Metal - Hardcore

Am Ende doch nur heiße Luft.

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Review | Kritik | Bewertung
Kamelot - Silverthorn (2013)

Silverthorn - KamelotBewertung: 2 von 6
Label: Steamhammer
www.kamelot.com

Hachja, Kamelot... seit 1991 halten diese wackeren Amerikaner die Fahne des in ihrer Heimat ziemlich unpopulären Power Metal hoch und stehen dabei ihren europäischen Kollegen in puncto Pathos und Spielfreude in nichts nach. Mit Silverthorn erreicht nun das zehnte Studioeisen dieser personell recht unbeständigen Truppe unsere Gestade und demonstriert eindrucksvoll, welche irreparablen Schäden ein Übermaß von Möchtegern-Bombast anrichten kann. Bereits das Intro Manus Dei macht klar, wohin die Reise mit Silverthorn gehen wird: Wuchtig anschwellende Orchesterklänge, ein unheilschwanger tönender Chor und eine mit Grabesstimme vorgetragene Erzählung rufen unweigerlich Erinnerungen an die besseren Tage von Rhapsody wach und bereiten sehr schön auf den cineastischen Charakter dieses Konzeptalbums vor.

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Wer die Sonne verdunkeln möchte…

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Review | Kritik | Bewertung
Sevendust - Black Out The Sun (2013)

Black Out the Sun - SevendustBewertung: 3,5 von 6
Label: Warner Music
www.sevendust.com

Befragt man eine Band wie Sevendust nach einer Eingruppierung ihrer Musik in bestimmte Stilrichtungen, würden sie sich selbst wohl als „irgendetwas zwischen Heavy, Rock und Metal“ bezeichnen, weil eine exakte Definition von Post-Grunge bis Nu-Metal einfach sehr schwerfällt. Befragt man die fünf Herren um Leadsänger Lajon Witherspoon, den Bassisten Vince Hornsby, die beiden Gitarristen Clint Lowery und John Connolly sowie Drummer Morgan Rose zu ihrer Karriere, die 1994 noch als Crawlspace und einem Beitrag für den Mortal Kombat Soundtrack (My Ruin) begann, würden sie in Erinnerungen an so manche Höhen und Tiefen schwelgen.

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Deutlich mehr als typischer Disturbed Vibe.

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Review | Kritik | Bewertung
Device - Device (2013)

Device (Deluxe Version) - DeviceBewertung: 5,5 von 6
Label: Warner Music
www.deviceband.com

Wer sich im vergangenen Jahr als Kinobesucher am vierten Teil der Underworld Fantasy-/ Horrorfilmreihe erfreute, dürfte sich ein gewisses Klangbild des Soundtracks gemerkt und vielleicht sogar liebgewonnen haben. Ein futuristisch anmutender Industrial Rocksound, den man von Genretypischen Bands wie Nine Inch Nails kennt, beeinflusste mitunter auch das Klangbild der Gruppe Filter und somit jene musikalische Prägung ihres Gitarristen Geno Lenardo. Dieser beteiligte sich mit einigen Stücken für den Score von Underworld: Awakening und konnte den Disturbed Sänger David Draiman für seine Arbeit begeistern, schließlich hatte dieser nach der Verkündung einer Pause mit unbestimmter Länge seiner Alternative Metalband gegen Ende 2011 Zeit und Lust auf Neues.

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Das Warten hat sich gelohnt!

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Review | Kritik | Bewertung
HIM - Tears on Tape (2013)

Tears On Tape - HIMBewertung: 5 von 6
Label: We Love Music (Universal)
www.heartagram.com

Was lange währt, wird endlich gut. Die finnische Dark-Metal Band HIM, die bereits im Jahr 1995 gegründet wurde, hatten ihre größten Erfolge um die Jahrtausendwende, als sie mit ihrem zweiten Album Razorblade Romance international so richtig durchstarteten. Wem ist aus der damaligen Zeit wohl nicht immer noch Join Me ein Begriff – um  nicht zu sagen ein Song, bei dem man wahrscheinlich nach wie vor noch ohne Probleme zumindest den Refrain mitsingen kann. Nach diesem grandiosen Auftakt folgten noch einige weitere Alben, bei denen uns die Finnen zeigten, dass sie sich nicht ganz auf eine Stilrichtung festlegen wollen und immer wieder für eine Überraschung gut sind.

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Wann ist der Mensch ein Mensch?

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Review | Kritik | Bewertung
Hassliebe - Sklave der Neuzeit (2013)

Sklave der Neuzeit - HassLiebeBewertung: 4,5 von 6
Label: Mucky Pup Music
www.hassliebe.de

Betrachtet man nun rein das brachiale Cover des Albums, vermutet man im ersten Moment ein aufwühlend aggressives Stück Musik, das vor allem Eines möchte: um jeden Preis die nötige Aufmerksamkeit erregen. Vielleicht bestärkt ein Bandname wie Hassliebe diesen Eindruck auch noch und drängt womöglich falsche Assoziation einer gewissen Zielgruppe auf, was nach 53 Minuten Gesamtspieldauer von Sklave der Neuzeit vollkommen absurd erscheint. Die Herren aus dem bayerischen Harburg haben tatsächlich etwas zu sagen und transportieren ihre Messages in einem wirkungsvollen Soundgewand aus wuchtigem Heavy Metal gepaart mit trotziger Punk-Attitüde.

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