Soundcheck

Zwischen Feuertanz und Sparflamme.

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The Jezabels - The Brink (2014)

(5/6) Die vierköpfige australische Band The Jezabels veröffentlicht nach ihrem Debüt Prisoner aus dem Jahr 2011 nun ihr zweites Album mit dem Titel The Brink. Darauf befinden sich insgesamt zehn zart gesponnene Indie-Popsongs, deren Charakter maßgeblich bestimmt wird durch die hohe und zerbrechlich wirkende Stimme von Sängerin Hayley Mary. Stilistisch erinnern mich The Jezabels ein Stück weit an The Walkabouts oder K's Choice, allerdings etwas moderner und Pop-lastiger. The Brink ist bestimmt von einer fragil wirkenden Grundstimmung, was aber keinesfalls bedeutet, dass es ein blasses oder gar blutleeres Werk ist. Die Tracks erschaffen hallende Klangräume, schwingen nach und berühren gerade durch die gefühlte Fragilität. Instrumentell betrachtet sind die Songs aber keinesfalls minimalistisch gehalten, wie dies zum Teil noch auf Prisoner der Fall war.

Weiterlesen: Soundcheck: The Jezabels, Nothahn, Automatic Sam

Zwischen Selbstironie und Neuentdeckung.

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Nashville Pussy - Up The Dosage (2014)

(4,5/6) Still ist es geworden um Nashville Pussy, deren Fans ganze fünf Jahre auf den From Hell To Texas Nachfolger warten mussten. Doch die kreative Pause wurde allerdings gut genutzt, denn die Hard Rock Band aus Georgia zeigt sich auf Ihrem mittlerweile sechsten Studioalbum mit dem Titel Up The Dosage richtig frisch, kreativ und äußerst authentisch. Mit Songs wie Everybody’s Fault But Mine, Rub It To Death, Till The Meat Falls Off The Bone und dem 45 Sekunden Song Taking It Easy zeigen die Amerikaner, wie straighter und rougher Rock'n'Roll des 21. Jahrhunderts klingen muss. Der Gesang wirkt dabei gelegentlich etwas unsauber, aber gerade das lässt die Band glaubwürdig wirken.

Weiterlesen: Soundcheck: Nashville Pussy, Goodwill Intent, Tempel

Wer das Erbe einer HipHop-Kultur antritt...

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Black Milk - No Poison No Paradise (2013)

(5/6) In sprichwörtlich große Fußstapfen treten zu müssen, daran ist so mancher Künstler schon zerbrochen. Das musikalische Erbe J Dilla’s, das Black Milk nach dessen Tod antreten durfte, könnte größer kaum sein. Weit über die Grenzen Detroits hinaus, beeinflusste Dilla über die Jahre unzählige Musiker und hinterließ nach seinem Ableben eine klaffende Lücke. Für sein Ende 2013 erschienenes fünftes Soloalbum ließ sich Black Milk ganze drei Jahre Zeit und das hat sich wahrlich gelohnt. Denn No Poison No Paradise ist ein derart homogenes Album geworden, wie ich bisher nur wenige hören durfte. Dabei kommt der Platte sicher auch zugute, dass sich der Producer und Rapper bis auf eine Ausnahme um alle Instrumentale selbst gekümmert hat.

Weiterlesen: Soundcheck: Black Milk, Chefket, Sean Price

Welcher hochwertige Kopfhörer passt zu mir?

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Soundcheck:
Kopfhörer bis 50 Euro

Kopfhörer sind nicht erst zu einem modischen Statement ihrer Träger geworden, seit uns clevere Marketingstrategen von mehr Wohlbefinden durch Individualisierung überzeugen möchten. Bei aller Markenvielfalt verliert man dabei gerne mal den Überblick und ist vollkommen zurecht verunsichert, welches Modell am besten zu den eigenen Anforderungen passen könnte. Aus diesem Grund haben wir uns in unserem Testbericht fünf verschiedene Exemplare in der Preisklasse bis 50 Euro etwas näher angesehen und hoffen Euch damit die Qual der Wahl ein wenig zu erleichtern.

Weiterlesen: Soundcheck: Kopfhoerer bis 50 Euro

Frischer Wind in der deutschen Rapszene.

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Mortis - Der goldene Käfig (2014)

(5/6) Mortis ist hierzulande einer der interessantesten Künstler, der im gerade begonnenen Jahr vor seinem großen Durchbruch steht. Mittlerweile bei Showdown Records unter Vertrag, veröffentlichte der Mittzwanziger am 17. Januar die EP Der goldene Käfig, welche als Teaser zu seinem 2014 erscheinenden neuen Album fungiert. Mortis nimmt uns mit in seine Welt, erzählt von seinen Beobachtungen des Großstadtalltags, hinterfragt die Art des Zusammenlebens der Mitmenschen oder erläutert die Problematik einer traditionellen Gesellschaft mit rechtem Gedankengut. Musikalisch berappte er in der Vergangenheit zumeist straighte BoomBap Beats, diesmal geht er diesen Bereich deutlich vielschichtiger an. Rock- oder Soulsamples wohin man schaut, die Detailverliebtheit gefällt!

Weiterlesen: Soundcheck: Mortis, Musiye, Shawn The Savage Kid