Rock - Alternative

Hohe Ansprüche, starker Sound.

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Review | Kritik | Bewertung
Jesper Munk - Claim (2015)

Bewertung: 5 von 6
Label: Warner Music
www.jespermunk.de

Jesper Munk, der seine Karriere wie so viele als einfacher Straßenmusiker begonnen hatte, konnte mit seinem Debütalbum For In My Way It Lies (2013) einen echten Achtungserfolg landen. Kaum zwei Jahre später bringt er nun mit Claim bereits die nächste heiße Scheibe auf den Markt. Der Opener Courage For Love ist sehr punkig geraten, lässt den Blues nur noch am Rande erkennen und man stellt sich an dieser Stelle natürlich direkt die Frage: Geht das vielleicht die komplette Albumlänge so weiter? Die Antwort ist ganz eindeutig nein. Morning Coffee ist wieder sehr bluesig, mit spürbarer Seele, sehr entspannt und für meinen persönlichen Geschmack ein richtig gelungenes Stück Musik. In diesem Style geht es dann auch mit Shakespeare & Heartbreak weiter. Ya Don't Have To Say Goodbye verändert dann die Richtung, nimmt auf dem Weg aber richtig Fahrt auf.

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Ein musikalischer Quickie.

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Review | Kritik | Bewertung
Smashing Pumpkins - Monuments To An Elegy (2014)

Bewertung: 3 von 6
Label: BMG (rough trade)
www.smashingpumpkinsnexus.com

Jene Bands, die schon viele Jahre existieren und auf großartige Erfolge zurückblicken können, haben es nicht immer leicht. Es fällt ihnen oftmals schwer, an ihre einstigen Hits anzuschließen und so oder so stellt sich immer auch die Frage, ob man sich musikalisch weiterentwickeln oder lieber beim bisherigen Stil bleiben möchte – alles in der Hoffnung, dem Publikum damit weiterhin zu gefallen. Bei den Smashing Pumpkins gab es eigentlich immer eine Spur von Entwicklung zu vermelden und jedem neuen Album lag eine spezielle Stimmung zugrunde. In den Neunzigern wurde die Alternative Rockband aus Chicago berühmt und eroberten mit Alben wie Siamese Dream oder Mellon Collie And The Invinite Sadness eine breite Fangemeinde. Die einprägsame Stimme eines Billy Corgan plus der unverwechselbare melancholisch, rockig und nachdenkliche Sound – das hatte etwas Besonderes und zog die Hörerschaft sofort in seinen Bann.

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Gipfelstürmer mit raschem Abstieg.

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Review | Kritik | Bewertung
Unheilig - Gipfelstürmer (2014)

Bewertung: 2,5 von 6
Label: Vertigo Berlin (Universal)
www.unheilig.com

"Mit dem Gefühl, dass ich für dieses Album die für mich besten Lieder meines Lebens geschrieben habe, wurde mir immer mehr klar, dass ich unbewusst ein letztes Kapitel bei Unheilig aufgeschlagen hatte. [...] In mir reifte der Entschluss, musikalisch Abschied zu nehmen." Mit diesen ergreifenden Worten präsentiert Der Graf das aktuelle Album Gipfelstürmer und verkündet gleichzeitig das Ende seiner Band Unheilig. In puncto Medienwirksam natürlich ein riesiger Coup und das muss ihm erst einmal jemand nachmachen. Da würde ich es gerne mit den Worten von Bruce Darnell halten: „Drama Baby!“ Aber was erwartet uns denn nun musikalisch auf Gipfelstürmer? Mir erscheint es, als würde sich Der Graf bedingt durch nostalgische Gefühle auf seine Wurzeln besinnen und den Fans der ersten Stunde ein echtes Abschiedsgeschenk machen wollen.

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Ein amerikanischer Städte-Trip auf Albumlänge.

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Review | Kritik | Bewertung
Foo Fighters - Sonic Highways (2014)

Bewertung: 4 von 6
Label: RCA (Sony Music)
www.foofighters.com

Dave Grohl ist Musik-verrückt im positiven Sinn. Einst als Schlagzeuger bei der Grunge-Legende Nirvana berühmt geworden, beschloss er 1995 (ein Jahr nach dem Tod von Kurt Cobain) eine eigene Band zu gründen, die auf den Namen Foo Fighters hören sollte und sich nach und nach zu einer der einflussreichsten Alternative Bands der heutigen Zeit entwickeln würde. Aber auch Abseits seiner Hauptband durfte man Grohl immer wieder als Gastmusiker bei den verschiedensten Bands antreffen. Bei Tenacious D beispielsweise zeichnet er sich als Schlagzeuger sämtlicher Studio-Veröffentlichungen aus. Aber auch bei Bands wie Queens of The Stone Age, den Nine Inch Nails oder etwa Killing Joke war das US-amerikanische Multitalent kurzzeitig eingesprungen. Dass er sich aber auch im Heavy Metal Bereich ungemein wohl fühlt und dort eine hohe Anerkennung genießt, zeigte das 2004 ins Leben gerufene Projekt Probot.

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Review | Kritik | Bewertung
Bush - Man on The Run (2014)

Bewertung: 4,5 von 6
Label: Sony Music
www.bushofficial.com

Die Neunziger sind Geschichte, was auch Bands wissen, die damals besonders erfolgreich waren, weil sie beispielsweise den nach Grunge lechzenden Geschmack des Publikums trafen. Mit ihrem Debütalbum Sixteen Stone feierten die Alternative Rocker von Bush vor 20 Jahren einen ordentlichen Einstand in der Musikbranche, doch Zeiten ändern sich… Nach dem vierten Release der Diskografie (Golden State, 2001) löste sich die Formation vorerst auf und sorgte erst 10 Jahre später wieder für erhöhte Aufmerksamkeit. Mit veränderter Besetzung schwammen Gavin Rossdale (Gesang), Chris Traynor (Gitarre), Robin Goodridge (Schlagzeug) und Dave Parsons (Bass) regelrecht in einem Sea of Memories, nur nicht mehr so ganz auf der Erfolgswelle, wie man dies zuvor gewöhnt war. Das zwingt einen natürlich zum Umdenken, wenngleich ich mir sicher bin, dass es keine Geldsorgen sind, die genannte Mitglieder an die Instrumente bringen, sondern deren pure Leidenschaft für Musik.

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