio: Universal Pictures
www.thewolfofwallstreetde.tumblr.com

Hollywood’s Filmschmiede beschert dem Publikum einmal mehr ein spektakulär inszeniertes Machwerk, das man unbedingt gesehen haben sollte. Mit 179 bewegend starken Filmminuten und einem geschätzten Budget von 100 Mio. US-Dollar bewegen wir uns ohnehin im Bereich der Superlativen, Martin Scorsese als „einer der einflussreichsten Regisseure des zeitgenössischen amerikanischen Kinos“ gilt zudem als Generalversicherung für beste Abendunterhaltung. Wie schon in zahlreichen Produktionen zuvor (u.a. Gangs of New York, Aviator, Departed – Unter Feinden) griff dieser für The Wolf of Wall Street mit Leonardo DiCaprio auf einen seiner persönlichen Lieblingsschauspieler für die Hauptrolle zurück. Das umfangreiche Drehbuch von Terence Winter (Die Sopranos, Boardwalk Empire) und damit eine beinahe unglaubliche Handlung basiert zu großen Teilen auf der gleichnamigen Bestseller-Biografie eines gewissen Jordan Belfort, dessen steile Karriere im Börsengeschäft den Zuschauer in einen faszinierenden Strudel aus Lügen, Profitgier, Sex und Drogeneskapaden zieht.

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Die Erkenntnis kommt zum Schluss.

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Review | Kritik | Bewertung
Vom Blitz getroffen (2014)

Bewertung: 4,5 von 6
Studio: capelight pictures
www.capelight.de

Das Leben ist nicht immer gerecht, auch nicht zu jenen, die sich täglich besonders große Mühe geben, die Welt wenigstens ein kleines Stück zu verbessern. Diese bittere Erfahrung machen viele. Manche von ihnen leider schon sehr früh, in einer menschlichen Entwicklungsphase, in der man eigentlich noch unbeschwert und voller euphorischer Naivität sein sollte. Mit einem Blick in die Zukunft und dennoch mit der nötigen Freiheit, die Gegenwart genießen zu können. Carson Phillips (gespielt von Chris Colfer) ist einer von ihnen und erzählt seine tragische Geschichte aus der reflektierenden Ich-Perspektive. Was den Zuschauer vielleicht schockieren mag: er macht dies nach seinem plötzlichen Tod. Nicht etwa, weil er ein depressiv verstimmter Jugendlicher gewesen wäre (was man angesichts äußerer Umstände nachvollziehen hätte können), sondern weil er aus heiterem Himmel auf dem Parkplatz seiner Schule im wahrsten Sinne Vom Blitz getroffen wird.

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Streng betrachtet kompletter Blödsinn.

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Review | Kritik | Bewertung
Streng (2014)

Bewertung: 0,5 von 6
Studio: Koch Media
www.kochmedia-film.de

„Manchmal, aber nur manchmal, haben Frauen ein kleines bisschen Haue gern.“ An diese Songtext-Zeile musste ich denken, als ich den vor kurzem auf DVD und Blu-ray erschienenen Film Streng gesehen habe. Wie bei den Ärzten geht es hier um eine Frau, die gerne einen Mann schlägt. Damit ist an sich schon das Wichtigste gesagt. Natürlich gibt es noch etwas Rahmenhandlung, aber leider ist diese so langweilig, dass sich eine detaillierte Schilderung kaum lohnt. Im französischen Original trägt Streng den Titel Une histoire d'amour. Das kommt der Sache aber leider ebenso wenig nahe, denn um eine Liebesgeschichte geht es im eigentlichen Sinne nicht. Die erste Szene zeigt einen nackten Mann, der sich ein Seil in schmerzhafter Weise um den linken Arm bindet, als wolle er sich damit fesseln.

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Ein bedrückendes Meisterwerk.

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Review | Kritik | Bewertung
12 Years A Slave (2014)

Bewertung: 6 von 6
Label: Universal Pictures
www.12yearsaslave.de

Im Jahre 1853 veröffentlichte der Amerikaner Solomon Northup seine Lebensgeschichte in Buchform, welche die Grundlage des aus dem Jahre 2013 stammenden Kinofilms und nun auf Blu-ray, DVD und Video on Demand erscheinenden 12 Years A Slave bildet. Der Afroamerikaner berichtet darin von seinem dramatischen Schicksal als Sklave. Als freier Mann im Bundesstaat New York, als Sohn eines Farmers geboren, genoss er eine gute Schulbildung und erlernte sogar das Geigenspiel. Durch seine Musik (er war Violinist) erlangte er auch eine gewisse Berühmtheit in seiner Heimat, jedoch wurde ihm gerade sein Engagement als Musiker zum Verhängnis... Als eines Tages zwei Herren zu ihm kommen und ihn als Geiger für einen Zirkusauftritt in Washington engagieren möchten, ahnt Solomon Northup (gespielt von Chiwetel Ejiofor) noch nichts Böses.

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Eine relativ oberflächliche Biografie.

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Review | Kritik | Bewertung
The Look of Love (2014)

Bewertung: 3 von 6
Studio: Koch Media
www.kochmedia-film.de

Der erfolgreiche Unternehmer Paul Raymond war so etwas wie der britische Hugh Heffner. Im Gegensatz zum Gründer des weltberühmten Playboy Magazins begann aber der findige Brite seine Laufbahn als Betreiber des ersten Stripclubs im Vereinigten Königreich. Das war im Jahre 1958 nicht so ohne weiteres möglich, muss man an dieser Stelle wissen, denn die Zurschaustellung nackter Damen in öffentlichen Etablissements war strengstens verboten. Nur im Rahmen eines Privatclubs war die Darbietung nackter Tatsachen möglich, zu Beginn geschickt getarnt als erotische Zirkusnummern mit lebenden Nacktstatuen am Rande der Arena. Jenes Angebot, das Paul Raymond im Londoner Stadtteil Soho geschaffen hatte, boomte von Anfang an und schon kurz nach der Eröffnung der „Revuebar“ hatten sich 45.000 Mitglieder für den Club registriert.

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