Rock - Alternative

Die Feste feiern, wie sie fallen.

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Review | Kritik | Bewertung
Julia A. Noack - The Feast (2013)

logo-saturnBewertung: 3 von 6
Label: Timezone
www.julianoack.com

Wer der Auffassung ist, dass amüsanter, kurzweiliger, angelsächsischer Indierock mit Liedermacher-Schlagseite auf Teilzeit immer aus Schweden oder dem Vereinigten Königreich oder den USA oder gar Kanada stammen muss, hat damit gar nicht mal so unrecht. Trotzdem musiziert Julia A. Noack (wofür das A steht, ist ein Geheimnis) auf The Feast munter dagegen. Gegen diese Meinung. Geschafft hatte es die gebürtige Mönchengladbacherin aber eigentlich schon 2003. Die Rede ist von einem Aufeinandertreffen mit "seiner Majestät" Bob Dylan höchstpersönlich, mit dem sie spontan eine mehrere Stunden dauernde Jamsession in einem Bonner Hotel startet und ihm danach sogar einige ihrer Lieder vorträllern darf. Dylan ist ganz angetan von der Wahlberlinerin und vergleicht dabei Frau Noack's Stimme angeblich mit der von Emmylou Harris.

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Die Babyshamles sind zurück!

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Review | Kritik | Bewertung
Babyshambles - Sequel To The Prequel (2013)

logo-saturnBewertung: 5 von 6
Label: Parlophone (Warner)
www.babyshambles.net

Pete Doherthy macht wieder Musik mit seiner Band. Klingt komisch, ist aber so. Nachdem seine Drogenprobleme sein Leben lange Zeit bestimmten und er mit seinem öffentlichen Fehlverhalten diverse Male in der Presse zu sehen war, haben einige Kritiker schon daran gezweifelt, ob Doherthy jemals wieder zur Musik zurückfinden würde. Zuletzt hatte sich der Musiker nach Paris zurückgezogen, um es mit einer Solokarriere zu versuchen. Doch zur Überraschung vieler Fans und nach langer Wartezeit ist es schließlich da, das neue Album der Babyshambles mit dem Namen Sequel To The Prequel. Gegründet wurden die Babyshambles bereits im Jahr 2004 als Zweitband von Skandalnudel Doherthy, als dieser von seiner Ursprungsband The Libertines wegen seinen Eskapaden zwischenzeitlich aus der Gruppe geworfen wurde.

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Nach ihnen die Sintflut.

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Review | Kritik | Bewertung
December Peals - Come Hell or High Water (2013)

logo-saturnBewertung: 4,5 von 6
Label: Lighthouse Records
www.decemberpeals.com

Genregrößen sind sie noch nicht, die December Peals – auch im Fahrwasser ihres mittlerweile dritten Albums Come Hell or High Water haben sie noch nicht den kulturellen Ritterschlag eines Wikipedia-Eintrags erfahren und machen Rezensenten allerorten das Leben damit ein Stück schwieriger. Eigentlich ein Unding (die Bekanntheitssache, nicht das schwere Rezensentenleben), denn der Sound der fünf Rockbuben steht dem ihrer bekannteren Ibbenbührer Kollegen von den Donots qualitativ kein Stück nach. Im Gegenteil: Come Hell or High Water ist ein Lehrstück in Sachen geradliniger, unterhaltsamer Gitarrenrock.

Weiterlesen: December Peals - Come Hell or High Water

Everglades-Sound von der Donau.

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Review | Kritik | Bewertung
3 Dayz Whizkey - Black Water (2013)

logo-saturnBewertung: 5,5 von 6
Label: Timezone
www.3dayz.de

Im Juli letzten Jahres habe ich an dieser Stelle über das Album The Devil And The Deep Blue Sea der aus Regensburg stammenden Bluesrock-Band 3 Dayz Whizkey geschrieben und damals kam es mir so vor, als hätte ich das Werk einer ambitionierten Amateurband vor mir, die mit Leidenschaft ihren ursprünglichen und authentischen Rock zelebriert, mehr aber nicht. Nach etwas mehr als einem Jahr hatte ich nun die Gelegenheit, mir das neue Album der Band anzuhören. Es trägt den Titel Black Water und auf dem Cover sieht man eine Landschaft in den Everglades bei Mondschein. Zumindest vom Motiv her scheinen die fünf Jungs aus der Oberpfalz also dem Südstaaten-Bluesrock treu geblieben zu sein.

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Großes Kino für alle Retro-Fans.

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Review | Kritik | Bewertung
White Lies - Big TV (2013)

logo-saturnBewertung: 4,5 von 6
Label: Polydor (Universal)
www.whitelies.com

Indie-Rock, Punk oder doch einfach Retro? Bei White Lies ist es recht schwierig, einfach eine Schublade aufzumachen und die drei Engländer direkt hinein zu schieben. Meine persönliche Einschätzung daher: absolut Retro. Ich komme einfach nicht umhin, bei ihrer Art der Musik immer mal wieder an die Talking Heads oder Alphaville zu denken. Aber keine Sorge, es handelt sich hier nicht um einen billigen Abklatsch, man spürt und hört nur sehr deutlich die wohl frühen musikalischen Einflüsse der Band. Mit Big TV haben die Londoner nun schon ihr drittes Album auf den Markt geworfen und dürfen sich fortwährend dem Vergleich mit ihrem Erstlingswerk To Lose My Life stellen.

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