Fantasy - History

Eine politisch brisante Zukunftsvision.

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Review | Kritik | Bewertung
Elysium (2013)

Bewertung: 5 von 6
Studio: Sony Pictures Home Entertainment
www.sonypictures.de/filme/elysium

Ich frage mich manchmal, warum die meisten Science-Fiction Bücher und Filme ausgerechnet ein düsteres Bild der menschlichen Zukunft malen. Positive Visionen findet man eher selten, es dominiert die Dystopie. Oftmals werden Motive und Tendenzen aus der Gegenwart in extrem übersteigerter Form in die Zukunft projiziert. Einstige Zukunftsvisionen sind inzwischen teilweise von der Realität eingeholt worden. Was in George Orwell's Roman 1984 noch als Angst einflößende Fiktion vom totalitären Überwachsungsstaat beschrieben wird, ist angesichts omni-präsenter Überwachung durch NSA und Co. heute schon weitestgehend existent. Der in Südafrika geborene Regisseur Neill Blomkamp hat bereits im Jahr 2009 mit seinem in die Zukunft verlagerten Apartheid-Szenario District 9 für Aufsehen gesorgt. Anstatt dunkelhäutiger Menschen wurden in dem erdachten Plot auf der Erde gefangene Außerirdische durch die Menschheit diskriminiert und unterdrückt.

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Ein Schnellimbisskoch mit besonderen Fähigkeiten.

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Review | Kritik | Bewertung
Odd Thomas (2013)

Bewertung: 4,5 von 6
Studio: Ascot Elite Home Entertainment
www.ascot-elite.de

Mit weltweit über 400 Millionen verkauften Exemplaren seiner literarischen Werke zählt der US-amerikanische Schriftsteller Dean Koontz zweifelsfrei zu den erfolgreichsten Verfassern fantasievoller Geschichten. Eine seiner wichtigsten Figuren, denen er bereits 11 Bücher widmete (Saint Odd soll in Kürze erscheinen), ist ein mit übersinnlichen Fähigkeiten ausgestatteter Odd Thomas, der diesen Namen nach eigenen Angaben nur wegen eines Schreibfehlers auf seiner Geburtsurkunde trägt und die mit seiner Gabe einhergehende Verantwortung offen annimmt. Odd's Mutter wurde in die Irrenanstalt eingeliefert, als er 12 Jahre alt war, doch der Twentysomething ohne bestimmte Lifestyle-Ambitionen kommt ganz gut zurecht mit seltsamen Begegnungen.

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Wenn in der heißen Wüstensonne das Popcorn anbrennt.

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Review | Kritik | Bewertung
Lone Ranger (2013)

Bewertung: 4,5 von 6
Studio: Walt Disney
www.facebook.com/LoneRangerDerFilm

Was macht eine skurrile Piratenfigur, wenn sie bereits alle sieben Weltmeere bereist und kaum noch spektakuläre Abenteuer bestreiten könnte? Sie wird einfach mit einem ähnlich durchgeknallten Charakter ersetzt und an einen anderen Schauplatz verfrachtet. Das Publikum könnte sich nach drei Teilen etwas am Fluch der Karibik sattgesehen haben, was mitunter auch Skepsis für Johnny Depp's neues Rollenverständnis aufwirft. Keine andere Erklärung wäre dienlicher, um letzten Endes die Zurückhaltung an den weltweiten Kinokassen mit einem ernüchternden Resümee zu belegen. Die Produktionskosten des Disney Films Lone Ranger waren enorm, umso größer die Enttäuschung eines Minusgeschäfts.

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Zwerge auf der Flucht.

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Review | Kritik | Bewertung
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (2013)

Bewertung: 6 von 6
Studio: Warner Home Video
www.warnerbros.de/thehobbitpart1

Es fühlt sich fast so an, als wäre es erst gestern gewesen, dass uns Peter Jackson mit auf ein atemberaubendes Fantasy-Abenteuer mitnahm, dessen kommerzieller Erfolg neue Maßstäbe in der Filmindustrie setzte. Die Gedanken an eine gefährliche Reise ungleicher Gefährten, epochale Schlachtszenarien und grenzenlosen Heldenmut sorgen für ein zufriedenes Lächeln und beinahe etwas wehmütige Gefühlsregungen, weil man sich nicht mehr an jedes kleine Detail der legendären Der Herr der Ringe Trilogie erinnern kann. Etwas neugierig war man damals schon, welche Geschichten der gealterte Bilbo Beutlin erlebt und für die Nachwelt niedergeschrieben haben könnte, bevor er den einen Ring an Frodo übergab.

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Jetzt sind die Außerirdischen dran.

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Review | Kritik | Bewertung
Seelen (2013)

Bewertung: 2,5 von 6
Studio: Concorde Filmverleih
www.seelen-derfilm.de

Man mag von der Twilight-Saga halten, was man will – Stephenie Meyer hat es zuerst in Buch- und dann in Filmform geschafft, das Vampirgenre zu refomieren und es in ein seither oft kopiertes Format verwandelt, welches tauglich ist für die Kinokassen des 21. Jahrhunderts. Dass das auf Kosten vieler Genre-Regeln ging (dass Vampire im Sonnenlicht sterben, nicht glitzern, sei nur eine exemplarisch genannt) und zahlreiche Horror-Hardliner auf die Barrikaden getrieben hat, kann der nun Multi-Millionärin und dem gigantischen Apparat, der hinter der Vermarktung ihrer Geschichten steht, wohl herzlich egal sein. Mit Seelen greift die Bestsellerautorin nun ein weiteres in der Vergangenheit vielbeackertes und nie ausgestorbenes Feld an – nach den Vampiren sind jetzt die Aliens dran.

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