Kino

Ideenarme Fantasy-Verfilmung.

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Kino:
Seventh Son 3D (2015)

Bewertung: 2 von 6
Studio: Universal Pictures
www.seventhson-film.de

Eine bessere Checkliste an gängigen Fantasy-Klischees, das ist Seventh Son in meinen Augen, denn mehr gibt der Streifen von Sergei Bodrov (Kinostart: 5. März) einfach nicht her. Weder ein Jeff Bridges noch eine Julianne Moore können daran etwas ändern. Beinahe etwas entschuldigend kann man zur Kenntnis nehmen, dass die Produktion durch einige wirklich schwere Unwetter segeln musste, die nicht zwangsläufig den steuernden Filmemacher in die Schuld nehmen. Trotzdem bleibt das Resultat leider unter dem aktuellen Durchschnitt des Genres. Letztlich ist es für das Publikum wichtig, was auf der großen Leinwand abgespielt wird, nicht wie es dorthin gelangt. Nur kann sich das Filmmaterial selbst durch einen sauberen 3D-Effekt nicht vor dem Untergang retten. Gehen wir doch die wichtigsten Punkte einer unnötig aufgeblähten Fantasy-Checkliste durch, damit wir sehen, wie schön sie von Seventh Son bedient wird.

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Leider kein Joker in Sicht.

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Kino:
Wild Card (2015)

Bewertung: 3,5 von 6
Studio: Universum Film
instagram.com/wildcard.derfilm

Was erwarte ich persönlich von einem Jason Statham Film? Einen schlecht gelaunten Hauptdarsteller, der ohne großes Wimpern-Zucken dutzende von bösen Buben noch traditionell handwerklich zerlegt. Bei Wild Card bekomme ich das auch in weiten Teilen, doch Regisseur Simon West versucht darüber hinaus noch ein wenig Charakterstudie und komplexe Ästhetik einzuweben. Damit setzt er aber leider auf die falsche Karte, wie mir scheint. Weder Handlung noch Darsteller geben das wirklich her und so erreicht der Film nur das übliche Action-Niveau. Nick Wild (Jason Statham) schlägt sich als Sicherheitsberater für den Anwalt Pinky in Las Vegas durch. Um seinen Traum von einem entspannten Leben auf Korsika zu verwirklichen, nimmt er gern auch mal dümmliche Jobs an.

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Rache trägt einen Namen.

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Kino:
John Wick (2015)

Bewertung: 4 von 6
Studio: Studiocanal
www.johnwick.de

John Wick (Keanu Reeves) ist ein gebrochener Mann: Als ihm der Krebs seine über alles geliebte Frau nimmt, verliert er damit die einzige Bezugsperson in seinem Leben. Alles was John jetzt noch bleibt, ist ein kleiner Hundewelpe, dem ihm seine Frau als Zeichen ihrer Liebe hinterlassen hatte. Der isolierte Alltag des wortkargen Zeitgenossen nimmt ein jähes Ende, als er im eigenen Haus auf brutale Weise von zwei Gaunern überfallen wird. Die schlagen ihn bewusstlos, klauen sein 1969er Ford Mustang Schmuckstück aus der Garage und töten zu allem Übel auch noch seinen vierbeinigen Freund. Was die Verbrecher nur leider nicht wissen: John Wick war früher der gefürchtetste Auftragsmörder seiner Zunft. Während sie also noch ihren vorläufigen Sieg ein wenig auskosten, gräbt John derweil seine alte Waffensammlung aus und schwört bittere Rache. Gangsterboss Viggo Tarasov, Vater eines der beiden Gauner, weiß allerdings bestens über Wick's Gefährlichkeit Bescheid und heuert sofort eine ganze Schar weiterer Killer zum Selbstschutz an. 

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Ein Fall für Johnny Depp.

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Kino:
Mortdecai - Der Teilzeitgauner (2015)

Bewertung: 4 von 6
Studio: Studiocanal
www.mortdecai.de

Die Karriere eines Johnny Depp schlingert in den letzten Jahren doch gewaltig. Als Captain Jack Sparrow beginnt er ernsthaft zu nerven, mit Lone Ranger und Transcendence erlitt er zwei volle Bruchlandungen. Da kommt eine Figur wie Charles Mortdecai gerade recht, um die alten Stärken wieder ausspielen zu können. Der exzentrische Adelige britischer Abstammung, welcher in seinem Oberlippenbärtchen eine neue Liebe gefunden hat und dafür sogar seine Ehe aufs Spiel setzt, scheint dem Hollywoodstar wie auf den Leib geschrieben. Dass Mortdecai – Der Teilzeitgauner nicht der Kultfilm geworden ist, den man hätte erwarten können, liegt aber nicht an Depp, sondern an einer zähen zweiten Hälfte. Dabei beginnt der Film sehr vielversprechend.

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Auserwählt die Welt zu verändern.

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Kino:
Exodus: Götter und Könige (2014)

Bewertung: 3 von 6
Studio: 20th Century Fox
www.exodus-derfilm.de

Ridley Scott, viel geschätzter Regisseur von Blockbustern wie Gladiator, Black Hawk Down oder zuletzt The Counselor, bringt mit Exodus: Götter und Könige pünktlich zur Weihnachtszeit eine ganz besondere Geschichte auf die große Leinwand. Nämlich die des Zweiten Buch Mose, welche die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei der ägyptischen Herrschaft thematisiert, mitunter bekannt aus dem Religionsunterricht der Grundschule. Die biblische Erzählung nimmt ihren Lauf 1300 vor Christus: Ägypten erstrahlt unter der Führung des Pharaos Seti (John Turturro) in vollem Glanz. Mit seinem Sohn Ramses (Joel Edgerton) und dem intelligenten Moses (Christian Bale) regiert er gemeinsam das stolze Reich und beherrscht das israelische Sklavenvolk. Als es unter den Sklaven vermehrt zu Aufständen kommt, beauftragt der Pharao kurzerhand Moses, den unerwünschten Vorkommnissen etwas auf den Grund zu gehen.

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