Rap - HipHop

Liebe melancholische Jugend.

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Review | Kritik | Bewertung
Sierra Kidd - Nirgendwer (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: BMG (Groove Attack)
www.kopfvilla.de

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich 2013 das erste Mal die EP Kopfvilla hörte. Ich war damals schon sehr beeindruckt, was sich sogar noch steigern ließ, als ich den jungen Mann hinter dem Künstlernamen Sierra Kidd sah und dann las, dass er erst 17 Jahre alt wäre. Nach diesem lobenswerten Einstiegserfolg war ich dann doch schon sehr gespannt auf das bereits damals angekündigte Debütalbum und ich muss nun sagen, dass ich einigermaßen überrascht bin, dass er seinen Erstling ausgerechnet im Sommer veröffentlicht. Auch dieses Werk ist in typischer Sierra Kidd Stimmung gehalten: melancholisch und etwas düster. Die eingespielte Atmosphäre erinnert mich eher an einen Gang durch das regnerische Grau und weniger an fröhliche Sommerwiesen. Aber das ist ja auch nur mein persönlicher Eindruck.

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Diese Melodie bleibt im Kopf.

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Review | Kritik | Bewertung
Cro - Melodie (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: Chimperator (Groove Attack)
www.cromusik.info

Die Mischung aus Rap und Pop ist zurück: Cro bringt sein zweites Album Melodie auf den Markt. Der Panda-Rapper überzeugt dabei auf seiner neuen Platte nicht nur die jüngere Zielgruppe. Justin Timberlake nannte es einst „SexyBack“, bei Cro dann eben: „EasyBack“! Der 24-jährige Stuttgarter bringt auf seinem neuen Release nicht nur gekonnte Seitenhiebe in Richtung seiner Kritiker an, sondern begeistert neben eingefleischten Rap-Anhängern insbesondere die weiblichen Fans. Die darauf enthaltenen 14 Tracks spiegeln einmal mehr seine selbst kreierte Musikrichtung „Raop“ (wie wir mittlerweile wissen die perfekte Mischung aus Rap und Pop, Anm. der Red.) vom Intro bis zum letzten Titel Melodie. „Eigentlich rap ich nur, weil ich mal wieder grade Bock drauf hatte.“ Schon beim Einlegen der CD steigt die Lust auf das Album immens.

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Wenn Gedanken den Rahmen sprengen.

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Review | Kritik | Bewertung
Olli Banjo - Dynamit (2014)

Bewertung: 5,5 von 6
Label: Bassukah (Delta Music)
www.ollibanjo.de

Oliver Otubanjo, meine Damen und Herren! Wenn ich meinen Freunden einen Rapper zeigen will, der innovativ, durchgeknallt, live eine Maschine und auch nach all den Jahren, die er schon im Rap-Game ist, immer noch zu den Besten gehört, lande ich am Ende immer bei Banjo. Seit dem Release seiner letzten Platte Kopfdisco sind mittlerweile vier Jahre vergangen. Mindestens genauso lange steht das Rock-Projekt Wunderkynd im Raum, von dem man bereits einzelne Lieder hören konnte. Parallel dazu ist also das fünfte Soloalbum Dynamit entstanden, welches leider in der Promophase mit dem ganzen Hype um einen gewissen Kollegah (der am gleichen Tag sein Album veröffentlichte) ein wenig zu kurz gekommen ist. Zu Unrecht, wie ich finde. Und eigentlich hätte man doch erwarten müssen, dass da etwas Großes auf Rap-Deutschland zukommt.

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Jan Delay goes Rock?

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Review | Kritik | Bewertung
Jan Delay - Hammer und Michel (2014)

Bewertung: 4,5 von 6
Label: Vertigo Berlin (Universal Music)
www.jan-delay.de

Der Hamburger Musiker Jan Delay hat zuletzt für eine Menge Schlagzeilen gesorgt und ein großer Teil davon hatte gar nichts mit seiner neuen Platte zu tun. Aber wollen wir mal nicht weiter darüber sinnieren und uns auf Hammer und Michel konzentrieren. Es wurde ja schon eine Menge über sein neues Album geschrieben und dabei war auffällig, wie sehr er damit polarisiert. Die Kritiken bewegten sich jeweils im Bereich „genial“ oder „grottenschlecht“, dazwischen gab es so gut wie nichts. Das macht es doch mal wieder spannend... Vielleicht sollte man der Review kurz vorweg nehmen, dass der gute Jan angekündigt hatte, dass er jetzt Rock mache. Entsprechend wählte er gleich mal ein Albumcover, das mich an Releases eines Bruce Springsteen vergangener Tage erinnert. Wenn es der Anspruch sein sollte, dass er wirklich Rock abliefert, dann sorry: mission failed.

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Vinnie Paz schart seine Rap-Army um sich.

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Review | Kritik | Bewertung
Army of The Pharaohs - In Death Reborn (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: Enemy Soil
www.jmthiphop.com

Wenn man den Begriff “Rap-Supergroup” liest, denken viele wahrscheinlich an eine Crew, die vor mittlerweile 16 Jahren in Philadelphia von einem gewissen Vinnie Paz ins Leben gerufen wurde. Deren Name lautet: Army of The Pharaohs. Vinnie, der bereits Teil einer anderen Gruppe, den Jedi Mind Tricks war, schaffte es fortan eine wahre Armada an talentierten Ostküsten-Rappern um sich zu scharen. Ein erstes Album lies jedoch sehr lange auf sich warten, bis schließlich im Jahre 2006 The Torture Papers veröffentlicht wurde. Bei der großen Anzahl an Protagonisten ist es wenig verwunderlich, dass die Besetzung stetig wechselte. Acht Jahre nach dem Release der Debütscheibe sind lediglich Esoteric und natürlich Vinnie Paz als Gründungsmitglieder dabei. Nachdem es die vergangenen vier Jahre völlig still um AOTP war, darf man den Titel des neuen Albums In Death Reborn durchaus wörtlich nehmen.

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