Rock - Alternative

Ein Neuanfang auf gezeichneten Wegen.

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Review | Kritik | Bewertung
Gerard Way - Hesitant Alien (2014)

Bewertung: 4 von 6
Studio: Reprise Records
www.gerardway.com

Als ich gefragt wurde, ob ich das neue Album von einem gewissen Gerard Way rezensieren möchte, war es anfangs nur eines unter einer Vielzahl an Themen, die tagtäglich auf meinem Schreibtisch landen. Das verschwommene Cover-Artwork zu Hesitant Alien machte mich noch nicht einmal stutzig... Muss wohl einer dieser ambitionierten britischen Musiker aus einer traditionellen Punkrock-Richtung sein, mit den auffälligen roten Haaren, lauteten ferner meine beiläufigen Gedankenspiele. Etwas mit dem Infotext beschäftigt, wurde ich allerdings sofort hellhörig. Selbstverständlich! Gerard Arthur Way, kreativer Freigeist, Comiczeichner und ehemaliger Frontmann der Rockformation My Chemical Romance. Mit Three Cheers For Sweet Revenge und The Black Parade stehen immerhin zwei der insgesamt vier in 12 Jahren Bandgeschichte veröffentlichten Studioalben in meinem CD-Regal und rufen förmlich danach, als kleine Einstimmung auf neues Songmaterial im Player zu landen.

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Es lockt die Walpurgisnacht.

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Review | Kritik | Bewertung
Faun - Luna (2014)

Bewertung: 5 von 6
Studio: Universal Music
www.faune.de

Rockmusik mit Klängen des rauen Mittelalters hat mittlerweile so etwas wie seine Hochkonjunktur und so war es für mich eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis eines der großen Labels die ungemein talentierten Musiker von Faun entdeckt, schließlich haben Bands wie In Extremo, Subway To Sally oder Saltatio Mortis bereits bewiesen, dass mit dieser Art von Musik durchaus gutes Geld verdient werden kann. Vor dem 2013 veröffentlichten Album Von den Elben war es dann so weit, das Major-Label Universal Music nahm die bayerische Band unter Vertrag und verhalf ihnen zu einem kommerziellen Erfolg. Doch Faun wurden nicht nur mit Lob überhäuft... Gerade innerhalb der treuen Anhängerschaft war sogar von „Ausverkauf“ die Rede.

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Ein Engel in blauen Jeans.

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Review | Kritik | Bewertung
Train - Bulletproof Picasso (2014)

Bewertung: 4 von 6
Label: Columbia
www.savemesanfrancisco.com

Mit der in der Musikbranche ungeliebten Bezeichnung One Hit Wonder wurde die Band Train, welche 1994 von Patrick Monahan (Gesang) und Rob Hotchkiss (Gitarre, kehrte 2002 der Band den Rücken) gegründet wurde, zum Ende der letzten Dekade noch abgestempelt. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts gelang den US-Amerikanern mit der Hitsingle Drops of Jupiter (Tell Me) vom gleichnamigen Album nämlich prompt der vermeintliche Durchbruch, ehe die Band in der Folge mit den Alben My Private Nation (2003) und For Me, It’s You (2006) leider wieder etwas in der musikalischen Versenkung verschwand. Erst im Jahre 2010 setzten die Pop-Rocker mit Hey, Soul Sister vom damaligen Album Save Me San Francisco ein neuerliches Ausrufezeichen.

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Wenn eine besondere Magie zu spüren ist.

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Review | Kritik | Bewertung
The Script - No Sound Without Silence (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: Sony Music
www.thescriptmusic.com

Ich bin im ersten Moment geradezu überwältigt von der Melodie und habe im zweiten ein erstaunliches Déjà-vu. Wie schon vor zwei Jahren entsenden die Herren von The Script mit ihrer aktuellen Single Superheroes einen Vorboten für ein neues Album, den niemand überhören kann. Es ist für einen Kritiker natürlich immer schön, wenn sich gemachte Prophezeiungen erfüllen und ich kann mich noch an meine abschließenden Worte zum Release aus dem Jahr 2012 erinnern, als hätte ich sie erst gestern geäußert: „Dieses Album wird groß, soviel ist sicher“. Mit den weltweit gefeierten Hits Hall of Fame, Six Degrees of Separation, If You Could See Me Now und Millionaires sollte ich Recht behalten und das irische Trio spielte ausverkaufte „Mega-Shows“ auf ihrer Tour durch Europa, Nordamerika, Asien und Australien. Nicht nur die Ideen für neues Songmaterial in dieser Zeit, Daniel O'Donoghue (Gesang, Keyboard), Mark Sheehan (Gitarre) und Glen Power (Schlagzeug) nutzten euphorische Gefühlsausbrüche speziell im Anschluss an ihre Live-Performances, um diese einzigartigen Momente auf Band zu bannen.

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Die Gentlemen des Jahres.

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Review | Kritik | Bewertung
Beatsteaks - Beatsteaks (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: Warner Music
www.beatsteaks.com

Es gab Zeiten, in denen benötigte man noch wechselseitigen Support von Bands wie Die Toten Hosen oder Die Ärzte für mehr Aufmerksamkeit, doch diese sind für etablierte Punkrocker in Deutschland inzwischen längst vorbei. Ihre nicht selten unbequeme, aber in jedem Fall laut nach Gehör schreiende Attitüde auf und abseits der Showbühnen dieser Welt, wird nicht nur von der eigenen Szene gefeiert, sie erweist sich sogar als massentauglich. Die Beatsteaks können davon gleich mehrere Lieder trällern, blicken sie doch seit ihren Anfängen 1995 auf eine spannende Diskografie zurück, die selbstverständlich eng an ihre Bandgeschichte geknüpft ist. Von der Hausnummer ihres Proberaums (48/49), dem endgültigen Wechsel zu englischsprachigen Songtexten (Launched), den ersten Singles vom Album Living Targets, die auch im Radio zu hören waren...

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