Metal - Hardcore

Was einem heutzutage alles so aufgetischt wird...

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Review | Kritik | Bewertung
Steel Panther - All You Can Eat (2014)

Bewertung: 4,5 von 6
Label: Open E Music (rough trade)
www.steelpanther.tv

Los Angeles, Sunset Strip, Rainbow Bar: Bei diesen Schlagwörtern denkt man doch gleich an die glorreiche Zeit des Glamrocks bzw. Hair Metals aus den Achtziger Jahren. Das Markenzeichen der meisten Bandmitglieder von damals: lange, meistens dauergewellte Haare, Make-Up, schrille Klamotten und jede Menge Haarspray. Diese Stilrichtung hatte ihren Ursprung in besagter kalifornischer Stadt und brachte Bands wie Mötley Crüe, Warrant, Ratt, L.A. Guns und wie sie alle heißen hervor. Nun etwa 25 Jahre nachdem Grunge, allen voran die Herrschaften von Nirvana dem Hair Metal den Rang abgelaufen hatte, trauen sich weitere Vertreter wie The Darkness, Black Veil Brides oder Steel Panther tatsächlich noch in ähnlichen Outfits auf die Bühne und versetzen einen in diese fast schon vergessene Zeit zurück.

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Ein Album feiert sein Jubiläum.

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Review | Kritik | Bewertung
Manowar - Kings of Metal MMXIV (2014)

Bewertung: 2 von 6
Label: Magic Circle (Alive)
www.manowar.com

Happy Birthday Manowar, alles Gute zum Geburtstag dem Meilenstein der Metal-Geschichte Kings of Metal. Wo andere es dabei belassen würden und sich freuen, dass ein eigenes Album selbst nach einem Vierteljahrhundert immer noch so großen Zuspruch und positive Kritiken erhält, erweisen sich Manowar als deutlich einfallsreicher. Pünktlich zum Jubiläum erscheint nämlich Kings of Metal MMXIV, das komplett neu eingespielte Erfolgsalbum aus dem Jahre 1988, inklusive einer Gratis-CD, die eine Vielzahl an Instrumental-Versionen enthält. Jetzt stellt sich die Frage, wieso sich Manowar genötigt fühlen, das Album neu aufzunehmen? Klar, sind die Möglichkeiten heute noch viel besser geworden, das perfekte Album mit dem perfekten Sound einzuspielen. Aber besteht da von Seiten der treuen Fans überhaupt Bedarf?

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Die ausgestoßenen Kinder Finnlands.

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Review | Kritik | Bewertung
Sonata Arctica - Pariah's Child (2014)

Bewertung: 5,5 von 6
Label: Nuclear Blast (Warner)
www.facebook.com/sonataarctica

Wölfe und Heavy Metal gehören für mich irgendwie zusammen, ähnlich wie Ying und Yang, Hanni und Nanni oder Siegfried und Roy. Ganz besonders zeigt sich das bei der Band Sonata Arctica, deren Sänger Tony Kakko das mit allerhand Mythen belegte Raubtier zudem zu seinen persönlichen Lieblingstieren zählt. Bisher haben sich die Finnen damit begnügt, einige Songs über Wölfe, wie etwa Wolf And Raven und FullMoon zu schreiben, nun schafft es das Tier auch zum ersten Mal auf das Cover eines Sonata Arctica Albums. Das neue, zehn Tracks umfassende Werk trägt den Namen Pariah's Child und ist das mittlerweile achte Studioalbum der Symphonic-Metal Band, die sich wie von Kakko angekündigt mit dem neuen Release wieder mehr früheren Werken Ihrer musikalischen Schaffensphase annähern wollen.

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Metal aus Italien.

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Review | Kritik | Bewertung
Lacuna Coil - Broken Crown Halo (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: Century Media (Universal)
www.lacunacoil.it

Das Jahr 1996 ist gerade vielen Fußballfans noch in guter Erinnerung. Damals gelang Deutschland zuletzt der Triumph bei einem großen internationalen Turnier. Aber auch in Sachen Metal oder genauer gesagt im Female Fronted Metal ist das Jahr 1996 sehr geschichtsträchtig, wenn man so will. Internationale Größen wie Nightwish, Within Temptation und Lacuna Coil erblickten damals das Licht der Welt. Zwar gilt als eigentliches Gründungsjahr der italienische Gothic-/Alternative-Metal-Band Lacuna Coil das Jahr 1994, jedoch in den Anfangstagen noch unter dem Namen Sleep of Right und ohne ihre heutige Sängerin Christina Scabbia. Im Gegensatz zu Within Temptation und allen voran Nightwish warten die Musiker aus Mailand jedoch bisher noch auf den ganz großen Durchbruch in Europa, obwohl ihr Album Comalies aus dem Jahre 2002 aktuell immer noch als das meistverkaufte Release ihres Labels Century Media gilt.

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Wenn einen die Realität auffrisst...

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Review | Kritik | Bewertung
Caliban - Ghost Empire (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: Century Media (Universal)
www.calibanmetal.com

Metalcore lebt! Nachdem Heaven Shall Burn vor etwa einem Jahr mit dem Album Veto mit Platz 2 einen sensationellen Charterfolg feiern durften, schicken sich nun die Century Media Label Kollegen von Caliban an, mit ihrem neuen Werk Ghost Empire ähnliches zu vollbringen. Bereits bei den acht Vorgängeralben haben sich Caliban nie dem typischen Metalcore-Muster unterworfen, sondern haben immer wieder versucht, ihren Sound durch neue Elemente zu beleben und weiterzuentwickeln. So bauen Caliban in Ghost Empire vermehrt Klargesänge durch Rhythmus-Gitarrist Dennis Schmidt und Sänger Andreas Dörner ein. Wer aber meint, dass die Songs dadurch an Härte verlieren, den darf ich hier guten Gewissens beruhigen.

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