Rap - HipHop

Das Beste aus zwei Kulturen in sich vereint.

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Review | Kritik | Bewertung
Chefket - Identitäter (2013)

logo-saturnBewertung: 4 von 6
Label: Chefket (Rough Trade)
www.facebook.com/chefket.official

„Ich will in diesem Leben, das nur einen Augenblick dauert, etwas hinterlassen. Nicht nur, dass ich alle ficke, sondern auch etwas Positives schaffen.“  Wer sich mit Chefket bereits ein wenig beschäftigt hat, weiß dass dies nicht nur eine leere Worthülse ist. Seine klugen und teilweise ziemlich anspruchsvollen Texte bescherten ihm eine inzwischen recht solide Fan-Base und den Status eines Kritikerlieblings. Einer, der sich auf den Bühnen der Welt wohlzufühlen scheint. Von New York bis Manila, von Kiew bis London, konnte der 30-Jährige seine Live-Skills bereits zum Besten geben. Zudem arbeitete er bei diversen Projekten des Goethe Instituts mit und wurde Vize-Freestyle-Weltmeister bei „End of the Weak“ in London. Soviel erst einmal zum bisherigen Verlauf Chefket’s Karriere.

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Yasha im Landeanflug auf die Charts.

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Review | Kritik | Bewertung
Yasha - Weltraumtourist (2013)

logo-saturnBewertung: 4,5 von 6
Label: Four Music
www.yasha.tv

„Gestern mal die Nummer eins, die ganze Welt in lila / und heute hab ich Panik, dass meine Stimme zerbricht.“ Heißt es im eröffnenden Song Achterbahn. Doch allzu viel Druck scheint sich Yasha nicht aufbürden zu wollen, begreift er selbst das Leben als ewiges Auf und Ab und soll mit dieser Einschätzung auch Recht behalten. War der Berliner Musiker 2010 noch so schön Verstrahlt  an der Seite von Marteria, begeistert der gemeinsame Hit Lila Wolken seit gut einem Jahr das Partyvolk und Radiostationen gleichermaßen.

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Gemütliche Wohnzimmeratmosphäre sieht anders aus.

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Review | Kritik | Bewertung
Jarren Benton - My Grandmas Basement (2013)

logo-saturnBewertung: 5 von 6
Label: Funk Volume
www.myfunkvolume.com

Kann man einen Kerl wirklich ernst nehmen, dessen Debütalbum den Titel My Grandmas Basement mit einem Cover aufwartet, das ihn mit einer Waschbärenmütze und Pimp-Outfit bekleidet neben seiner vermeintlichen, mit einem Schießprügel bewaffneten Großmutter zeigt? Erst recht, wenn man die Hintergrundinformation erhält, jener junge Mann aus Atlanta habe auf seinem bisherigen Mixtapes Freebasing With Kevin Bacon und Huffing Glue With Hasselhoff nur allzu gern „mit verschiedenen Charakteren experimentiert“ und „schon immer ziemlich gegen die Norm gerappt“ wirft das gewisse Fragen auf, macht aber zeitgleich ungemein neugierig auf ein „nun etwas persönlicheres Werk“ von Jarren Benton.

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Genetische Champions.

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Genetikk - D.N.A. (2013)

logo-saturnBewertung: 5,5 von 6
Label: Selfmade Records
www.facebook.com/genetikk

Genetikk a.k.a. Sikk und Karuzo sind eigentlich noch ziemlich neu im Geschäft. Die beiden lernten sich in der Schule kennen und veröffentlichten im Oktober 2010 ihr erstes gemeinsames Album Foetus. Bevor sie eine zweite LP veröffentlichen konnten, zogen sie das Interesse von Selfmade Records auf sich. Dort unterschrieben die beiden schnell einen Vertrag und umgehend erschien das vielgefeierte zweite Album Voodoozirkus. Kleineren Touren als Vorgruppe von GZA und Sefyu folgte Ende 2012 eine erste große Deutschland-Tour mit DCVDNS und den 257ers. Folgerichtig erschien nun Ende Juni das dritte Album der beiden Saarbrückener mit dem Titel D.N.A. Sikk und Karuzo sind ein ziemlich klassisches Rap-Duo – der eine Emcee, der andere Producer.

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Kontrovers?!

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Review | Kritik | Bewertung
Kanye West - Yeezus (2013)

logo-saturnBewertung: 1 von 6
Label: Def Jam (Universal)
www.kanyewest.com

Was war ich früher nicht begeistert von seinen ersten beiden Veröffentlichungen The College Dropout (2004) und Late Registration (2005) und feierte ihn noch als außergewöhnlichen Rapkünstler mit einem sicheren Gespür für ein nachhaltiges Soundkonzept… In den Folgejahren geriet Kanye West allerdings rein musikalisch etwas aus meinem persönlichen Blickfeld und wurde trotz zahlreicher Grammy Awards und millionenfach verkauften Tonträgern zuletzt mehr als genervter Macho an der Seite von Reality Queen Kim Kardashian wahrgenommen, denn als ernst zu nehmender Künstler. In dieses selbstverherrlichende Bild passt dann wohl auch die Wahl des neuen Albumtitels.

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