Metal - Hardcore

Das waren noch Zeiten…

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Review | Kritik | Bewertung
Rage Against The Machine - RATM XX (2012)

Rage Against the Machine XX (20th Anniversary Edition) - Rage Against the MachineBewertung: 3 von 6
Label: Sony Music
www.ratm.com

Sammlerstücke sind etwas Feines, auch wenn ich dem kreativen Gestalter der Pappschuber-Box zum 20. Jubiläum eines echten Meilensteins des Crossover Musikgenres wie dem gemäß Bandnamen betitelten Debütalbum Rage Against The Machine am liebsten eine ordentliche Kopfnuss verpassen würde. Wenn ich mir schon aus irgendwelchen nostalgischen Gründen die XX-Ausgabe zulege, dann möchte ich eigentlich nicht die einzelnen Silberlinge mühsam rausfriemeln müssen, so dass sich schön viele Fingerabdrücke auf der Unterseite sammeln.

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Alt, bunt und immer noch geil.

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Review | Kritik | Bewertung
Kiss - Monster (2012)

Monster - KISSBewertung: 4 von 6
Label: Universal
www.kissonline.com

37 Jahre ist es her, dass die musikalischen Dinosaurier von Kiss ihren selbstbetitelten Erstling aus dem Presswerk hoben. Seit fast vier Jahrzehnten werfen sich die vier Männer aus New York in ihre mittlerweile ikonischen Outfits und bringen schmissigen, rotzigen und zuweilen etwas arg radiotauglichen Hardrock auf die Bühnen und in die CD-Player der Welt. Auch ihr nunmehr zwanzigstes Studioalbum Monster stellt für die dauerbemalten Rocklegenden kein Haltesignal dar. Im Gegenteil versprechen Kiss für ihr Jubiläumsalbum eine Rückbesinnung auf alte Tage und das Ende von Trennungs-Hickhack und Schnulzen-Singles: „No fillers, no ballads“ kündigt das Booklet an und dieses Versprechen hält die Scheibe. Hell, yeah.

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Skandalös hoch 3?

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Review | Kritik | Bewertung
Der W - III (2012)

III (Deluxe Version) - Der WBewertung: 4 von 6
Label: 3R Entertainment (Tonpool)
www.der-w.de

Wie startet man eigentlich geschickterweise eine Plattenkritik zum neuen Album eines Solokünstlers, dessen Bandvorgeschichte einen langen Rattenschwanz an politisch-motivierten Orientierungsdebatten nach sich zieht? Indem man sie bestenfalls einfach ignoriert und das Böhse Onkelz Phänomen, zerrissen von Empörung und Begeisterung gleichermaßen ruhen lässt. Schließlich handelt es sich bei dem schlicht betitelten III bereits um das dritte Release des ehemaligen Onkelz Bassisten Stephan Weidner, der damals schon für die Texte der wohl umstrittendsten deutschen Rockband überhaupt verantwortlich war und seit deren Auflösung im Jahr 2005 als Der W auch gesanglich in Erscheinung tritt.

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Pragmatischer Metal, mal hart, mal sanft.

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Review | Kritik | Bewertung
Fire on Dawson - Seven Billion And A Nameless Somebody (2012)

7 Billion and a Nameless Somebody - Fire On DawsonBewertung: 4 von 6
Label: Degressive Records
www.fireondawson.com

Wenn ich mich auf das Schreiben eines Musik-Reviews über eine Band, die ich nicht kenne vorbereite, versuche ich meist zu verstehen, wo der besondere Charakter des Künstlers oder der Gruppe zu verorten ist. Ich bemühe mich, erwähnenswerte Details zu finden, die es mir leichter machen, ein gefälliges Intro zu verfassen, um dann irgendwann auf die eigentliche Substanz sprechen zu kommen: die Musik. Im Falle der in Karlsruhe beheimateten Band Fire on Dawson fiel mir das etwas schwer. Ich fand nicht viel mehr als trockenes Faktenwissen: 2006 gegründet, durchlebte die Band sowohl einige personelle Wechsel als auch eine stilistische Veränderung von funkigem Rock hin zu mäßig hartem Metalsound.

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Von wackeren Wikingern und fallenden Feudalherren.

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Review | Kritik | Bewertung
Winterstorm - Kings Will Fall (2012)

Kings Will Fall - WinterstormBewertung: 3 von 6
Label: Finest Noise
www.winterstormarea.com

Wer Power Metal spielt, der hat es immer ein wenig schwer, seinen Sound im Einerlei dieser schwermetallischen Spielart eindeutig zu positionieren und seiner Band einen unverkennbaren Klang zu verpassen. Diesem Untergehen in zumeist mittel- und südeuropäischem Mischmasch aus schnellen Gitarrenläufen, hohen Vocals und Fantasy-Thematik kann auf verschiedene Weise entgegengewirkt werden, die Jungs von Winterstorm pfeifen in ihrem zweiten Album auf jedes Alleinstellungsmerkmal und bedienen stattdessen unverdrossen alle Stereotypen des Genres. Power-Puristen wird das Freudentränen in die Augen treiben, aber hält Kings Will Fall auch einem kritischen Blick schwertschwingend stand?

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