Metal - Hardcore

Wenn Melancholie der guten Laune weicht...

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Review | Kritik | Bewertung
Audrey Horne - Pure Heavy (2014)

Bewertung: 3,5 von 6
Label: Napalm Records
www.audreyhornemusic.com

Auf den ersten Blick denkt man bei der Künstlerbezeichnung Audrey Horne an eine aufstrebende junge Sängerin, die im Stile von Britney Spears versuchen würde die brave Pop-Welt zu erobern. Allerdings ist diese Annahme weit gefehlt, denn hinter Audrey Horne verbirgt sich eine norwegische Rockband, die bereits seit 2002 existiert und sich aus einer Reihe erfahrener Musiker zusammen setzt, die sich alle um das Alter von 40 Jahren bewegen. Der Bandname, der bei der Gründung möglichst unkonventionell ausfallen sollte, geht auf einen Charakter aus der TV-Serie Twin Peaks von Kult-Regisseur David Lynch zurück. Ähnlich originell zeigten sich die fünf Jungs bisher auch in ihrer musikalischen Schaffensphase.

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Diskussionsstoff in Sachen Soundausrichtung.

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Review | Kritik | Bewertung
In Flames - Siren Charms (2014)

Bewertung: 3,5 von 6
Label: Sony Music
www.inflames.com

Es war ruhig geworden um die einstigen Melodic Death Metal Pioniere von In Flames. Nach dem Paukenschlag im Jahr 2010, als Gründungsmitglied und Songwriter der Band Jesper Strömblad völlig überraschend den anderen den Rücken gekehrt hatte und dem durchwachsenen zehnten Studioalbum Sounds of A Playground Fading, welches 2011 für Kontroversen innerhalb der großen Anhängerschaft sorgte, war zwischenzeitlich sogar gemunkelt worden, die Band könne sich auflösen. Dies trat aber nicht ein und so erfreuen uns die Göteborger aktuell mit der Veröffentlichung ihres nunmehr elften Albums Siren Charms. Eines gleich mal vorneweg: In Flames anno 2014 haben mit der großartigen Band der Jahrtausendwende, als man mit Alben wie dem meiner Ansicht nach unterschätzten Colony (1999), Clayman (2000) und dem alles überragenden Reroute To Remain (2002) eine Vormachtstellung im mitbegründeten Genre Melodic Death Metal eingenommen hatte, eigentlich nicht mehr viel gemeinsam.

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DragonForce machen wieder Tempo.

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Review | Kritik | Bewertung
DragonForce - Maximum Overload (2014)

Bewertung: 4 von 6
Label: earMUSIC
www.dragonforce.com

Die Band DragonForce aus London sorgt selbst heute noch für Gänsehaut meinerseits, hatte diese doch 2008 ein tiefliegendes Trauma bei mir verursacht. Noch im Rauschzustand der erfolgreichen Bewältigung des letzten Levels des Videospiels Guitar Hero III: Legends of Rock gab es als Zugabe den Hit Through Fire And Flames besagter britischer Band, die für Power bzw. Speed Metal steht. Beinahe grenzenlos überzeugt von meinen Fähigkeiten an der Spielkonsole vermutete ich in meiner Naivität, auch diesen Song locker zu meistern. Kaum eine Minute später (der Song dauert immerhin knapp acht Minuten!) wurde ich allerdings eines Besseren belehrt. Unzählige weitere Versuche waren zwecklos, ich hatte gewissermaßen meinen Meister gefunden.

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Lichtblick in der Dunkelheit eines Genres.

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Review | Kritik | Bewertung
Unisonic - Light of Dawn (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: earMUSIC
www.unisonic.org

Es war ein regelrechter Paukenschlag, als Michael Kiske - ehemals Sänger bei Helloween, einer der erfolgreichsten Metal Bands Deutschlands - im November 2009 die Gründung einer neuen Metal Formation mit dem Namen Unisonic verkündete, zusammen mit den beiden ehemaligen Pink Cream 69 Musikern Dennis Ward (Bass) und Kosta Zafiriou (Schlagzeug), sowie Gitarrist Mandy Meyer (früher bei Gotthard). Zu dieser stieß im Jahr 2011 schließlich auch noch Kai Hansen, den er aus seiner Anfangszeit bei Helloween bereits kannte. Paukenschlag deshalb, weil besagter Kiske Mitte der Neunziger Jahre eigentlich dem Metal entsagt und sich neben gemäßigter Rockmusik den Thematiken Moral und Religion zugewandt hatte.

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Pagan-Metal aus Bayern.

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Review | Kritik | Bewertung
Equilibrium - Erdentempel (2014)

Bewertung: 4,5 von 6
Label: Nuclear Blast (Warner)
www.equilibrium-metal.net

Es ist schon erstaunlich, wie sich manche Konzerterlebnisse im Gedächtnis festsetzen... Es war Oktober 2005 und in einem meiner Lieblingsclubs sollten verschiedene mir völlig unbekannte Bands auftreten. Dennoch bin ich zusammen mit Freunden hingegangen und sollte es auch nicht bereuen. Eine dieser Bands, die den Namen Equilibrium trägt, ragte nämlich an diesem Abend besonders heraus. Das anwesende Publikum feierte die Band dementsprechend und diese gab zum Dank eine Flasche Met aus, die dann im Publikum hin und her gereicht wurde. Nun, knapp neun Jahre später, hat sich einiges getan im Hause Equilibrium. Mit René Berthiaume ist nur noch ein Mitglied aus jener Zeit in der Band geblieben, alle anderen haben sich mittlerweile verabschiedet und wurden ersetzt.

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