Metal - Hardcore

Manchmal muss man eben Mut beweisen.

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Review | Kritik | Bewertung
Baby Lou - Stagediving Into Total Darkness (2013)

Bewertung: 4 von 6
Label: 141 records
www.baby-lou.org

Ein Screamo-Album nur auf LP zu veröffentlichen ist, wie wenn Ferrari plötzlich nur noch Elektro-Autos produzieren würde. Gutgemeinte Idee, aber Abnehmer werden sich dafür wohl nur sehr wenige finden. Baby Lou aus dem Saarland hatten genau diese Idee und sich auf das gute alte Vinyl beschränkt, statt ihr neues Album Stagediving Into Total Darkness wie üblich auf CD zu pressen. Schade eigentlich, denn die Platte kann so einiges (mittlerweile kann man sich dieses auch bei Amazon als MP3 holen, Anm. der Red.). Bereits der Opener K-Tower gibt die Marschrichtung eindeutig vor. Und diese heißt: Vollgas vorwärts. Hat man sich erst an die oft schräg klingende Schreistimme des Sängers Marco Korz und an die dissonanten Keyboards gewöhnt, wird man an dieser Nummer, ebenso wie am Folgesong Heavy Metal Workshop seinen Spaß haben.

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Veränderte Perspektiven und ein Blick nach vorne.

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Review | Kritik | Bewertung
Korn - The Paradigm Shift (2013)

Bewertung: 4 von 6
Label: Capitol (Universal)
www.korn.com/paradigmshift

Korn sind zurück! Nun möchte der geneigte Leser vielleicht zurecht anmerken, dass die US-Amerikaner nie wirklich weg waren, jedoch kehrt mit Brian „Head“ Welch der Gitarrist zurück, mit dem Korn um die Jahrtausendwende Ihre bisher größten Erfolge gefeiert haben und dabei mit Ihrem Sound unzählige Bands animiert haben, diesen besonderen Stil, den sogenannten Nu-Metal, nachzuahmen. Und so kann man meiner Ansicht nach vollkommen zurecht von einer Art Reunion sprechen. Neben „Head“ ist und bleibt Sänger Jonathan Davis der kreative Kopf der kalifornischen Rockband. Seine spezielle, variantenreiche Stimme prägen Korn und machen sie unverwechselbar. Ihr neues Album The Paradigm Shift soll die Band nach der Experimentierphase der The Path of Totality-Ära wieder auf den (erfolgreichen) alten Pfad zurückführen.

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Wer anderen die schlechte Laune stiehlt...

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Review | Kritik | Bewertung
In Extremo - Kunstraub (2013)

Bewertung: 5 von 6
Label: Vertigo Berlin (Universal)
www.inextremo.de

Seit mittlerweile knapp 20 Jahren sind In Extremo nun im Geschäft. Anfangs, als man noch auf kleinen Mittelaltermärkten traditionelle Akustikstücke mit ebenso traditionellen Instrumenten spielte, hatte wohl keiner damit gerechnet, dass sich aus dieser Formation einmal eine der erfolgreichsten deutschen Bands entwickeln würde. Denn bereits die letzten beiden Studio-Veröffentlichungen Sängerkrieg (2008) und Sternenreisen (2011) landeten auf Platz eins der deutschen Album Charts. Und so ist die Erwartungshaltung an das mittlerweile elfte Album nicht gerade gering. Aber wer könnte mit dem Druck besser umgehen, als die Erfinder des „Mittelalter Rock“. Nach  dem ersten Höreindruck bestehen auch keinerlei Zweifel daran, dass auch dieses Album erfolgreich sein wird.

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Verloren im Metal-Dschungel.

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Review | Kritik | Bewertung
Scale The Summit - The Migration (2013)

The Migration - Scale the SummitBewertung: 3 von 6
Label: Metal Blade (Sony Music)
www.scalethesummit.com

Die Progressive-Metaller von Scale The Summit haben Mitte Juni 2013 ihr viertes und neuestes Album mit dem Titel The Migration veröffentlicht und da ich gerne mit etwas Positivem beginne, beschreibe ich zunächst mal das CD-Cover. Darauf zu sehen ist die Zeichnung einer Art “Baum-Lebewesen”. Mit mehreren knorrigen Stämmen stützt es sich auf den Boden, es besitzt einen verdickten Mittelteil und eine sich emporästelnde Krone. Das Gebilde wirkt wie eine Art Dinosaurier, der überwuchert wurde vom satten Grün, am Horizont sind noch andere solche Baumkreaturen zu sehen, am aquarellierten Himmel ziehen Vögel dahin.

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Smooth Criminals in buntem Soundgewand.

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Review | Kritik | Bewertung
Volbeat - Outlaw Gentlemen & Shady Ladies (2013)

Outlaw Gentlemen & Shady Ladies (Deluxe Version) - VolbeatBewertung: 5 von 6
Label: Vertigo
www.volbeat.dk

Volbeat haben über die letzten Jahre mächtig Staub aufgewirbelt im europäischen Metal-Einerlei, und mit ihrem unverkennbaren Stilmix aus Metal, Rockabilly und gutem altem Rock'n'Roll Fans quer durch alle Sparten härterer Musik gewonnen. Das fünfte Album der Dänen schickt sich nun an, noch ein paar Western-Elemente und ein gerüttelt' Maß gute Laune in diesen brodelnden kreativen Topf zu werfen, und demonstriert famos eine gelungene Gratwanderung zwischen einer Vielzahl musikalischer Einflüsse.

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