Pop - World

Pure Emotionen auf CD gepresst.

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Review | Kritik | Bewertung
Andreas Bourani - Hey (2014)

Bewertung: 4,5 von 6
Label: Vertigo Berlin (Universal Music)
www.bourani.de

Andreas Bourani hatte 2011 mit Staub und Fantasie mehr als einen Achtungserfolg hingelegt. Er wurde mit Goldstatus belohnt und ganz schnell in einen Topf mit Xavier Naidoo geworfen. Dann wurde es plötzlich ruhig um den gebürtigen Augsburger. Um nicht zu sagen: es herrschte absolute Funkstille und er ist schon beinahe in Vergessenheit geraten. Und kaum sind drei Jahre vergangen, da erscheint der bayerische Junge mit neuer Frisur und Platte (Hey) wieder auf dem Markt. Der Einstieg in die musikalische Welt des Barden erfolgt zunächst ganz leise mit dem Instrumentalstück Refugium. Im zweiten Song Wieder am Leben ertönt aber schon die viel gerühmte Stimme. Auf uns als erste Single-Auskopplung funktioniert bestens und es würde mich nicht überraschen, wenn dieser Titel die offizielle Hymne der deutschen Herzen für die Fußball-WM 2014 wird.

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David Garrett meets David Guetta.

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Review | Kritik | Bewertung
Lindsey Stirling - Shatter Me (2014)

Bewertung: 3 von 6
Label: We Love Music (Universal Music)
www.lindseystirling.com

Gleich zu Beginn meines heutigen Reviews muss ich darauf hinweisen, dass dessen Überschrift womöglich irreführend ist. Es geht darum weder um David Garrett noch um David Guetta, aber dieser Vergleich kam mir ganz zwangsläufig in den Sinn, als ich das neue Album der zierlichen Geigen-Lady Lindsey Stirling durchhörte. Es ist noch nicht einmal ein halbes Jahr her, da ihr Debütalbum mit dem Titel Lindsey Stirling in Deutschland erschien und nun hat das fleißige Violinen-Bienchen schon nachgelegt. Das verwunderte mich zu Beginn ein wenig, da die meisten Künstler wenigstens ein Jahr ins Land gehen lassen, bevor sie den nächsten Longplayer auf den Markt werfen. Lindsey Stirling ließ sich von solchen Konventionen aber nicht beirren und präsentiert uns nun mit dem Album Shatter Me einen weiteren Beweis ihrer Schaffenskraft.

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Duck Tales als Konzeptalbum.

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Review | Kritik | Bewertung
Tuomas Holopainen - The Life and Times of Scrooge (2014)

Bewertung: 5,5 von 6
Label: Nuclear Blast (Warner Music)
www.tuomas-holopainen.com

Kann man einen Soundtrack schreiben, obwohl noch gar kein Film gedreht wurde? Man kann. So jedenfalls lautet die Antwort, nachdem man das erste Soloalbum von Nightwish Mastermind Tuomas Holopainen gehört hat. Das Werk trägt den Titel The Life And Times of Scrooge und vertont das literarische Werk von Don Rosa, welches in Deutschland unter dem Titel Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden erschienen ist. Sie haben richtig gelesen, hier geht es um Dagobert Duck aus Entenhausen, dem Onkel von Tick, Trick und Track, dessen Abenteuer laut der vertonten Novelle im 19. Jahrhundert in Schottland begannen. Und genau da setzt auch Tuomas Holopainen mit dem Song Glasgow 1877 an.

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Wilde Frauen unter sich.

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Review | Kritik | Bewertung
Lucius - Wildewoman (2014)

Bewertung: 6 von 6
Label: Play It Again Sam (rough trade)
www.ilovelucius.com

Drei Typen im Hipster-Look und zwei Damen mit strengem blondem Pagenschnitt – so präsentieren sich Lucius auf ihrer Website. Ernst blicken die Herrschaften drein und wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich denken, dass die Musik, welche von den beiden Damen intoniert wird, unglaublich streng und vergeistigt ist. Möglicherweise etwas, das zu Zwölftonmusik passt, oder so... Glücklicherweise leitet das Website-Foto hier deutlich in die Irre, denn das, was Lucius auf ihrem Debütalbum Wildewoman präsentieren, ist weder verkopft noch überstreng, sondern wirklich supertoller Indie-Pop, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Hier ein paar Worte zur Betonung des Albumtitels. Das wird nämlich nicht so ausgesprochen, wie man es im ersten Augenblick denkt.

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Geheimtipp des anspruchsvollen Deutsch-Pop.

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Review | Kritik | Bewertung
Julian Le Play - Melodrom (2014)

Bewertung: 6 von 6
Label: Sony Music
www.julianleplay.com

Würdet Ihr mir glauben, wenn ich Euch erzählen würde, dass ich einen Künstler entdeckt habe, der eine Mischung aus Tim Bendzko, Philipp Poisel und Xavier Naidoo ist, nur viel besser? Wahrscheinlich nicht, genauso verhält es sich aber tatsächlich. Der Musiker, von dem ich schreibe, ist Julian Le Play. Mit bürgerlichem Namen heißt er Julian Heidrich, kommt aus Wien und ist in seinem Heimatland schon früh als musikalisches Talent in Erscheinung getreten. Mit der Veröffentlichung seines mittlerweile zweiten Albums Melodrom wird der 23-jährige Sänger aber wohl hoffentlich auch hierzulande die nötige Bekanntheit erlangen, denn es handelt sich dabei um nichts Geringeres als ein Kleinod der anspruchsvollen deutschsprachigen Popmusik.

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