Rap - HipHop

Die Jazzkantine besinnt sich ihrer Anfänge.

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Review | Kritik | Bewertung
Jazzkantine - Ultrahocherhitzt (2013)

logo-saturnBewertung: 5,5 von 6
Label: Rap Nation Records
www.jazzkantine.de

Man möchte es kaum glauben, aber das Jazz/Rap Künstlerkollektiv der Jazzkantine feiert im Jahr 2014 doch tatsächlich ihr 20-jähriges Bandjubiläum und bringt sich selbst zu Ehren nun ihr zehntes Album mit dem Titel Ultrahocherhitzt auf den Markt. Vielleicht erklärt sich mit diesem Jubiläum auch, dass die Braunschweiger (damals von Ole Sander, Matthias Lanzer und Christian Eitner gegründet) sich nun – nach einigen waghalsigen und nicht ausschließlich positiv aufgenommenen Ausflügen in die unterschiedlichsten Musikgenres – wieder auf ihre Wurzeln besinnen.

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Wenn die Zeit gekommen ist...

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Review | Kritik | Bewertung
Timeless - 00:00 (2013)

logo-saturnBewertung: 5 von 6
Label: Freunde von Niemand
www.freunde-von-niemand.de

Bereits Anfang Juni diesen Jahres veröffentlichte die Deutschrap-Nachwuchshoffnung Timeless sein langerwartetes Debütalbum 00:00. Grund genug, sich mit dem jungen Mann ein wenig genauer auseinanderzusetzen. 1990 geboren, entdeckte Giuseppe di Agosta die Liebe zur Musik und sein Rap-Talent schon früh. 2008 wurde er von Eko Fresh entdeckt und zeitweise gefördert, es folgte ein Featureauftritt und diverse Studioaufenthalte. Da daraus jedoch kein Vertrag bei German Dream oder einem anderen Label entstand und der junge Timey mit privaten Problemen zu kämpfen hatte, verlor er zeitweise die Motivation Musik zu machen und verschwand wieder von der Bildfläche, ohne dass er auf selbiger bis dato wirklich präsent gewesen wäre. Vor zwei Jahren wurde Vega auf ihn aufmerksam und zeigte sich schnell vom Talent des jungen Kölners begeistert.

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Testosterongeladene Macho-Musik in der dritten Runde.

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Review | Kritik | Bewertung
Massiv - Blut gegen Blut 3 (2013)

logo-saturnBewertung: 1,5 von 6
Label: Al Massiva
www.massiv65.de

Im Hause Al Massiva ist wieder Blut gegen Blut angesagt. Mittlerweile sogar schon zum dritten Mal. Wahre Kenner wissen unlängst, was das bedeutet: es gibt ordentlich "auf die Fresse"! Während die beiden Vorgänger schon längst von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert wurden, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Massiv auch diesmal in den Fokus der besagten Behörde gerät. Ein nicht zu vernachlässigendes Verkaufsargument bei der eigentlichen Zielgruppe. Ein weiteres dürfte die beachtliche Gästeliste von 20 Rappern hauptsächlich aus dem Straßenrap-Metier sein. Es bleibt zu prüfen, ob der Abschluss der Triologie wirklich hält, was er verspricht. Und ja, das Testosteron quillt aus dem gesamten Album förmlich heraus.

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Im Nebel führt man eben ein Schattendasein.

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Review | Kritik | Bewertung
La Honda - Gorillas im Nebel 2 (2013)

logo-saturnBewertung: 1,5 von 6
Label: Sonic Revolution
www.facebook.com/OJKingpinBeroBass

Knapp fünf Jahre ist es her, dass OJ Kingpin und Bero Bass gemeinsam zu hören waren. Nachdem die beiden 2007 eine Sicherheitsfirma mit dem Namen La Honda gründeten, beschlossen sie schnell, unter selbigem Namen auch musikalisch aktiv werden zu wollen. Im gleichen Jahr erschien das Debütalbum Gorillas im Nebel, ein Jahr später das zweite La Honda Nostra. Kurz darauf zog sich OJ Kingpin aus dem Rap-Business zurück und Bero Bass widmete sich seiner Solokarriere. Zwei Alben folgten. Nun also die musikalische Wiedervereinigung der beiden Chorweiler und man kann zum zweiten Mal Gorillas im Nebel hören. Während andere Rapper verzweifelt versuchen, sich ein glaubhaftes (Gangster-)Image aufzubauen, schaffen das die La Honda-Jungs von ganz allein. Und das soll keinesfalls ein Lob sein.

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Lange im Geschäft, immer noch stilprägend.

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Review | Kritik | Bewertung
Aceyalone - Leanin' on Slick (2013)

logo-saturnBewertung: 5 von 6
Label: Decon (Groove Attack)
www.aceyalone.com

Wenn man Aceyalone’s Geschichte im Business betrachtet, wird einem schnell klar, dass man es mit einem wahren Veteranen zu tun hat. Seit Ende der 80er Jahre am Mic, bekam der damalige Jungspund aus Los Angeles einige Jahre später hautnah den Hype um N.W.A. oder 2Pac mit. Während diese Künstler in den Medien die komplette Westküste repräsentierten, veröffentlichte Aceyalone als Teil der Crew Freestyle Fellowship im Jahr 1991 ein erstes Album (To Whom It May Concern…), welches freilich in eine völlig andere Richtung ging. Kein Gangsta-Rap, sondern eher als Teil der Native-Tongue Bewegung, ganz im Stile von A Tribe Called Quest, verstanden sie sich damals.

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