Rock - Alternative

Ein Statement gegen den Mainstream.

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Review | Kritik | Bewertung
Linkin Park - The Hunting Party (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: Warner Bros.
www.linkinpark.de

Wer den diesjährigen Auftritt der kalifornischen Superstars von Linkin Park auf der Centerstage im Rahmen des Rock am Ring Wochenendes verpasst haben sollte, wird Kommentaren wie "episch", "legendär" oder "muss man einmal im Leben live gesehen haben" wohl mit eben dieser spürbaren Begeisterung zustimmen. Die beispiellose Karriere der US-Band führte zwar schon zu vielen Diskussionen ob der experimentierfreudigen musikalischen Ausrichtung, doch der Erfolg gab ihnen (nicht nur in finanzieller Hinsicht) jedes Mal recht. Die beiden Alben Hybrid Theory und Meteora werden selbst nach Jahren noch massiv gefeiert, die Songs daraus einfach nicht langweilig, was ein ausrastendes Publikum nur bezeugen kann. Die Kollegen von EinsPlus waren so freundlich, das Spektakel Linkin Park für diejenigen aufzuzeichnen, die es vor zwei Wochen nicht auf das Festivalgelände geschafft haben.

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Was passiert, wenn Musikrichtungen sich wild mischen.

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Review | Kritik | Bewertung
Mando Diao - Aelita (2014)

Bewertung: 6 von 6
Label: Vertigo Berlin (Universal Music)
www.mandodiao.com

„Im Vorfeld wurden wir oft gefragt, ob wir auf der neuen Platte zu unserem alten Sound zurückkehren würden. Unsere Antwort lautet: Es gibt keinen Mando Diao Sound. Wir entwickeln uns ständig weiter und die Musik wächst mit uns. Keines unserer Alben hört sich wie das Vorherige an und auch unser neues Werk macht da keine Ausnahme. Wir haben schon immer nach neuen Dimensionen gesucht und sind auch auf Aelita fündig geworden.“ äußerte sich Gustaf Norén in einem Interview. Eingefleischte Fans der sechs Schweden werden erst einmal große Augen und vor allem Ohren machen, wenn sie dieses Album das erste Mal hören. Da hat sich im Laufe der Jahre doch einiges geändert. Mit Indie-Rock hat das meines Erachtens nicht mehr ganz so viel zu tun.

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Keine Frage der Kleiderwahl.

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Review | Kritik | Bewertung
Jennifer Rostock - Schlaflos (2014)

Bewertung: 4 von 6
Studio: Warner Music
www.jennifer-rostock.de

Rannten wir früher alle noch aus reiner Naivität ins offene Messer, mag so manchem das eigene Leben wie ein Film abgelaufen sein, während andere sich mit Haut und Haar einer Leidenschaft hingaben. Im Fall von Jennifer Rostock dürfte dies auf den Bereich Musik zutreffen, denn wer von einem Konzerttermin zum nächsten hetzt und sich nur wenig Auszeiten gönnt, kann im wahrsten Sinne als Schlaflos bezeichnet werden. Für einige Unruhen könnte auch das kürzliche Zerwürfnis mit der Netzgemeinde gesorgt haben. Die Berliner Schnauze hat sich im Laufe der Jahre gefestigt und so steht die fünfköpfige Bandformation um Leadsängerin Jennifer Weist zu ihren Statements, auf und abseits der Showbühne.

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Der Rock der Siebziger Jahre.

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Review | Kritik | Bewertung
Lake - Wings of Freedom (2014)

Bewertung: 4 von 6
Label: Mad As Hell Productions
www.lake-music.de

Im Jahre 1967 begannen sechs Jungs unter dem Namen Tornados Musik zu machen. Nun fast 50 Jahre später ist nicht mehr viel davon übrig. Weder der Bandname noch ein Bandmitglied weisen heute noch auf die Anfangstage der Band Lake hin. Geblieben ist lediglich der Sound, der auf die erfolgreiche Phase Mitte der Siebziger Jahre hindeutet. Neben Sänger Ian Cussick ist manchen Insidern womöglich auch der Gitarrist Alex Conti ein Begriff. Beide haben in den Achtzigern durch Solokarrieren und diverse andere Bandprojekte von sich Reden gemacht. Nach Neugründung von Lake im Jahre 2003 - nachdem die Band 15 Jahre zuvor wegen nachlassender Erfolge aufgelöst wurde - gehören sie wieder fest zur Besetzung und haben seitdem mit Lake inklusive der aktuellen Veröffentlichung Wings of Freedom drei Studioalben eingespielt.

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15 Jahre hinterlassen (musikalische) Spuren.

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Review | Kritik | Bewertung
Unheilig - Alles hat seine Zeit (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: Vertigo Berlin (Universal)
www.unheilig.com

Der Graf sagt: “Es war ein langer und ein schöner Weg bis zu diesem Album. Jedes Lied hat seine Zeit und ist wie ein Anker der Erinnerung. Die beiden neuen Lieder sind mein Blick nach vorne und haben mir die Gewissheit geschenkt, meinen Weg weiterzugehen und ich bin gespannt, welche Erinnerung auch sie einmal in sich tragen werden.” Mit diesen Worten kann man den mit Sicherheit stolzen Rückblick auf 15 Jahre Bandgeschichte und musikalisches Schaffen ganz gut einleiten. Beim Hören von Alles hat seine Zeit, dem Best of Sammlerstück von Unheilig, treffen wir auf viele alte Bekannte, die sich in guter alter Ohrwurm-Manier bereits in unsere Gehörgänge eingebrannt haben. Wenn man einmal zurückblickt, hatten die vier Herren aus Aachen ihren Durchbruch 2010 mit dem Album Große Freiheit.

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