Wenn der Sandmann kommt um Dich zu holen.

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Review | Kritik | Bewertung
Dark Skies (2015)

Bewertung: 5 von 6
Studio: Koch Media
www.darkskiesfilm.com

Wie in unserer Redaktion werden sich wohl viele Leser die berechtigte Frage stellen, ob die Menschheit denn wirklich alleine ist oder ob es noch andere Lebewesen, eine intelligente Spezies in diesem Universum gibt. Falls ja, wissen sie von unserer Existenz, wie wir denken, fühlen und handeln – oder sind sie ähnlich spekulativ bis ahnungslos? Selbstverständlich werden jene Personen, die angeben, schon einmal extraterrestrische Erfahrungen gemacht zu haben, von der Gesellschaft als „Spinner“ stigmatisiert. Nur wer garantiert uns, nicht unlängst Teil einer Alien-Feldstudie zu sein? Der amerikanische Filmemacher Scott Stewart greift diesen Gedanken auf und versetzt sein Publikum mit dem  Science Fiction/Horror-Streifen Dark Skies in eine fürchterlich paranoide Grundstimmung. Er zeigt uns eine ganz normale, durchschnittliche amerikanische Familie mit den üblichen Sorgen und Nöten des Alltags.


Daniel und Lacy Barrett wohnen mit ihren beiden Söhnen Jesse und Sam in einem nett eingerichteten Einfamilienhaus. Probleme bereitet ihnen die längst überfällige Hypothek auf die Immobilie. Daniel (Josh Hamilton) verlor unerwartet seinen Job als Architekt, seine Frau (gespielt von Keri Russell) ist leider eine viel zu ehrliche Haut, um als Maklerin ein anderes Objekt in der Gegend zu verkaufen. Die finanzielle Schieflage spitzt sich mit jedem weiteren Tag zu und Streitigkeiten bleiben kaum aus. Das männliche Familienoberhaupt ist frustriert. Obwohl sein letztes Vorstellungsgespräch alles andere als gut verlaufen ist, lässt er Lacy ein Gefühl von Hoffnung. Weil Kinder meistens ein feines Gespür haben, wenn etwas im eigenen Haushalt nicht stimmt, muss der 13-jährige Jesse (Dakota Goyo) seinen kleineren Bruder Sam (Kadan Rockett) ein wenig beruhigen.

movie-darkskiesEr selbst ist gerade schwer mit den üblichen Verwirrungen der Pubertät beschäftigt und hängt viel mit einem älteren Spielkameraden rum, was dem Papa wegen des schlechten Einflusses ein Dorn im Auge ist. Als Mutter Lacy eines Nachts in die heimische Küche marschiert, findet sie eine Terrassentüre und ein heilloses Durcheinander vor. Für die am Boden verteilten Lebensmittel könnten wilde Tiere verantwortlich sein, nur öffnen diese normalerweise keine Kühlschränke… Viel mysteriöser wird es aber, als eine Nacht später sämtliches Kücheninventar zu Türmen aufgestapelt ist. Erlaubt sich hier etwa jemand einen üblen Streich? Das Haus verfügt über eine Alarmanlage, aus Sparmaßnahmen wurde jedoch der Sicherheitsservice nicht erneuert. Daniel ändert dies umgehend und tatsächlich schrillen in der dritten Nacht die Alarmglocken.

Ein Eindringling kann nicht lokalisiert werden und die Experten gehen von einem Systemfehler aus, schließlich wurden alle 8 Sensoren der Anlage gleichzeitig ausgelöst, wovon mehrere Räume betroffen waren. Ohnehin zutiefst verunsichert, müssen die Barretts feststellen, dass irgendjemand sämtliche Fotos aus den Bilderrahmen entfernt hat. Nach Einschätzung eines Polizisten „normale“ Kinderstreiche, die Jungen beteuern aber ihre Unschuld. Sam erzählt von einem „Sandmann“, der ihn in letzter Zeit besucht und die unheimliche Atmosphäre (perfekt inszeniert von Stewart) spitzt sich in der folgenden Nacht zu. In einem Moment rutscht einem als Zuschauer das Herz halb in die Hose, weil sich eine dunkle Gestalt in Sam’s Zimmer befindet. Kurz darauf ist der Kleine verschwunden und schlafwandelt in den Garten. Daniel reicht es jetzt endgültig und er installiert überall Videokameras, um den seltsamen Vorkommnissen auf den Grund zu gehen. Ihm wird weder gefallen, was er sieht, noch in welche Richtung eine gezielte Einzelinvasion von Außerirdischen gehen wird…



redakteur-alex

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Alexander Riede ist der Meinung...
Dark Skies ist auf absolut geniale Weise und von der ersten bis zur letzten von insgesamt 97 Minuten gruselig inszeniert und ließ mir teilweise eiskalte Schauer über den Rücken laufen. Das Werk von Drehbuchautor und Regisseur Scott Stewart zieht einen sogar so sehr in seinen Bann, dass man danach mit einem durchaus mulmigen Gefühl in das eigene Bett steigt, mit der Angst lebend, auch wir könnten heimlich beobachtet und von den „Grauen“ entführt werden. In den USA ein Kinoerfolg trotz gemischter Kritiken, kann ich Dark Skies in jedem Fall empfehlen.

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