Die Macht der Niedlichkeit.

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Review | Kritik | Bewertung
Die Pinguine aus Madagascar (2015)

Bewertung: 4 von 6
Studio: 20th Century Fox
facebook.com/PinguineAusMadagascar.Film

Wer nach drei Kindernachmittag oder Familienabend füllenden Filmen der Madagascar Animationsreihe und mehr als 140 kurzen Episoden eines eigenständigen Sendeformates auf Nickelodeon immer noch nicht Die Pinguine aus Madagascar kennen sollte, bekommt jetzt die Chance dazu, in Form eines 92-minütigem Abenteuer-Spektakels auf Blu-ray, DVD und Video on Demand. Umgesetzt von DreamWorks Animation bekam der Ideengeber Eric Darnell auf dem Regiestuhl Gesellschaft von Simon J. Smith. Gestartet wird mit einer Rückblende: eine Pinguin-Karavanne begibt sich einmal mehr auf die Reise. Niemand stellt ihr Unterfangen infrage, wer auf der Strecke bleibt, gilt als verloren. Das müssen schon die Jungtiere akzeptieren. Ein Ei geht verloren, rollt einen Abhang hinab und niemand fühlt sich verantwortlich, etwas dagegen zu unternehmen.


Bis auf den mutigen Skipper (gesprochen von Michael Beck), der eine solch grausame Natur ablehnt und gemeinsam mit seinen Freunden Kowalski (Thomas D) und dem stillen Rico (Andreas Rieke) zur Rettung eilt. Der Einsatz lohnt sich. Trotz eigener Lebensgefahr durch gefräßige Seeleoparden und sensationsgeile Dokumentarfilmer ermöglichen sie die sichere Geburt des vierten Pinguin im Bunde namens Private (Smudo, der damit Die Fantastischen Vier komplettiert). Als unschlagbares Team soll ihnen noch eine glorreiche Zukunft bevorstehen. Wir befinden uns also in der Gegenwart. Die Pinguine aus Madagascar sind inzwischen waschechte Agenten-/Spionage-Profis und planen, in den Hochsicherheitsbereich von Fort Knox einzudringen, was ihnen mit gewisser Raffinesse sogar gelingen soll. 

movie-diepinguineausmadagascarSie kommen jedoch nicht wegen der dort gelagerten Goldreserven der USA, sondern wegen dem Inhalt eines banalen Snackautomaten, befüllt mit Käseflips. Überraschenderweise entwickelt dieser plötzlich ein seltsames Eigenleben… Tentakel greifen nach den Pinguinen und ehe sie realisieren, was gerade passiert, werden sie entführt. „Hinter feindlichen Linien und wahnsinnig durstig“ von den vielen Käseflips, treffen die vier auf einen gewissen Dr. Octavius Brine (gesprochen von Ilja Richter), wie er sich selbst umschreibt ein genialer Genforscher und doch nur ein verkleideter Schatten aus der Vergangenheit, der schnell seine Maske fallen lässt. Als Octopus Dave war er einst der Star im Central Park Zoo von New York City, bevor ihm die neu angekommenen Pinguine die Show stahlen und kein Besucher mehr so richtig Lust auf seine komische Erscheinung hatte. Er wechselte den Standort, flog jedoch auch aus weiteren Einrichtungen, nachdem Pinguine auf der ganzen Welt durch ihre niedliche Art an Beliebtheit kaum zu überbieten waren. Das stinkt Dave bis heute gewaltig, weshalb er jahrelang einen teuflischen Plan konzipierte, den er nun in die Tat umsetzen möchte.

Sein Werkzeug des unstillbaren Verlangens nach Vergeltung ist eine schillernde Flüssigkeit. Nähere Ausführung gibt es zu diesem Zeitpunkt des Animationsstreifens noch keine, was mitunter daran liegt, dass Skipper & Co. sich das „Medusa Serum“ schnappen und vor Dave’s Octopoden-Handlangern durch die Straßen von Venedig fliehen. In eine Sackgasse gedrängt, taucht Hilfe aus der Luft auf und mischt sich in das hektische Verfolgungs-Szenario ein. Es handelt sich um die tierische Eliteeinheit „Nordwind“ unter dem selbstbewussten Kommando von Agent Geheimsache. Statt Kompetenzen zusammenzulegen, Kräfte zu bündeln und gemeinsam mit den Pinguinen dem offensichtlichen Bösewicht der Story das Handwerk zu legen, will Nordwind die eigene Mission nicht gestört wissen, was selbstverständlich zu einem Interessenskonflikt führt. Dave entführt derweil mit breitem Grinsen weitere Pinguine aus Zooanlagen rund um den Globus. Was er wirklich vorhat, erfahrt Ihr, wenn Ihr den Film selbst anschaut.



redakteur-alex

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Alexander Riede ist der Meinung...
Der von seinen Kameraden unterschätzte Private möchte endlich als vollwertiges Mitglied seines Teams betrachtet werden und entpuppt sich im weiteren Verlauf der Handlung von Die Pinguine aus Madagascar als echte Geheimwaffe. Missverständnisse, neue Erkenntnisse, mehr Vertrauen und ein wunderbar skurriler Schurke machen die Story rund und unterhaltsam. Abgesehen von so manchem Subtext ist die Produktion aus dem Hause DreamWorks Animation auf das jüngere Publikum zugeschnitten, was keinesfalls heißen soll, es hätte nicht die gesamte Familie Spaß daran. Auch als Papa musst Du lernen: „stur lächeln und winken“.

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