Metal - Hardcore

(K)ein bisschen müde zu schockieren.

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Review | Kritik | Bewertung
Marilyn Manson - The Pale Emperor (2015)

Bewertung: 4 von 6
Label: Vertigo Berlin (Universal Music)
www.marilynmanson.com

Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, wie wohl die perfekte Mischung aus Sexsymbol und Massenmörder aussehen könnte...? Nein? Dann geht es Euch wie mir. Brian Hugh Warner dagegen scheint sich mit derlei Gedanken bereits sehr früh auseinander gesetzt zu haben, denn anders ist nicht zu erklären, wie man auf einen derart ausgefallenen Künstlernamen der Sorte Marilyn Manson (zusammengesetzt aus dem Namen der Schauspielerin Marilyn Monroe und des Kriminellen Charles Manson) kommt. Unter diesem Pseudonym veröffentlichte Warner in der Vergangenheit einige kontrovers diskutierte Kunstwerke. Anfangs fiel Marilyn Manson eher durch seine provokante Art auf, die ihm im Zuge der Attentate an der Columbine High School nahe Littleton schwere Anschuldigungen von Seiten der Medien und der Politik einbrachte.

Weiterlesen: Marilyn Manson - The Pale Emperor

Im Spiegelbild verloren...

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Review | Kritik | Bewertung
Blind Guardian - Beyond The Red Mirror (2015)

Bewertung: 4 von 6
Label: Nuclear Blast
www.blind-guardian.com

Endlose fünf Jahre sind seit der letzten richtigen Veröffentlichung der deutschen Metal Band Blind Guardian vergangen. Zwischendurch haben uns die Krefelder zwar mit der Best of Kompilation Memories of A Time To Come (2012) versorgt, welches mit zahlreichen neu aufgenommenen Bandklassikern aufwarten konnte. Richtig neues Material gibt es jedoch erst mit dem Release von Beyond The Red Mirror. Inhaltlich schließt das neue Album an das 1995 erschienene Meisterwerk Imaginations From The Other Side an, musikalisch gehen Blind Guardian aber den bereits auf dem Vorgängeralbum At The Edge of Time (2010) eingeschlagenen Weg weiterhin unbeirrt fort. Das heißt konkret, die darauf enthaltenen Songs sind noch einmal deutlich progressiver und dadurch auch unglaublich schwer zugänglich geworden.

Weiterlesen: Blind Guardian - Beyond The Red Mirror

Lebenszeichen eines Genres.

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Review | Kritik | Bewertung
The Crown - Death Is Not Dead (2015)

Bewertung: 5 von 6
Label: Century Media Records
www.thecrownofficial.com

Das Genre Melodic Death Metal hatte zuletzt äußerst wenig zu bieten. Die Schweden von Scar Symmetry enttäuschten mit ihrem neuen Album The Singularity (Phase I – Neohumanity) ebenso wie ihre Landsleute von In Flames (für viele bekanntlich der Genre-Vorreiter schlechthin), die sich mit Siren Charms immer mehr dem Nu-Metal annähern. Einzig und allein At The Gates, die Gründungsväter dieser Spielart, konnten mit ihrem sensationellen Album At War With Reality im letzten Jahr überzeugen. Nun tritt mit The Crown eine weitere Band den Beweis an, dass Melodic Death Metal noch lange nicht tot ist. Nach ihrer Re-Union 2009 und dem Release Doomsday King (2010), bei welchem noch Sänger Jonas Stalhammar beteiligt war, erfreuen uns die Nordeuropäer mit ihrem nunmehr achten Studioalbum, welches passenderweise den Titel Death Is Not Dead trägt.

Weiterlesen: The Crown - Death Is Not Dead

Metal aus Spanien erobert die Bühnen Europas.

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Review | Kritik | Bewertung
Angelus Apatrida - Hidden Evolution (2015)

Bewertung: 5 von 6
Label: Century Media Records
www.angelusapatrida.com

Bei der Stilrichtung Thrash Metal denkt der eingefleischte Fan in erster Linie an große Bands wie Exodus, Testament oder Death Angel. All diese genannten Bands stammen aus der San Francisco Bay Area, einer Metropolregion im nördlichen Teil des US-Bundesstaates Kalifornien. Dass sich die Spanier Angelus Apatrida (spanisch für „Abtrünnige Engel“) in der Thrash Metal Hauptstadt wohl auch sehr wohl fühlen würden, zeigen die bisherigen vier Studioalben, welche das Quartett aus Albacete, einer Stadt ca. 200 km südöstlich von Madrid, in der mittlerweile 15 Jahre andauernden Schaffensphase aufgenommen haben. Zuletzt konnte man sogar mit den Veröffentlichungen Clockwork (2010) und The Call (2012) Platzierungen unter den Top 50 in den heimischen Charts erreichen. Außerhalb des iberischen Staates sind Angelus Apatrida zwar noch eher unbekannt, was sich nun aber mit Release von Album Nummer fünf - welches den Namen Hidden Evolution trägt und soeben bei Century Media erschienen ist - ändern soll.

Weiterlesen: Angelus Apatrida - Hidden Evolution

Die Kampfbestie führt den Siegeszug fort...

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Review | Kritik | Bewertung
Battle Beast - Unholy Savior (2015)

Bewertung: 4,5 von 6
Label: Nuclear Blast
www.battlebeast.fi

Der „Metal Battle“, seit 2004 fester Bestandteil des Wacken Open Air Festivals, bietet Newcomer-Bands aus aller Welt eine Plattform und konnte seitdem schon allerhand interessante Bands als Sieger hervorbringen. 2006 kürte die internationale Jury die Thrash-Metaller Drone aus Niedersachsen zum Sieger, 2011 gingen dann Hammercult aus Israel als Gewinner des alljährlich stattfindenden Wettbewerbs hervor. Beide konnten mit ihren 2014 veröffentlichten Alben noch mehr auf sich aufmerksam machen. Nun schickt sich eine weitere Band an, es den beiden erstgenannten Gruppen gleichzutun. Battle Beast aus Finnland gelang bereits zwei Jahre nach Bandgründung im Jahre 2008 der Erfolg beim „Metal Battle“ und sie konnten in der Folge auch einen Deal mit dem großen Label Nuclear Blast aushandeln.

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