Rap - HipHop

Wenn man schon Kompromisse eingeht...

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Review | Kritik | Bewertung
PA Sports - H.A.Z.E. (2014)

Bewertung: 2 von 6
Label: Major Movez
www.facebook.com/PaSports45

Mit H.A.Z.E. veröffentlicht der immer noch erst 23 Jahre alte PA Sports sein mittlerweile viertes, wenn man die drei Kollaboalben mit KC Rebell miteinberechnet, sogar schon siebtes Studioalbum. Ein enormer Output, den der Essener an den Tag legt. H.A.Z.E. könnte man fälschlicherweise als eine Hommage an das beliebte grüne Kraut verstehen, vielmehr stehen hier jedoch die Stichworte Hoffnung, Anfang, Zerstörung und Ende im Mittelpunkt. Was das im Genauen bedeutet, dazu später mehr. Unterstützt wird PA Sports jedenfalls von alten Weggefährten wie KC Rebell, Summer Cem, Manuellsen, Fard, Alpa Gun oder Mehrzad Marashi. Bei den Featuregästen also wenig Überraschendes, bei der Themenauswahl umso mehr, denn im Vergleich zu vergangenen Werken legt der Essener (zumindest bei der Hälfte der Tracks) eine erstaunlich positive Attitüde an den Tag.

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Wir werden eben alle älter.

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Sido - 30-11-80 (2013)

Bewertung: 4 von 6
Label: Universal Music
www.sido.de

Am 30. November 1980 erblickte ein gewisser Paul Hartmut Würdig im Osten von Berlin das Licht der Welt. Niemand konnte damals auch nur ansatzweise erahnen, dass der junge Mann mehr als zwanzig Jahre später die Deutschrap-Szene hauptverantwortlich auf den Kopf stellen würde. Denn spätestens seit seinem legendären Album Maske war in der hiesigen Szene alles anders. Selbsternannte Jugendschützer, übereifrige Politiker und besorgte Eltern schlugen vor Entsetzen die Hände über dem Kopf zusammen. Die Apokalypse war greifbar. Neun Jahre später darf man nun feststellen, dass alles doch nicht so dramatisch war, wie vielleicht befürchtet. Sido ist mittlerweile zu einem absoluten Top-Star der Szene herangereift und brachte nun Ende November (pünktlich zu seinem 33. Geburtstag) sein mittlerweile fünftes Studioalbum heraus.

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Und es bleibt doch alles gleich.

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Review | Kritik | Bewertung

Drake - Nothing Was The Same (2013)
Bewertung: 3,5 von 6
Label: Cash Money
www.drakeofficial.com

Vorstellen muss man Drake wahrscheinlich niemandem mehr. Ob man wollte oder nicht, seit seinem Debütalbum Thank Me Later konnte man sich dem mittlerweile 27-jährigen Kanadier nicht mehr entziehen. Der Hype um ihn war immens, die Verkaufszahlen des Debüts aber auch des 2011 folgenden Take Care atemberaubend. Man kann ohne zu übertreiben behaupten, dass Drizzy mittlerweile in einer Position ist, in der im HipHop-Bereich verkaufstechnisch lediglich Jay-Z, Eminem oder Kanye West mithalten können. Aus diesem Grund waren Fans wie Kritiker natürlich sehr gespannt, was der junge Kanadier auf seinem dritten Langspieler Nothing Was The Same zu leisten imstande war. Denn besonders viel Liebe aus dem Rap-Lager schlug Drake bis dato nicht entgegen. Das Gegenteil war sogar der Fall.

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Heiter bis wolkig, nur die Sonne bleibt aus.

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Review | Kritik | Bewertung
Thomas D - Aufstieg und Fall des Tommy Blank (2013)

Bewertung: 3,5 von 6
Label: Columbia (Sony Music)
www.thomasd.net

Ich kann mich nicht bewusst daran erinnern, jemals von der Vorgeschichte eines Albums so viel gehört und gelesen zu haben, wie eben bei vorliegendem Aufstieg und Fall des Tommy Blank. Die komplette Hintergrundgeschichte kann man unter anderem im Booklet der CD nachlesen, aber sie sei auch von mir hier noch einmal kurz zusammengefasst: Thomas D trifft bei einem Festival auf einen gewissen Tommy Blank, der so ein außergewöhnlicher Rapper ist, dass er sowohl von Presse als auch von Labels und Fans gejagt wird. So schnell wie er auf der Bildfläche erschienen ist, war dieser extreme Mensch auch wieder in der Versenkung verschwunden, bis er völlig unerwartet auf dem Hof von Thomas Dürr wieder erschienen ist.

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Gangster meets Hipster auf Albumlänge.

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Psaiko.Dino - #hangster (2014)

Bewertung: 4 von 6
Label: Chimperator Productions
www.facebook.com/psaikodino

„Wer ist Psaiko.Dino eigentlich?!“ fragt sido gleich auf dem Opener und so ganz unberechtigt ist die Frage nicht: Woher kennt man den jungen Schwaben und was will er eigentlich? Um die Ausgangsfrage zu beantworten: Markus Brückner, auch bekannt als Psaiko.Dino ist nicht zuletzt dank seiner gemeinsamen Arbeit mit Cro vielleicht der zur Zeit erfolgreichste einheimische Producer. Da Cro sein Gesicht bekanntermaßen hinter einer Maske verbirgt, avancierte sein Producer und DJ für viele als das Gesicht hinter der Marke Cro. In der Vergangenheit fiel er natürlich vor allem durch Produktionen für Chimperator auf, allerdings fertigte er auch schon Beats für Künstler wie Haftbefehl sowie Celo & Abdi an.

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