Prügeln bis der Arzt kommt.

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Review | Kritik | Bewertung
Dragon Ball Xenoverse (2015)

Bewertung: 3,5 von 6
Hersteller: Bandai Namco Games
www.facebook.com/BandaiNamcoUS

Jahrelang begleiteten mich Son Goku und seine Kameraden mit der Anime-Serie Dragon Ball durch meine Kindheit und die anschließende Jugendzeit. Seit etlichen Jahren gibt es natürlich auch eine dazugehörige Spielereihe, welche so ihre Höhen und Tiefen erlebte. Erfreulicherweise zählt der neue Titel Dragon Ball Xenoverse wieder zu den Höhen. Dieses mal müssen wir uns nicht mit einer geradlinigen Story herumschlagen, sondern dürfen selbst fleißig mitgestalten. Irgendetwas oder Irgendjemand greift in den Lauf der Zeit ein und ist somit dafür verantwortlich, dass sich die Gegenwart verändert. Als Teil der Zeitpolizei unter der Führung von Trunks ist es an uns, in der Vergangenheit veränderte Geschehnisse wieder ins Lot zu bringen. Das bedeutet, wir reisen zu Schlüsselereignissen der Dragon Ball Saga und sorgen mit brachialer Gewalt dafür, dass die dortigen Kämpfe zu unseren Gunsten ausgehen. Da Trunks und seine „Time Patrol“ diese Mission nicht alleine schaffen können, bittet Trunks den Drachen Shenlong darum, den „Superkrieger“ (was natürlich ihr seid) zu entsenden, um ihn bei seinem Kampf zu unterstützen.


Da der Drache bekanntlich fast jeden Wunsch erfüllt, dürft Ihr Euch diesen Superkrieger zunächst selbst modellieren. Das Geschlecht, Gesicht, Haare, Körperdimension und Rasse sind frei wählbar. Jede Rasse hat seine eigenen Vorzüge wie freischaltbare Kostüme und diverse Attacken. Erschwert wird die Auswahl zusätzlich, indem Ihr Euch für einen Krieger des Nah- oder Fernkampfes entscheiden müsst. Nachdem Shenlong Trunks Wunsch erfüllt, müsst Ihr auch gleich in einem Tutorial mit Trunks kämpfen. In Toki-Toki, der Basis unserer Zeitpolizei, können wir nun frei entscheiden, wie wir weitermachen wollen. Ob wir lieber kooperativ miteinander oder auch im Versus-Modus gegeneinander antreten, bleibt jedem Spieler selbst überlassen. Wer nicht mit anderen Spielern interagieren möchte, kann genauso gut auch alle Quests alleine mit NPC Kameraden bestreiten. Stößt man in der Story auf eine Mission, die sich letztlich als zu schwer herausstellt, könnt Ihr in zahlreichen Nebenmissionen Euren Helden besser trainieren.

game-dragonballxenoverseJeder Kampf beschert wichtige Erfahrungspunkte und je nach Leistung auch Gegenstände zur Charakterindividualisierung oder weitere Fähigkeiten. Überraschend ist die Tatsache, dass sich die Steuerung sehr intuitiv gestaltet. Bis auf ein paar Kniffe lässt es sich nach der kurzen Einführung bereits recht professionell kämpfen und hier wird der große Unterschied zu anderen Beat‘em Up Games deutlich: Statt der gewohnten, unendlich komplexen und Finger brechenden Kombos setzt Dragon Ball Xenoverse vorwiegend auf einfache Attacken, welche sich durch leicht steuerbare Sonderattacken zudem kombinieren lassen. So ist für ein berühmtes „Kame-Hame-Ha“ nicht mehr nötig, als die Schultertaste und den entsprechenden Button zu drücken. Damit sich diese Spezialattacken auch richtig entfalten können, bieten die verschiedenen Locations ausreichend Platz und zeigen deutliche Spuren unseres Kampfes auf, welche leider nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Genügend Kampffläche ist bei Dragon Ball ein absolutes Muss, denn statt ausschließlich auf dem Boden zu kämpfen, bewegen wir uns genauso grazil in der Luft oder im Wasser.

Da wir uns in einem dreidimensionalen Raum aufhalten, gestaltet sich allerdings die Orientierung stellenweise als echte Herausforderung. Wobei auch das nach einigen Kämpfen nur noch zu einer ab und zu nervigen Nebensache wird. Rein optisch betrachtet, bietet Dragon Ball Xenoverse leider keinen allzu großen Augenschmaus. Von Next-Gen Feeling, was uns die Xbox One locker bieten könnte, ist weit und breit nichts zu sehen. Es erinnert mich eher an die Anfänge der alten Konsolen-Generation. Diverse Zwischenszenen sind nicht extra aufpoliert worden und kommen mit den Sprüchen eher Plump rüber. Lange Ladezeiten und teilweise sogar Spielabstürze sorgen für ein gewisses Maß an Frust. Bei Onlinekämpfen kommt als weiteres großes Ärgernis hinzu, dass einige Spieler durch Lags eher orientierungslos durch die Gegend hüpfen, als wirklich am Kampfgeschehen teilzunehmen. Hier gibt es noch deutlich Luft nach oben oder eben Nachholbedarf durch Patches.



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Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Jona Ruhland ist der Meinung…
Dass Dragon Ball Xenoverse einiges besser macht als seine direkten Vorgänger. Mal abgesehen von der Grafik und diversen technischen Problemen stellt sich das Game als abwechslungsreicher Beat’em Up Vertreter mit RPG Ansätzen heraus. Sofern denn alles funktioniert, macht das Kämpfen mit den Helden aus meiner Jugendzeit richtig Spaß. Ich hoffe, dass das Team von Bandai Namco Games im nächsten Teil der Serie die Ressourcen der neuen Konsolen-Generation besser ausnutzt und die technischen Probleme in den Griff bekommt. Jedenfalls ist das Spiel sowohl für Anfänger als auch Profis geeignet. Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen: haut ordentlich rein!

Preisvergleich: Dragon Ball Xenoverse