Rap - HipHop

Winter im Herzen sorgt für bissige Raps.

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Review | Kritik | Bewertung
Grieves - Winter & The Wolves (2014)

Bewertung: 3 von 6
Label: Rhymesayers Ent.
www.grievesmusic.com

Wenn man an Benjamin Laub a.k.a. Grieves denkt, fallen einem spontan zwei wichtige Komponenten ein: Zunächst wäre da einmal Seattle. Zwar wurde Benjamin in Chicago geboren, seine musikalische Sozialisation darf man aber zweifelsohne der Stadt der Seahawks zuordnen. „Growing up with a lot of blues and soul I have and always will be a sucker for a melody and or harmony.“ Das bringt uns zum zweiten wichtigen Aspekt, seinem Label Rhymesayers Entertainment. Das Indie-Powerhouse aus Minneapolis, beherbergt zahlreiche große Underground-Stars, unter anderem auch Atmosphere. Die Ähnlichkeit zwischen den beiden Artists ist nicht von der Hand zu weisen und vielleicht ist auch das der Grund, warum Rhymesayers Grieves vor vier Jahren schließlich einen Vertrag anbot. Winter & The Wolves ist das mittlerweile vierte Studioalbum des 30-Jährigen.

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Lobenswerter Szene-Nachwuchs.

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Review | Kritik | Bewertung
3Plusss - Mehr (2014)

Bewertung: 4 von 6
Label: Selbstgebrannt (Groove Attack)
www.facebook.com/DenisDAP

Gerade noch ein Niemand und plötzlich ein Star. Die Welt des Musikbusiness ist schnelllebiger denn je. Der Essener 3Plusss kann mit Sicherheit auch ein Lied davon singen. Das VideoBattleTurnier (VBT) war der Auslöser, womit auch das Interesse an dem sympathischen 22-Jährigen ständig wuchs. Und plötzlich hält man dessen neues Album in der Hand und schaut einem Jungen in die Augen, der obwohl er scheinbar noch nicht einmal seinen ersten Schultag hinter sich gebracht hat, das gleiche freche Grinsen drauf hat, dass 3Plusss auch heute noch ausmacht. Kenner wissen, dass die Platte bereits die zweite in der noch frischen Karriere des jungen Mannes ist. 2012 erschien seine erste Platte mit dem Titel Kindskopf, die jedoch unbeachtet blieb.

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Feunde als innerer Antrieb.

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Review | Kritik | Bewertung
Freunde von Niemand - Willkommen im Niemandsland 2 (2014)

Bewertung: 4,5 von 6
Label: Freunde von Niemand
www.freunde-von-niemand.de

Seit dem Release des ersten Labelsamplers hat sich bei Freunde von Niemand einiges getan. Auf der einen Seite gab es dank Chartplatzierungen von Vega, Bosca und Timeless allen Grund zur Freude, auf der anderen Seite musste das Frankfurter Label die unerwarteten Weggänge von Liquit Walker, Migo sowie dem Label-Manager Hadi El-Dor verkraften. Es wird also langsam Zeit, wieder mit Musik in die Schlagzeilen zu kommen. In den Interviews im Vorfeld gab sich die Crew geschlossener denn je, was sie vereint ist die Zielstrebigkeit mit der sie ihr Label nach und nach an die Spitze hieven wollen. „Wir sind immer noch hier, immer noch die Eins, immer noch wir“. Das kann man durchaus als Warnung verstehen, wer bisher nichts mit Freunde von Niemand anfangen konnte, wird seine Meinung wohl auch nach dieser LP nicht revidieren.

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Struggle mit Herz und Seele.

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Review | Kritik | Bewertung
Madlib & Freddie Gibbs - Pinata (2014)

Bewertung: 6 von 6
Label: Madlib Invazion
www.facebook.com/madlib

Kennt ihr das? Ihr steht Freitagabends im Kino und habt keine Ahnung, in welchen Film ihr gehen wollt. Man schaut sich die Schauspieler zu den Filmen durch und "bam!", da ist er: ein Name der für Qualität steht, dessen Produktionen nie ein Flop sind. Ein bisschen so verhält es sich beim durchschnittlichen HipHop-Hörer, wenn er den Namen Madlib irgendwo vernimmt. Die mittlerweile 40-jährige Underground-Legende hat sich über die Jahre einen derart guten Ruf erarbeitet, von dem manch Rap-Schwergewicht auch nach Jahren im Geschäft nur träumen kann. Viel hat besagte Reputation mit der Classic LP Madvillainy zu tun, ein Album bei dem bis heute nicht nur Rap-Puristen feuchte Augen bekommen. Nun, zehn Jahre nach besagtem Karriere-Highlight hat sich Madlib mit dem ebenfalls von Kritikern hochgeschätzten Freddie Gibbs zusammengetan. Da kann doch eigentlich nur etwas Geniales dabei herauskommen, oder?

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Die Zeichen sind gesetzt.

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Review | Kritik | Bewertung
Chakuza & Raf Camora - Zodiak (2014)

Bewertung: 5,5 von 6
Label: Indipendenza
www.indipendenza.de

Als vor einigen Monaten klar wurde, dass Chakuza und Raf Camora mit den Arbeiten zu ihrem Kollabo-Album Zodiak starten würden, war die Vorfreude nicht nur bei deren Fans groß. Schließlich veröffentlichten die beiden Österreicher im vergangenen Jahr, in kurzem Abstand voneinander, ihre jeweils bis dato charttechnisch erfolgreichsten Soloplatten. Stilistisch ging hierbei vor allem Chakuza völlig neue Wege, Raf wagte sich in Trap-Gefilde. Die Kritiken waren bei beiden Werken ausgesprochen gut. Die Idee ein gemeinsames Album aufzunehmen hätte somit sicherlich zu einem schlechteren Zeitpunkt fallen können. „Viele waren beeindruckt, haben Magnolia gehört, den guten Eindruck von Magnolia wird Zodiak zerstören!“ Gleich mit seinen ersten Worten setzt Chakuza ein Zeichen an die Fans, die gedacht haben, dass man den alten „prolligen“ Rapper nach dessen letzter Platte nicht mehr hören wird. Den gibt es diesmal wieder, keine Sorge. Aber natürlich noch deutlich mehr!

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