Fantasy - History

Rebellion der Unbestimmten

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Review | Kritik | Bewertung
Die Bestimmung - Insurgent (2015)

Bewertung: 4,5 von 6
Studio: Concorde Home Ent.
www.thedivergentseries.com

Nachdem sich nur mit großer Mühe die niederträchtigen Pläne der Ratsvorsitzenden Jeanine Matthews (Kate Winslet) verhindern ließen (wer den ersten Teil gesehen hat, wird sich noch erinnern), vertuscht diese einfach die Geschehnisse und verdreht die Wahrheit zu ihren Gunsten. Der Angriff auf die selbst- und damit gewissermaßen auch hilflosen Altruan wäre angeblich von Unbestimmten ausgegangen, die mit ihrem rebellischen Verhalten die Harmonie des Volkes bedrohen. Jeanine ruft deshalb das Kriegsrecht aus und nutzt ihre Machtstellung innerhalb der Fraktion Ken, um Soldaten zu entsenden, die Jagd auf flüchtige Ferox machen sollen. Beatrice „Tris“ Prior (Shailene Woodley, mit kurzen Haaren) und Tobias „Four“ Eaton (Theo James) sind inzwischen bei den friedfertigen Amite untergetaucht, werden von deren Anführerin lediglich so lange geduldet, wie sie ihr Verhalten dem Umfeld anpassen. Bei ihnen sind auch Tris' Bruder Caleb (Ansel Elgort), der sich eigentlich für die Seite der Ken entschieden hatte und der in seiner Loyalität durchaus wankelmütige Peter (Miles Teller).

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Zeit als kostbarstes Handelsgut im Universum.

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Review | Kritik | Bewertung
Jupiter Ascending (2015)

Bewertung: 5 von 6
Studio: Warner Home Video
www.jupiterascending.com

Wenn das Drehbuch aus dem Ideenfundus des weltweit berühmten Wachowski Geschwisterpaares stammt und die beiden ihre Vision vom Regiestuhl aus zu einem bildgewaltigen Spektakel umgesetzt haben, freuen sich Science-Fiction Fans in Gedanken an die Matrix Trilogie auf beste Unterhaltung. Warum ihr aktuelles Filmerzeugnis Jupiter Ascending ausgerechnet beim US-amerikanischen Publikum an der Kinokasse weniger gut ankam, als auf dem internationalen Markt, erscheint für mich als Kritiker nach 127 Minuten zufrieden stellendem Home Entertainment nicht unbedingt logisch. Vielleicht liegt es am Umstand, dass in der vergleichsweise kurzen Spielzeit reichlich Erzählstoff, wichtige Hintergründe, komplexe Zusammenhänge und nennenswerte Charaktere für mal eben locker drei abendfüllende Blockbuster gepresst wurden. Die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers ist also gefordert, was man als einzig störenden Punkt anmerken könnte.

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Ein Grabstein zu Ehren...

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Review | Kritik | Bewertung
The Homesman (2015)

Bewertung: 3,5 von 6
Studio: Universum Film
www.homesman-derfilm.de

Ein Film, zwei große Namen. Der US-amerikanischen Schauspielerin Hilary Swank eilt ihr Ruf als "herausragende und obendrein vielseitige Charakterdarstellerin" weit voraus. Die Filmografie der talentierten, aber gewiss auch ehrgeizigen Vierzigjährigen gestaltet sich umfangreich. Für ihre Rollen als transsexueller Brandon Teena in dem biografischen Drama Boys Don't Cry (1999) sowie als Kämpfernatur Maggie Fitzgerald in der tragischen Boxer-Geschichte Million Dollar Baby (2004) wurde sie jeweils mit Oscar und Golden Globe ausgezeichnet. Die Liste an Filmen, in denen der inzwischen 68-jährige Texaner Tommy Lee Jones vor der Kamera mitwirkte, ist nach vier Jahrzehnten in der Branche natürlich umso länger. Für den Oscar wurde er gleich mehrfach nominiert, gewann ihn letztlich als Bester Nebendarsteller in der Rolle des hartnäckigen Deputy Marshal Samuel Gerard im spannenden Thriller Auf der Flucht (1993).

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Gottes Werk und Moses Beitrag.

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Review | Kritik | Bewertung
Exodus: Götter und Könige (2015)

Bewertung: 3,5 von 6
Studio: 20th Century Fox
www.exodus-derfilm.de

Ich hätte vorgewarnt sein müssen, bewertete unser Kinoreporter Marcus das Hollywood Epos Exodus: Götter und Könige lediglich als durchschnittliche Abendunterhaltung mit unnötigen Längen. Mit dieser Meinung fügt er sich in das allgemeine Bild des Medienechos ein. Nichtsdestotrotz verspürte ich eine gewisse Vorfreude auf das aktuelle Werk von Ridley Scott. Insgeheim hofft man auf eine Inszenierung im Stile von Gladiator (2000) oder Königreich der Himmel (2005), nur muss sich der naive Zuschauer sehr schnell mit der Begrifflichkeit einer „Bibelverfilmung“ auseinandersetzen. Mitunter stellt der britische Regisseur das vermittelte Wissen (oder nennen wir es besser Glauben) aus dem Religionsunterricht auf den Prüfstand. Was davon ist wirklich hängen geblieben? Wir befinden uns in den Schilderungen des 2. Buch Mose, 1300 Jahre vor Christus.

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Wenn kaum Zeit für Plan A bleibt…

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Review | Kritik | Bewertung
Interstellar (2015)

Bewertung: 4,5 von 6
Studio: Warner Home Video
www.warnerbros.de/interstellar

Wann genau es sein könnte, dass unsere Menschheit ihrem unausweichlichen Ende auf diesem Planeten entgegenblickt, wird in den ersten Minuten des hochgelobten Science-Fiction Blockbusters Interstellar nicht näher erläutert. Es könnten ein paar Jahre, aber auch Jahrzehnte sein – Zeit ist ohnehin relativ. Doch sie läuft gefühlt ab… Die Erde wehrt sich zunehmend gegen den industriellen Raubbau, eine Überbevölkerung, den Drang des Menschen nach technologischem Fortschritt um jeden Preis. Aus beiläufigen Dialogen erfährt der Zuschauer, dass es einen harten Schnitt gegeben haben muss. Cooper (Matthew McConaughey) beispielsweise ist erfahrener Pilot und Ingenieur, musste jedoch wie alle anderen lernen, sich anzupassen. Er arbeitet und lebt mittlerweile als Farmer. Die Welt braucht ganz offensichtlich „keine Forscher und Pioniere mehr, sondern nur noch Verwalter“. Noch wichtiger ist die Lebensmittelversorgung.

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