Rap - HipHop

Mit 50 schon in Rente? Nein danke, sagen die Beastie Boys.

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Beastie Boys - Hot Sauce Committee Part 2 (2011)

Bewertung: 3,5 von 6
Label: Capitol Records
www.beastieboys.com

Ganze 25 Jahre sind mittlerweile vergangen seitdem die Herren Adam "MCA" Yauch, Michael "Mike D" Diamond und Adam "Ad-Rock" Horowitz sich dafür entschieden haben, sich als eine der ersten „weißen“ Rap-Combo auf die New Yorker HipHop Szene zu stürzen. 25 stolze Jahre, in denen ausgerechnet solch prominente „Nachzügler“ wie beispielsweise Eminem schafften, was die Beastie Boys eigentlich nie wirklich erreichen wollten: durch einen sich gewissermaßen anbiedernden, massentauglichen HipHop um jeden Preis die breite Hörerschaft ansprechen, um so den ganz großen (kommerziellen) Coup landen zu können.

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Was lange währt wird endlich gut... oder die Geschichte eines Waldschrats.

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Exzem - Schreibmaschine (2011)

Bewertung: 5 von 6
Label: Tunnelblick Music
www.exzem.org

„Ich rap um des Raps Willen und nicht für Covershoots für JUICE und backspin / es gab genug One-Hit-Wonder und Eintags- fliegen und so verbring ich meine Zeit vor der Schreibmaschine.“ lässt Exzem auf seinem Debütalbum verlauten. Ein merkwürdiges Artwork ziert dabei das Booklet, rätselhaft und doch treffend für die perfektionistische und besonders detailverliebte Handarbeit des ambitionierten Rappers aus Nordrhein-Westfalen. Exzem selbst umschreibt die immerhin fünf Jahre andauernde Entstehungsgeschichte seines Erstlings folgend: „Der Waldschrat jagd und sammelt Impressionen, bis er es irgendwann leid ist, sich niederlässt und beginnt, aus den Ästen seines Rucksacks Schreibwerkzeuge zu schnitzen, um diese zu verarbeiten.“

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Der Deutsche geht jetzt seinen eigenen Weg.

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Fler - Airmax Muzik II (2011)

Bewertung: 4 von 6
Label: Maskulin (Groove Attack)
www.fler.de

Auch wenn der arg monotone Refrain ohne Zweifel ausbaufähig wäre, besticht Fler's Neue Ära in der Tat durch gewohnt arrogante Straßencredibilität. „Bist Du nicht selbst dran schuld, dass Dich keiner respektiert / wer seine Fresse zu weit aufreißt wird getestet hier / wir nehmen all Dein Bares mit und Deine Freundin auch / ich sehe nur wenn ich am schlafen bin den Deutschen Traum.“ Im Netz kursierende Ghostwriter Gerüchte hin oder her, eines ist schon nach den ersten Parts auf Airmax Muzik II deutlich festzuhalten: die Lyrics von Fler haben sich im Vergleich zu dem, was er bisher so veröffentlichte, stark verbessert und passen auch ohne Schlagring wie die berühmte Faust aufs Auge, wenn man das vom Künstler selbst stets sehr bewusst in den Fokus des allgemeinen Interesses gerückte Image (man nehme nur Südberlin auf Bewährung als Beleg) eines Gangsterrappers berücksichtigt.

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Überraschende musikalische Wandlung einer Berliner Rapperin.

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Kitty Kat - Pink Mafia (2011)

Bewertung: 3,5 von 6
Label: Urban (Universal)
www.kittykat.cc

Am 18. März veröffentlichte die Vorzeige Deutschrapperin Kitty Kat mit Pink Mafia ihr zweites Soloalbum nach dem Ausstieg bei den Raproyals von Aggro Berlin. Enthalten sind darauf 16 Songs, für die sich die Berlinerin einige namhafte Musiker und Produzenten mit ins Boot geholt hat. Auf der Trackliste befindet sich zu meinem Erstaunen sogar eine musikalische Größe wie Xavier Naidoo. Aber genug geredet, die knallpinke Platte schnell ins Laufwerk geworfen und los geht’s. Halt! Vielleicht sollte ich noch offen legen, was ich von dem Album erwartet habe: Dunkle, krasse Beats und derbe Lyrics, die in keinem Kinderzimmer Deutschlands etwas zu suchen haben. Was ich jedoch in der Folge zu hören bekam, hat mich dann doch sehr überrascht...

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