PC

Vermeintlich verbesserte Version.

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Review | Kritik | Bewertung
Resident Evil 4 Ultimate HD Edition (2014)

Bewertung: 3,5 von 6
Hersteller: Capcom
www.capcom-europe.com

Klappe, die zweite. Erneut versucht Capcom seinen 10 Jahre alten Blockbuster Resident Evil 4 für den PC-Markt zu rüsten. Schmerzlich erinnern wir uns an die Horrorvorstellung aus dem Jahr 2007 beim ersten Versuch. Katastrophale Grafik-Fehler und eine unzumutbare Steuerung machten die Konvertierung zu einem Desaster. Jetzt wagt man also einen neuen Anlauf, basierend auf dem Release für die PS3 und die Xbox 360 aus dem Jahr 2011. Diesmal soll vor allem die neue HD-Grafik helfen, Leon S. Kennedy's Sondereinsatz zur Befreiung der Präsidententochter ins rechte Licht zu rücken und dem PC-Gamer schmackhaft zu machen. Ein echter Appetithappen ist Resident Evil 4 Ultimate HD Edition trotzdem nicht geworden. Viele grobe Schnitzer bei der Umsetzung und das in weiten Teilen doch veraltete Gameplay verhageln den Spielspaß. Trotzdem kann ich mich auch im Jahr 2014 nicht dem genuinen Reiz dieses Spiels erwehren. Ein Klassiker ist eben ein Klassiker. Doch selbst an Klassikern nagt der gnadenlose Zahn der Zeit. Das muss auch Capcom lernen.

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Gefangen im Mittelmaß.

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Review | Kritik | Bewertung
1954: Alcatraz (2014)

Bewertung: 3 von 6
Hersteller: Deadalic Entertainment
www.daedalic.de

Nach dem Ende der Deponia Trilogie bringen die Point&Click-Spezialisten von Deadalic ein neues Adventure heraus. In Zusammenarbeit mit Gene Moscy, einem Veteran des Genres (A Vampire's Story), kommt jetzt 1954: Alcatraz auf den Markt. Eigentlich gute Voraussetzungen für einen weiteren Hit. Im San Francisco der 50er Jahre versuchen ein Gefängnisinsasse und seine Frau die Beute des letzten Raubzugs in Sicherheit zu bringen. Mal etwas anderes als Piraten oder Zauberwesen, sondern ein wenig Geschichtsunterricht über Moscy's Heimatstadt. Doch eine veraltete Technik, zu viel Luft in der Story und Scheunentor große Logiklöcher lassen den unverbrauchten Ansatz schnell verfliegen. Kriegsveteran Joe Lyons ist von der rechten Bahn abgekommen. Nach einem Raubüberfall sitzt er auf der berüchtigen Gefängnisinsel Alcatraz fest, im Sinn natürlich nichts anderes als seine Flucht und die versteckte Beute.

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Schwerfällige Rundenkost.

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Review | Kritik | Bewertung
Das Schwarze Auge: Blackguards (2014)

Bewertung: 3,5 von 6
Hersteller: Deadalic Entertainment
www.deadalic.de

Dynamisches Gameplay und Rundenstrategie sind schwierig zu vereinigen. Das gemütliche Taktieren bis jeder Zug geplant und ausgeführt wurde, steht geradezu im Widerspruch zu der spannungsgeladenen Hektik, die von einem dynamischen Spiel erwartet wird. Einige Titel wie Incubation konnten diesen Makel durch ein durchdachtes, leicht von Hand gehendes Gameplay überdecken, andere wie das kürzlich erschienene The Banner Saga gleichen ihn durch eine spannende Geschichte und Entscheidungsfreiheiten als Motivationsgaranten aus. Wieder andere kümmern sich kaum darum, sondern setzen bewusst auf taktische Tiefe. Das Schwarze Auge: Blackguards dagegen offenbart den Makel gnadenlos und kommt deshalb über gediegenes Mittelmaß nicht hinaus. Deadalic Entertainment's neuster Streich ist überraschend enttäuschend, bedenkt man, dass die Jungs mit ihren beiden letzten DSA Teilen ins Schwarze getroffen haben.

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Der Mörder ist immer der Gärtner.

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Review | Kritik | Bewertung
Baphomets Fluch: Der Sündenfall (2013)

Bewertung: 4,5 von 6
Hersteller: Revolution Software
www.revolution.co.uk

Was war ich in den Neunziger Jahren nicht begeistert von den ersten beiden Teilen der Adventure-Reihe Baphomets Fluch (Originaltitel: Broken Sword). Mehrere Tage verbrachte ich gebannt vor dem Computer-Bildschirm, tief versunken in der abenteuerlichen Aufdeckung verschiedener Verschwörungstheorien, die unseren amerikanischen Helden George Stobbart und die französische Journalistin Nicole Collard zu zahlreichen Schauplätzen auf der ganzen Welt und in so manch brenzlige Lebensgefahr brachte. Im Gegensatz zu anderen Point&Click Adventures gab es nämlich bestimmte Schlüsselszenen, bei denen die eigene Spielfigur tatsächlich sterben konnte. Das sorgte für zusätzlichen Nervenkitzel und ich erinnere mich ganz genau an düstere Abwasserkanäle, in denen man einen Mörder im Clownkostüm verfolgte.

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Über (den eigenen) Schatten springen.

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Review | Kritik | Bewertung
Contrast (2013)

Bewertung: 4 von 6
Hersteller: Koch Media
www.contrastgame.com

Mit ungewöhnlichem Design, einer pfiffigen Grundidee und einer gesunden Portion Melancholie kann man bei Game-Kritikern fast immer Punkten. Kein Wunder also, dass Contrast bereits im Vorfeld mit Lorbeeren nur so überschüttet wurde. Der ungewöhnliche Film Noir Look und die Jazz-Einlagen gepaart mit einer wunderbar erzählten Geschichte können auf ganzer Linie begeistern. Obendrauf bekommt der Spieler eine noch unverbrauchte Spielmechanik. Statt Monstergemetzel in dunklen Gassen löst man Rätsel durch das Springen in die Schattenwelt. Ein ähnliches Prinzip findet sich in dem zeitgleich erschienen The Legend of Zelda: A Link Between Worlds, trotzdem bringt das Game frischen Wind zur Weihnachtszeit. Die Idee ist eigentlich ganz einfach: Unsere Spielfigur Dawn wird an bestimmten Stellen zu einem Schatten.

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