Rock - Alternative

Rockmusik aus Norfolk, nicht aus Kuba.

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Review | Kritik | Bewertung
Deaf Havana - Old Souls (2013)

Bewertung: 4,5 von 6
Label: BMG Rights Management
www.deafhavana.firebrandstore.com

Die britische Alternative Rock Formation von Deaf Havana ist nicht annähernd so exotisch, wie der Name vielleicht vermuten lässt. Vielmehr entsprang deren Name im Jahr 2005 lediglich der Phantasie des Gitarristen Sebastian Spitz (mittlerweile nicht mehr ein Bestandteil der Band, Anm. der Red.). Die Bandmitglieder sind alle aus dem Umfeld eines Colleges in Norfolk und gemeinsam begannen sie in ihren frühen Jahren bis ungefähr 2008 mit ersten Aufnahmen und Auftritten ihren eigenen musikalischen Stil zu finden. Aktuell besteht die Band aus Frontmann James Veck-Gilodi, Gitarrist Chris Pennels, Bassist Lee Wilson, Schlagzeuger Tom Ogden, Pianist Max Britton und Gitarrist/Sänger Matthew Veck-Gilodi.

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Expressive Aufbruchstimmung.

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Review | Kritik | Bewertung
Baru - Sailors of The City (2013)

Bewertung: 5 von 6
Label: Kick The Flame (Broken Silence)
www.barumusic.de

Was ich in den Händen halte... mag im ersten flüchtigen Moment noch recht unscheinbar wirken. Ein stilisierter Vogel mit pinkem Hintergrund und ein Name im Fokus, der einigen wenigen Comic-Liebhabern vielleicht ein Begriff sein könnte: Baru. Nun mögen wiederum andere behaupten, die Musik wäre in der Lage, die Gedanken der Künstler zu verbalisieren, mit malerischer Sprache zu visualisieren oder auch Skizzen ihrer inneren Befindlichkeiten zu zeichnen. Sailors of The City lautet der Titel jener Platte, die es zu begutachten gilt und die schon mit den ersten Tönen aus den Lautsprecherboxen die volle Aufmerksamkeit einfordert.

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Bon Jovi mit Kriegsbemalung.

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Review | Kritik | Bewertung
Phil Cornell - Feeling A Moment (2013)

Bewertung: 4,5 von 6
Label: G-Records
www.philcornell.com

„Der klingt doch glatt wie Bon Jovi“, war einer der ersten Gedanken, die mir durch den Kopf schossen, als ich die Songs auf dem neuen Album von Phil Cornell mit dem Titel Feeling A Moment gehört habe. Da bin ich doch wirklich froh, dass das Multitalent Herrn John Francis Bongiovi jr. alias Jon Bon Jovi tatsächlich als frühen musikalischen Einfluss auf seiner Website nennt. Die Ähnlichkeit ist schon sehr stark gegeben und auch wenn Phil Cornell nicht ganz an die Stimmgewalt des Originals herankommt, so zumindest bei der Stimmfarbe. Vielleicht trägt der Sänger auch daher eine aus zwei schwarzen Streifen auf der linken Wange bestehende „Kriegsbemalung“, damit man ihn nicht sofort mit dem Rocker aus New Jersey verwechselt.

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Crowdfunding als Option zur Wertsteigerung.

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Review | Kritik | Bewertung
Die Versenker - Wertlos (2013)

Bewertung: 4,5 von 6
Label: Eigenvertrieb
www.die-versenker.de

Auf Ihrer Homepage tönen Die Versenker großspurig, dass sie der Welt zeigen wollen, dass es auch "ohne Knebelverträge und ungesunde Abhängigkeiten von der Musikindustrie geht“. Doch was treibt Musiker eigentlich in diese Abhängigkeit? Genau, die fehlenden finanziellen Mittel. Den Versenkern geht es dabei nicht anders, aber dank startnext, Deutschlands größter Crowdfunding-Plattform für Künstler, haben die Kölner durch Spenden genug Geld für ein Release sammeln können. Selbst It-Girl Daniela Katzenberger ließ sich nicht lumpen und hat nach einem Auftritt der Band in ihrer Sendung Natürlich blond Gefallen an den Jungs gefunden. So war es dann auch kein Problem, den Produzenten Jon Caffery, der vielen wegen seiner Arbeit mit den Toten Hosen ein Begriff sein dürfte, mit ins Boot zu holen und mit ihm zusammen die Aufnahmen zum zweiten Album Wertlos durchzuführen.

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Was Dich nicht umbringt, macht die Musik stärker.

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Review | Kritik | Bewertung
Jake Bugg - Shangri La (2013)

Bewertung: 4 von 6
Label: EMI
www.jakebugg.com

Nur mal so als Randnotiz dieser Review von meiner Seite angemerkt: Hätten wir doch nur ein paar mehr junge Musiker und Musikerinnen wie einen gewissen Jake Bugg, dann wäre die Welt schon ein winzig kleines Stück besser. Aber alle weiteren Einzelheiten von vorne: Es war schon eine echte Überraschung, als im Herbst letzten Jahres das selbstbetitelte Debütalbum Jake Bugg des damals gerade einmal 18 Jahre alten Briten erschien. Und das es vor allem gut war. Weitaus weniger erstaunlich hingegen der Umstand, dass jener vorwiegend die englischen Kollegen vor Freude Purzelbäume schlagen ließ und was man eben so macht wenn man sich regelrecht überschwänglich verhält.

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