Metal - Hardcore

Zwischen Erinnern und Verdrängen.

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Review | Kritik | Bewertung
Die Apokalyptischen Reiter - Tief.Tiefer. (2014)

Bewertung: 2,5 von 6
Label: Nuclear Blast (Warner)
www.tieftiefer.reitermania.de

„Falls wir je einem Genre angehört haben, so sind dessen Barrieren endgültig überwunden.“ lautet der Kommentar der Apokalyptischen Reiter zur ihrer neuesten Veröffentlichung. Tief.Tiefer ist kürzlich als Doppelalbum erschienen. 20 Songs mit einer Gesamtspielzeit von 75 Minuten umfasst das neunte Studioalbum der Thüringer Metal Band, die in der Tat bisher nur schwer in eine Genre-Schublade gesteckt werden konnte. Waren die ersten beiden Alben Soft & Stronger (1997) sowie Allegro Barbaro (1999) noch klar dem Death Metal zuzuordnen, so haben die „Reitermaniacs“, wie die Band von den eigenen Fans bezeichnet wird, in deren Folge immer mehr Melodien, außerdem klaren Gesang sowie Keyboardsoli eingebaut, so dass es einfach keine gängige Bezeichnung für die Musik der ostdeutschen Jungs gibt.

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Unbändige Spielfreude aus Hamburg.

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Review | Kritik | Bewertung
Venatic - Catalyst (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: Soulfood
www.venatic.net

„Ein Katalysator ist ein Stoff, der die Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion erhöht, ohne selbst dabei verbraucht zu werden und ohne die endgültige Lage des thermodynamischen Gleichgewichts dieser Reaktion zu verändern.“ So lautet jedenfalls die Definition des Katalysators, die im Jahre 1895 von Wilhelm Ostwald aufgestellt wurde. Den Versuch dieses Naturgesetz auf die Musik zu übertragen, wagen Venatic mit ihrer neuen Scheibe Catalyst. Nach zahlreichen EPs ist Catalyst tatsächlich die erste Veröffentlichung mit Albumlänge der fünf Hamburger Jungs. Produziert wurde das Album von Eike Freese, der unter anderem auch schon für Deep Purple und Gamma Ray gearbeitet hat. Das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen.

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Melodien aus der Dunkelheit.

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Review | Kritik | Bewertung
Insomnium - Shadows of The Dying Sun (2014)

Bewertung: 4,5 von 6
Label: Century Media (Universal Music)
www.insomnium.net

Death Metal zeichnet sich für gewöhnlich durch tief gestimmte Gitarren, reichliche Growls und ordentlich Doublebass-Gebolze aus. Melodien hingegen waren in dieser Stilrichtung lange völlig verpönt, ehe Bands wie At The Gates, In Flames und Dark Tranquillity - allesamt in der schwedischen Stadt Göteborg beheimatet – Mitte der Neunziger Jahre plötzlich mit Klargesang und melodischen Gitarrenmelodien aufwarteten. Schnell wurde das Subgenre als Melodic Death Metal bezeichnet und fand viele Anhänger auch außerhalb Schwedens. Unter anderem auch vier Jungs aus der ostfinnischen Stadt Joensuu, die im Jahre 1997 die Band Insomnium gegründet haben, mit dem Ziel ihren schwedischen Vorbildern nachzueifern.

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Neue Besetzung, gewohnter Sound.

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Review | Kritik | Bewertung
Sabaton - Heroes (2014)

Bewertung: 4 von 6
Label: Nuclear Blast
www.sabaton.net

Eine Brise Heldentum und jede Menge Pathos, so lautet das Erfolgsrezept der schwedischen Power Metal Formation von Sabaton. So war es auch nicht allzu verwunderlich, dass das 2012 veröffentlichte Album Carolus Rex, welches die ruhmreiche Geschichte des schwedischen Imperiums in der Zeit zwischen 1561 und 1721 erzählt, sich als voller Erfolg entpuppte und als bisher einziges der bis dato sechs Studioalben der Schweden mit Platin ausgezeichnet wurde. Eine hohe Hürde also für das brandneue, am 12. Mai veröffentlichte Album mit dem Titel Heroes, erst recht wenn man berücksichtigt, dass die Besetzung der Band mit Ausnahme der beiden verbliebenen Gründungsmitglieder Joakim Brodén (Gesang) und Pär Sundström (E-Bass) runderneuert wurde.

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Power-Metal Veteranen aus Fulda.

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Review | Kritik | Bewertung
Edguy - Space Police (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: Nuclear Blast (Warner)
www.edguy.net

Edguy zählen zu den aktuell erfolgreichsten deutschen Power-Metal Bands weltweit. Im Jahr 1992 von den damals 14-jährigen Schülern Tobias Sammet (Gesang), Jens Ludwig (Gitarre), Dirk Sauer (Gitarre) und Dominik Storch (der 1999 am Schlagzeug durch Felix Bohnke ersetzt wurde) gegründet, haben sich Edguy, allen voran das Mastermind Tobias Sammet trotz Ihres vergleichsweise jungen Alters von 36 Jahren bereits den Ruf einer echten Metal-Legende erspielt. Vollkommen zurecht, wie ich finde, denn meiner Ansicht nach sind die Hessen in der Tat nicht wegzudenken aus der deutschen Metal-Szene, man denke nur an das sensationelle Debütalbum Theater of Salvation aus dem Jahre 1999 oder das 2006er Werk Rocket Ride.

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