Metal - Hardcore

Ein monströses Feuerwerk.

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Review | Kritik | Bewertung
Within Temptation - Hydra (2014)

Bewertung: 6 von 6
Label: BMG Rights Management
www.within-temptation.com

Die Hydra ist ein schlangenartiges Monster aus der griechischen Mythologie. Das Biest lebte in Sümpfen und kam nur an Land, um Beute zu reißen. Wollte man es umbringen, indem man ihm den Kopf abschlug, wuchsen an dessen Stelle zwei neue Köpfe nach. Nach diesem gefährlichen und zählebigen Monstrum haben die niederländische Symphonic-Metaller von Within Temptation ihr neues Album benannt und wollen damit wohl ein Stück weit zum Ausdruck bringen, dass sie selbst ebenso unbezwingbar sind wie die mythische Hydra. Immerhin gibt es die Band schon seit mehr als 16 Jahren und die fünf Alben, die seit der Gründung erschienen sind, verkauften sich allesamt wie geschnitten Brot. Dass es sich mit Hydra da wohl wenig anders verhalten wird, wurde mir spätestens nach erstmaligem Durchhören der neuen Scheibe bewusst, denn Within Temptation präsentieren zehn energiestrotzende Tracks, die mich schon ab den ersten Akkorden in ihren Bann gezogen haben.

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Überzeugender Metal-Sound aus Israel.

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Review | Kritik | Bewertung
Hammercult - Steelcrusher (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: Sonic Attack
www.hammercult.com

Es wäre interessant zu erfahren, ob Yakir Shochat und seine Bandkollegen das alles, was um die eigene Band Hammercult herum aktuell passiert, so richtig begreifen können. Viel zu steil war der rasante Aufstieg, den die fünf Israelis in der dreijährigen Bandgeschichte hingelegt haben, weshalb es selbst Außenstehenden wie mir schwer fällt, das Ganze recht zu glauben. Bereits zehn Monate nach ihrer Bandgründung gelang den Jungs ein herausragender Erfolg auf dem legendären Wacken Open Air im Norden Deutschlands, als man sich im alljährlich durchgeführten Metal Battle gegen 29 andere internationale Bands durchsetzen konnte. Nun, zweieinhalb Jahre später veröffentlichen Hammercult  bereits ihr zweites Studioalbum, dass den Namen Steelcrusher trägt.

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Ein klangliches Gewand, das noch nicht so ganz passen will.

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Review | Kritik | Bewertung
Deadend In Venice - A View From Above (2013)

Bewertung: 2 von 6
Label: Kick The Flame
www.deadend-in-venice.de

Zarte Frauenstimmen in Heavy Metal Bands haben derzeit so etwas wie Hochkonjunktur, könnte man meinen, so also  auch bei der sächsischen Formation von Deadend In Venice. Musikalische Vorbilder gibt es dabei reichlich, allen voran die Symphonic Metaller von Nightwish und Within Temptation, die es mit klarem Frauengesang bis in die vorderen Reihen der Charts geschafft haben. Dass ich jedoch einmal in einer Melodic Death Metal Band damit konfrontiert werde, hätte ich in dieser Ausprägung jedoch ehrlich gesagt nicht erwartet. Nun gut, Angela Gossow singt beispielsweise bei den Genre-Kollegen von Arch Enemy, deren Stimme ist aber alles andere als zart und klar geprägt.

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Wenn einem das Rockerleben lieb und teuer geworden ist.

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Review | Kritik | Bewertung
Volbeat - Outlaw Gentlemen & Shady Ladies Tour Edition (2013)

Bewertung: 4,5 von 6
Label: Vertigo Berlin (Universal)
www.volbeat.dk

Wie kann ich kurz vor Weihnachten meinen Fans noch den einen oder anderen Euro aus der Tasche ziehen? Diese Frage scheint auch Volbeat, besser gesagt deren Plattenfirma beschäftigt zu haben. Eine geradezu patentverdächtige Idee (wenn sie nicht leider schon branchenüblich wäre, Anm. der Red.): Wir werfen einfach das aktuelle Album Outlaw Gentlemen & Shady Ladies noch einmal auf den Markt, hängen einen mittelmäßigen Song als Bonus Track dran und weil Weihnachten vor der Tür steht, gibt es sozusagen „gratis“ eine DVD mit Konzertausschnitten zur aktuellen Tour obendrauf. Das Ganze nennt sich dann Tour Edition und ist zu einem Vorzugspreis von knapp 20 Euro erhältlich. Der eingefleischte Fan wird wohl auch dafür bezahlen.

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Was für eine Entdeckung aus Münster!

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Review | Kritik | Bewertung
Eat The Gun - Stripped To The Bone (2013)

Bewertung: 6 von 6
Label: Steamhammer
www.eatthegun.com

Seit mittlerweile elf Jahren sollen die Herren von Eat The Gun doch tatsächlich schon im Geschäft sein, wie mir der mitgelieferte Pressetext verrät. Und ich frage mich, wo haben sich die drei Münsteraner denn die ganze Zeit versteckt?! Gerade in jener Zeit um das Jahr 2006, in dem ich häufig auf Festivals anzutreffen war und ich mich vorab über jede einzelne mir bis dahin unbekannte Band erkundigte, hätte mir diese Formation doch auffallen müssen. Dem war aber nicht so. Zu meinem persönlichen Bedauern, denn eigentlich steht die Band um Hendrik Wippermann (Gesang und Gitarre), Gereon Homann (Schlagzeug) und Bassist Peter Bergmüller (der Neuling in der Band) Genrekollegen wie Hardcore Superstar, Backyard Babies oder Danko Jones in Nichts nach und so war ich nach dem ersten Höreindruck doch sehr verwundert.

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