Rap - HipHop

Die Macht des gesprochenen Wortes.

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Review | Kritik | Bewertung
Watsky - Cardboard Castles (2013)

logo-saturnBewertung: 5,5 von 6
Label: Steel Wool Records
www.georgewatsky.com

Zugegeben, die gängigen Rapklischees finden bei George Watsky keine Anwendung. In San Francisco geboren verlebte er eine eher ruhige Kindheit, besuchte die High-School ohne dabei besonders aufzufallen. In dieser Zeit entwickelte sich auch sein Interesse am Poetry Slam. 2006 wurde er sogar zum „Youth Speaks Grand Slam Poetry Champion“ gekürt, womit er nationales Interesse hervorrufen konnte. In der Folgezeit kam die Karriere des heute 26-Jährigen erst richtig ins Rollen. Zahlreiche Auftriite, Touren und sogar eine Theater-Performance folgten. Im März diesen Jahres stand nun sein drittes HipHop-Album Cardboard Castles an.

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Selbstironischer Mariachi-Rap.

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Review | Kritik | Bewertung
Wax - Continue (2013)

logo-saturnBewertung: 5,5 von 6
Label: Warner Music
www.waxdotcom.com

Wenn man vor einem Jahr bei Google den Begriff “Wax” eingegeben hätte, wären auf der Trefferliste wohl Websites von Wachsfigurenkabinetten und Studios für schmerzhafte Enthaarung aufgetaucht. Nun aber ist alles anders und der Treffer Nr. 1, den die Suchmaschine präsentiert, ist ein Artikel über einen gewissen Rapper namens Michael Jones, der 1980 in Washington D.C. geboren wurde. Da dies ein Allerweltsname ist, wie in Deutschland Hans Meier, hat er sich den Künstlernamen Wax zugelegt. Wem dieser Name nicht sofort etwas sagt, dem kann man schnell gedanklich auf die Sprünge helfen, wenn man noch den Namen Rosana erwähnt. Eben jene Dame besingt Wax nämlich seit einigen Monaten auch im deutschen Radio und es gibt wohl kaum jemanden, der den Song nicht kennt. Der sehr eingängige Mariachi-Rap geht aber auch ungemein ins Ohr und wenn die besungene Lady genervt fragt „What’s my motherf#$% name?!“, dann kann die Frage mittlerweile jedes Kind beantworten.

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Das gleiche Team, ein anderer Sound.

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Review | Kritik | Bewertung
Various - Fast & Furious 6 OST (2013)

Fast & Furious 6 (Original Soundtrack) - Various ArtistsBewertung: 4 von 6
Label: Universal Music
www.thefastandthefurious.com

Fast & Furious lässt als actionreiches Franchise regelmäßig die Kinokassen klingeln und sprengt aktuell mit dem sechsten Teil ein weiteres Mal Rekorde. Alleine am Startwochenende des spektakulären Blockbusters spielte Fast & Furious 6 weltweit rund 317 Millionen Dollar ein und mischt aktuell in den Kinocharts ganz vorne mit. Regie durfte erneut Justin Lin führen und dem Grunde nach sind wieder alle im Laufe der Jahre so liebgewonnenen Charaktere mit an Bord. Nach ihrem letzten erfolgreichen Raubzug sind Dominic „Dom“ Toretto (Vin Diesel) und seine Crew eigentlich aus dem Geschäft ausgestiegen, haben sich damit abgefunden, nicht mehr in die Vereinigten Staaten einreisen zu können und sich zur Ruhe gesetzt.

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Here comes the people's champ.

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Review | Kritik | Bewertung
R.A. The Rugged Man - Legends Never Die (2013)

Legends Never Die - R.A. the Rugged ManBewertung: 6 von 6
Label: Nature Sounds
www.ratheruggedman.net

Kaum ein Rapper polarisierte in der Vergangenheit derart wie R.A. The Rugged Man. Auf der einen Seite mit richtig starken Skills gesegnet, sind seine Texte auf der anderen Seite oft schwer zu verdauen und ziemlich abgedreht. Wirft man einen Blick auf seine Kindheit, wird schnell klar woher dies alles kommt. Bereits im Alter von 12 Jahren startete er seine Rapkarriere, die ihm vor allem als Ventil des bis dato Erlebten diente. Was dann folgte, ist bezeichnend für die Karriere des mittlerweile 39-Jährigen. Sage und schreibe neun Labels bekriegten sich darum, wer ihn unter Vertrag nehmen durfte. Jive Records ging hieraus schließlich als Sieger hervor. R.A. The Rugged Man machte sich jedoch durch sein ungebührliches Verhalten alles kaputt und wurde prompt wieder gedroppt. Sogar ein nationales Auftrittsverbot folgte.

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Ein Trip in die Sechziger Jahre.

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Review | Kritik | Bewertung
Dexter - The Trip (2013)

The Trip - DexterBewertung: 4,5 von 6
Label: Melting Pot
facebook.com/Dexter.MPM.WSP

Dexter ist ein echter Vorreiter. Jahrelang wurde den Producern hierzulande keine besondere Bedeutung beigemessen. Oft selbst verschuldet, da der eine den anderen schlichtweg kopierte. Der Heilbronner schaffte es jedoch, sich über eine relativ kurze Zeit in der Szene derart einen Namen zu machen, dass er zu einem der absoluten Producer-Heavyweights des Landes heranwuchs. Das Kölner Label Melting Pot verschaffte ihm eine große Plattform, die er durch mit positiven Kritiken überhäuften Werken, wie den Jazz Files, geschickt zu nutzen wusste. Dexter steht sinnbildlich für die anhaltende Erstarkung des BoomBap-Camps, welches nach wie vor immer mehr Fans in sein Lager zu ziehen weiß.

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