Soundcheck

Es wird laut...

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Aliens Ate My Setlist - With Fear And Trembling (2014)

(4,5/6) Wenn Außerirdische das Spielprogramm gefressen haben, muss man eben improvisieren... was die fünfköpfige Band aus Stuttgart mit einem in der Tat ungewöhnlichen, dafür aber auch ungemein einprägsamen Namen betrifft, bekommt man allerdings nie das Gefühl, hier würde etwas nicht so laufen, wie es vermutlich sollte. Was mitunter daran liegen kann, dass Nick Mingrone, Jerry Kies, David Matthäus, Hans Thrum und Jakob Johannsen sich mit reichlich Leidenschaft um alles selbst kümmern: Grafik- und Videobearbeitung, Booking und die Verkaufsförderung werden in Eigenregie betrieben, was angesichts einer professionell wirkenden Aufmachung schon sehr beeindruckend ist. Live konnte man Aliens Ate My Setlist bereits neben Bands wie Memphis May Fire oder den musikalischen Vorbildern von The Devil Wears Prada erleben und von ihrer ersten 5 Tracks umfassenden EP Illusion (2012) gingen recht rasch tausend Einheiten über den Ladentisch.

Weiterlesen: Soundcheck: Aliens Ate My Setlist, Devil You Know, KXM

Von Rückblenden und langen Wartezeiten.

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Animal Trainer - Wide (2014)

(3/6) Wem bei dem Namen Animal Trainer gleich Assoziationen mit Personen wie einem gewissen Martin Rütter in den Sinn kommen, liegt in diesem speziellen Fall zwar leicht daneben, kann sich aber immerhin gewiss sein, dass jenes Schweizer Duo, von dem im Zuge dieses Soundchecks die Rede ist, statt Hunde eben die Dancefloor-Gemeinde bequem nach ihrer Pfeife tanzen lässt. Die Herren Adrian Flavor und Samy Jackson begeistern nicht erst seit gestern das Publikum in den angesagten Club-Locations ihrer Heimat. Das Züricher Nachtleben unlängst eingenommen, weil von ebendiesem geprägt, soll mit dem Debütalbum Wide nun der nächste Schritt gemacht werden. Im Frühjahr 2014 noch auf Tour, passt der abwechslungsreiche Sound auch bestens zur sommerlichen Jahreszeit.

Weiterlesen: Soundcheck: Animal Trainer, Crown of Glory, REM

Von zündenden Ideen, die sich wie ein Lauffeuer verbreiten.

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The Boys You Know - Purple Lips (2014)

(4,5/6) Diese Jungs kennt man. Zumindest ihren Sound oder besser gesagt ihre Interpretation leidenschaftlich vorgetragener Rock-Attitüde. Das klingt schwer gitarrenlastig mit wunderbar trotzigen Phasen. Alternative, wie wir ihn lieben und in diesem Fall muss man noch nicht einmal den neidischen Blick nach Großbritannien oder in die Staaten richten. The Boys You Know kommen aus dem schönen Österreich und sind passenderweise bei Wohnzimmer Records beheimatet. Gerade mal vor zwei Jahren gegründet, legen die vier Musiker um den Sänger Thomas Hangweyrer bereits den Nachfolger zu ihrem Debütalbum Waste Your Time (2013) auf den Verkaufstisch. Neben dem europäischen Markt zielt Purple Lips aber ebenso auf ein Kontinent übergreifendes Publikum ab.

Weiterlesen: Soundcheck: The Boys You Know, Unisonic, Black City

Herzschmerz und andere Trends.

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Lykke Li - I Never Learn (2014)

(4/6) Einmal mehr brechen die Herzen bei diesem Sound... Die junge Schwedin, die im Juni und November diesen Jahres auch durch Deutschland touren wird, hatte 2011 mit dem Album Wounded Rhymes und dem Dauerbrenner-Song I Follow Rivers einen Riesenerfolg in Europa. Man sollte die Messlatte nie zu hoch hängen und kann deshalb ein Album nie wirklich an einem anderen messen. Dennoch tut man dies in der Praxis nur allzu oft. Selbst wenn man im Vorfeld bereits davon ausgehen konnte, dass die Sängerin nun nicht unbedingt mit fröhlichen Popsongs um die Ecke kommt, läuft man doch irgendwie Gefahr, dass man schnell zu viel bekommt von diesen schweren Herzschmerz-Gesängen.

Weiterlesen: Soundcheck: Lykke Li, Entrapment, Gankino Circus

Das bunte Klangkarussell.

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Fitz & The Tantrums - More Than Just A Dream (2014)

(4/6) Fitz & The Tantrums sind zurück. Die sechsköpfige Band aus Los Angeles, die im Jahr 2010 mit ihrem von Motown-Retro überzogenen Indie-Pop-Album Pickin' Up The Pieces Platz Eins der Billboard Heatseeker Charts erklimmen konnte, hat nun ihr zweites Album vorgelegt. Es trägt den Titel More Than Just A Dream und diese Worte sind auch das erste, was aus den Boxen klingt, wenn man die CD startet. Was zu Beginn noch etwas verträumt klingt, ist eine musikalische Reise durch eine bunte Klangwelt. Diese ist gefüllt von massivem Bandgesang, dekoriert mit allerhand elektronischen, aber gefühlvollen Spielereien. Die Reise durch die insgesamt zwölf Tracks ist durchwegs von guter Laune geprägt. Pop-Tracks wie Break The Walls besitzen einen herzerfrischenden Retro-Anstrich, während Songs wie The Walker frisch und mordern klingen.

Weiterlesen: Soundcheck: Fitz and The Tantrums, Anti-Mortem, Mimi and The Mad Noise Factory