Rock - Alternative

Ein besonderer Moment mit Radio Haze.

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Review | Kritik | Bewertung
Radio Haze - Momentum (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: Magic Mango Music
www.radio-haze.de

In ihren Anfängen noch als reines Studioprojekt geplant, haben Radio Haze mittlerweile einiges auf die Beine gestellt: im Herbst 2007 erschien ihre erste (selbst produzierte) EP Vitamin R, daraufhin zwei Longplayer namens Mycelium und The Growth - alles in Eigenregie. Als besonderes Highlight gab es zum fünfjährigen Bandjubiläum eine weitere EP mit dem Titel The Psychoustic Sessions, welche im 10“ Vinyl-Package unter die Leute gebracht wurde. Nebenbei stehen die beiden Brüder Michael 'Air' Hofmann (Drums, Vocals) und Robert 'Hubi' Hofmann (Bass, Vocals) mit ihrem Frontmann Philipp Janoske auf zahlreichen bayerischen Bühnen, unter anderem als Support für Künstler wie Uriah Heep oder Ten Years After und schmieden bereits eifrig Zukunftspläne. Die drei Jungs aus Abensberg – mit dem Rock'n'Roll der Siebziger Jahre im Herzen – sind auf Liveshows übrigens vollelektrisch mindestens genauso hörenswert wie unplugged.

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Ein bisschen Cash...

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Review | Kritik | Bewertung
Rea Garvey - Pride (2014)

Bewertung: 5,5 von 6
Label: Island (Universal Music)
www.reagarvey.com

Nachdem Reamonn im Jahr 2010 verkündeten, erst einmal eine kleine Schaffenspause einzulegen, versuchte sich Frontmann Rea Garvey als Solokünstler. Ergebnis war das erste eigene Album Can’t Stand The Silence. Zwei Jahre sind seit dessen Erscheinen vergangen und nun präsentiert der sympathische Sänger/Songwriter sein zweites Soloalbum mit dem Titel Pride. Drei Fuchsköpfe zieren das Cover und man fragt sich, worauf der gute Rea denn so stolz ist, dass er sogar sein Album danach benannte. Schnell wird klar: es muss sich um den ersten Track darauf handeln, den Song It’s A Good Life. Wenn man nicht wüsste, dass hier der gebürtige Ire Garvey zu Gange ist, könnte man fast glauben, der selige Johnny Cash wäre dem kühlen Grab entstiegen, um noch mal einen richtig gelungenen Gitarrensong aufzunehmen.

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Der weltweite Handel mit Emotionen.

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Review | Kritik | Bewertung
Rise Against - The Black Market (2014)

Bewertung: 5 von 6
Studio: Universal Music
www.riseagainst.com

"We want it all and we want it now..." Die US-amerikanischen Punkrocker von Rise Against brennen selbst nach 15 Jahren Bandgeschichte gefühlt noch jede (geistige) Mauer nieder, die man ihnen in den Weg stellen sollte und klingen dabei genauso hungrig wie in den Anfangstagen. Den musikalischen Wurzeln sind die Herren aus Chicago, Illinois seit dem Debütalbum The Unraveling (2001) treu geblieben, entwickelten sich allerdings im Laufe der Jahre kontinuierlich zu einer der anspruchsvollsten und deshalb wohl auch weltweit erfolgreichsten Punkrock-Bands der modernen Zeitrechnung. Nicht nur in den Staaten vom Publikum frenetisch gefeiert, sind Sänger Tim McIlrath, Bassist Joe Principe, Gitarrist Zach Blair und Schlagzeuger Brandon Barnes (so lautet die aktuelle Besetzung) quasi mit gewisser Konsequenz auch im Land des historischen Mauerfalls mehr als willkommen.

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In the name of love.

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Review | Kritik | Bewertung
Die Happy - Everlove (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: F.A.M.E. Recordings
www.diehappy.de

Wer braucht schon die finanzielle Unterstützung eines Major Labels, wenn einem nach 20 Jahren unvergesslicher Bandgeschichte mit zahlreichen Highlights auf weit über tausend Konzerten eine treue Fangemeinde den Rücken stärkt? Die Happy starteten einfach eine Crowdfunding-Kampagne via Pledge Music und bekamen für die Produktion eines neuen Albums beinahe das Doppelte des benötigten Budgets zur Verügung gestellt, um wie sie selbst sagen "keine unnötigen Abstriche in Sachen Recording, Mixing und Mastering machen zu müssen". So ganz nebenbei wurden 5 Prozent des gesammelten Geldes für einen wohltätigen Zweck verwendet. Die Bandmitglieder Marta Jandová (Vocals), Thorsten Mewes (Guitars), Ralph Rieker (Bass) und Jürgen Stiehle (Drums) übernehmen Verantwortung und das nicht erst seit der Geburt von Marta's zweitem Kind.

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The Bridge To Russia.

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Review | Kritik | Bewertung
Billy Joel - A Matter of Trust (2014)

Bewertung: 5,5 von 6
Studio: Sony Music
www.billyjoel.com

Manche Veröffentlichungen dürfen im Nachhinein gut und gerne als kulturelles Erbe (für die Zukunft) betrachtet werden, so auch das Album Live in Leningrad von Billy Joel, der im Jahr 1987 als erster amerikanischer Künstler eine Tour durch die ehemalige Sowjetunion durchführen durfte. Zu diesem Zeitpunkt war eigentlich noch kaum absehbar, dass der Zerfall der UdSSR nicht mehr fern war und damit auch das Ende des Kalten Krieges. Nun 27 Jahre später verschärfen sich aufgrund der Ukraine-Krise wieder die Beziehungen zwischen Ost und West. Vielleicht möchte Billy Joel mit seinem Re-Release der Live-Zusammenstellungen seiner damaligen Tour seinen Beitrag dazu leisten, um der Welt die Augen zu öffnen und zu zeigen, dass die damals vorherrschende Teilung der Welt keine erstrebenswerte Situation für das 21. Jahrhundert sein kann.

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