Horror

Blutsauger aus Fernost.

brd-rigormortis

Review | Kritik | Bewertung
Rigor Mortis - Leichenstarre (2014)

Bewertung: 3,5 von 6
Studio: Ascot Elite Home Ent.
www.ascot-elite.de

Chinesisches Kino hat seine eigenen Regeln – und seine eigenen Fans. Ähnlich wie der japanische Film, der immer wieder prominente Remakes in Hollywood wie etwa The Grudge oder Ring provoziert, leben auch die meist in Hong Kong produzierten Filme von ihrer ganz eigenen Atmosphäre. Sie leben von ihrer schon kulturell bedingt völlig eigenen Bildsprache und epischen Geschichten, die faszinierend und gerade für den europäischen Zuschauer häufig auch ein wenig kryptisch sind. Dass der chinesische Horrorfilm auch im Westen (neue) Maßstäbe setzen kann, möchte der Regiedebütant Juno Mak mit seinem Werk Rigor Mortis – Leichenstarre beweisen. Der etwa 100-minütige Film beackert ein Feld, dass zuletzt die Twilight Saga prägte (und es in den Augen vieler Fans verdarb): das des Vampirfilms.

Weiterlesen: Rigor Mortis - Leichenstarre

Freier Fall des Wohnungsmarktes.

brd-apartment1303

Review | Kritik | Bewertung
Apartment 1303 3D (2014)

Bewertung: 1,5 von 6
Studio: Universum Film
www.universumfilm.de

Wohnst Du noch oder stirbst Du schon? Ein Untertitel, der eigentlich bereits alles über Apartment 1303 3D verrät: neben dem abgewandelten Slogan eines schwedischen Einrichtungshauses schreckten die Verantwortlichen auch nicht davor zurück, eine schlechte Kopie des gleichnamigen japanischen Horrorstreifens von Ataru Oikawa abzudrehen. Abgesehen von Michael Taverna, dem Regisseur der amerikanisch-kanadischen Produktion, scheint sich niemand so recht für den ursprünglichen Erzählstoff eines Kei Oishi begeistert zu haben, zumindest würde das die mangelhaften Leistungen an vielen Stellen erklären. Beginnen wir mit dem netten Hinweis auf „3D“, der nicht mehr als ein solcher sein kann.

Weiterlesen: Apartment 1303 3D

Dieses Mädchen sollte man besser nicht verärgern.

brd-carrie

Review | Kritik | Bewertung
Carrie (2014)

Bewertung: 4,5 von 6
Studio: 20th Century Fox
www.fox.de

Wer den gleichnamigen Roman von Stephen King bereits gelesen oder Carrie – Des Satans jüngste Tochter in der von Brian de Palma inszenierten Filmvariante aus dem Jahr 1976 zu sehen bekam, weiß dem Grunde nach sofort, worum es bei diesem außergewöhnlichen Horrorstreifen geht. Warum sich also die Mühe machen, die Geschichte einer missverstandenen Außenseiterin noch einmal aufleben zu lassen? Was macht ein Remake des Genreklassikers nach 37 Jahren überhaupt noch interessant? Nun, zum einen ist es die zeitgemäße Anpassung an eine moderne Gesellschaft (der Film funktioniert im 21. Jahrhundert mit all seinen Problemen genauso wie in den wilden Siebzigern) und zum anderen wegen einer bemerkenswerten Chloë Grace Moretz in der Hauptrolle.

Weiterlesen: Carrie

Dünne Kannibalen-Suppe.

brd-wearewhatweare

Review | Kritik | Bewertung
We Are What We Are (2014)

Bewertung: 0,5 von 6
Studio: Koch Media GmbH
www.kochmedia-film.de

Kannibalismus wurde schon in einigen Horrorstreifen thematisiert und auch der Ende Januar 2014 auf Blu-ray erschienene Film We Are What We Are widmet sich diesem Motiv. Leider tut er dies derart plump und vorhersehbar, dass ich mir an dieser Stelle einen Spoileralarm getrost sparen kann. Die Geschichte ist in zwei Sätzen erzählt: Die Vorfahren der Familie Parker haben im US-Bürgerkrieg zu bitterkalter Winterszeit und in der Not die Frau Mama verspeist. Aus Traditionsgründen setzen die Nachfahren in der Gegenwart dieses liebgewordene Ritual fort, nur dass die Parkers heute Zufallsopfer auf der Landstraße aufgabeln und verspeisen. Zwei Sätze, die einen Film beschreiben, der in seiner Vorhersehbarkeit alles übertrifft, was ich je zuvor gesehen habe. Bereits der Covertext verrät den grundlegenden Kannibalenplot. Die Fotos zeigen die relevantesten Szenen und wenn man nicht vollkommen dumpf im Kopf ist, hat man bereits nach fünf Minuten der hanebüchenen Handlung verstanden, wo der Hase langläuft.

Weiterlesen: We Are What We Are

Öffentliche Verkehrsmittel sind schon ein Horror.

brd-midnightmeattrain

Review | Kritik | Bewertung
Midnight Meat Train (2013)

Bewertung: 3,5 von 6
Studio: Sunfilm Entertainment
www.sunfilm.de

Dank des Überraschungserfolgs von Hangover wurde der US-amerikanische Schauspieler Bradley Cooper quasi über Nacht zu einem Hollywood Star, den man seit 2009 in zahlreichen hochkarätigen Produktionen wie Silver Linings, The Place Beyond The Pines und natürlich den beiden krachenden Fortsetzungen der Junggesellenabschiedseskapaden zu sehen bekam. Was viele nicht wissen: seine Karriere begann etwas schleppend mit kleineren Filmrollen, darunter neben Serienauftritten auch der ein oder andere Horror-Thriller. Ein Jahr vor dem großen Ruhm spielte Cooper noch einen viel zu neugierigen Fotografen in Ryuhei Kitamura's  Midnight Meat Train, das gerade seine Neuauflage als Blu-ray erlebt.

Weiterlesen: Midnight Meat Train