Thriller

Keine Chance auf gesellschaftliche Rehabilitation.

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Review | Kritik | Bewertung
American Heist (2015)

Bewertung: 3,5 von 6
Studio: Ascot Elite Home Ent.
www.ascot-elite.de

Die Kategorie der sogenannten Heist Movies bietet einige wirklich sehenswerte Titel und sorgt in der Regel für ein gewisses moralisches Dilemma, wenn der Versuch unternommen wird, das Publikum von einer neutralen Sichtweise auf die Leinwand-Geschehnisse in eine bestimmte Richtung zu lenken. Verständnis für Tätermotive verharmlosen oft (un)gewollt kriminelle Aktivitäten und wir applaudieren auch noch, wenn der clevere Plan tatsächlich aufgehen sollte: Geld gestohlen, Gewalt angewendet, der Polizei entkommen. Das aktuell auf Blu-ray, DVD und Video on Demand erhältliche American Heist ist dabei eine zeitgemäße Variante des altbekannten Strebens nach schnellem Reichtum in Anlehnung an den Schwarzweißfilm The Great St. Louis Bank Robbery (1959) von Charles Guggenheim mit Steve McQueen in der Hauptrolle.

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Der größte Fehler seines Lebens.

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Review | Kritik | Bewertung
The Gunman (2015)

Bewertung: 4 von 6
Studio: Studiocanal
www.thegunman.de

Die Demokratische Republik Kongo, ein Land voller Reichtum an Bodenschätzen und doch mit großer Armut, was seine Bevölkerung betrifft. Es dürfte mittlerweile kein allzu gut gehütetes Geheimnis mehr sein, wer sich vorrangig die Taschen mit Geld vollstopft: korrupte Regierungsbeamte, Politiker und selbstverständlich ausländische Unternehmen, die teilweise unter dem Deckmantel humanitärer Hilfsangebote ein falsches Spiel treiben. Die Story von The Gunman basiert auf dem Roman The Prone Gunman von Jean-Patrick Manchette. Der zweifache Oscar-Preisträger Sean Penn beteiligte sich am Drehbuch einer Kinofassung, wirkte an der Produktion des französisch-amerikanischen Action-Thrillers mit und übernahm als Jim Terrier auch gleich die Hauptrolle. Dieser war einst bei den Special Forces und arbeitet 2006 in einer kleinen Söldnertruppe mit profitablen Interessengrundlagen.

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Verhängnisvolle Affären.

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Review | Kritik | Bewertung
The Loft (2015)

Bewertung: 4,5 von 6
Studio: Universum Film
www.the-loft-film.de

Was die Story des Erotikthrillers The Loft betrifft, bin ich gewissermaßen vorbelastet. Im Herbst 2012 lobte ich das Script des Belgiers Bart De Pauw als einen „echten Geheimtipp, der noch mehr Aufmerksamkeit verdient hätte“, das als niederländisches Remake mit dem Titel Loft – Liebe, Lust, Lügen auf meinem Schreibtisch landete. Das Original stammt aus dem Jahr 2008 und erhält in letzter Konsequenz ein weiteres Remake amerikanischer Stilprägung. Die Abstände der drei Filme, die allesamt das gleiche erzählen, wären normalerweise deutlich geringer, hätte es nicht einige Verzögerungen ob des passenden Filmverleihs gegeben. Erfreulicher ist die Tatsache, dass mit Erik van Looy der Regisseur von 2008 verpflichtet werden konnte. Bis auf eine Rolle wurde aber der gesamte Cast ausgetauscht und mit bekannten Gesichtern aus Hollywood besetzt. Doch sind sie alleine es wert, sich The Loft erneut anzusehen.

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Das Leben ist (k)ein Spiel.

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Review | Kritik | Bewertung
The Gambler (2015)

Bewertung: 4 von 6
Studio: Paramount
www.thegamblermovie.com

Sind wir denn wahnsinnig in unserem Streben nach einem besonderen, einem erhebenden Moment in unserem Leben? Wenn der Literaturprofessor Jim Bennett (gespielt von Mark Wahlberg) an der Universität von Los Angeles mit den Worten „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.“ einen weltberühmten William Shakespeare zitiert, dann umschreibt er damit ein Stück weit seinen eigenen risikofreudigen, selbstzerstörerischen Charakter. Von seinen Studenten erwartet er mehr Aufmerksamkeit, von seinem eher tristen, weil in der Belanglosigkeit festgefahrenen Dasein ganz offensichtlich nicht mehr allzu viel. Bennett ist spielsüchtig und geht seiner Leidenschaft in zwielichtigen Kreisen nach. Dem Besitzer einer illegalen „Spielhölle“ (und hier passt der Begriff wirklich perfekt in die bedrohliche Atmosphäre) schuldet Jim bereits stattliche 240.000 US-Dollar, was mitunter an seiner (wahrlich jegliche Vernunft ausblendenden) Spielweise liegt.

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Auf der Suche nach blutigen Scheinen.

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Review | Kritik | Bewertung
The Drop - Bargeld (2015)

Bewertung: 4 von 6
Studio: 20th Century Fox
www.fox.de/the-drop

Es gibt vereinzelt Filme, die sollte man sich schon alleine aufgrund eines bestimmten Schauspielers in der Besetzung ansehen - selbst wenn man sich von dem Werk an sich überhaupt nichts Großes erwartet. Manchmal geht so ein kleiner cineastischer Blindflug dann leider kolossal schief und manchmal wird man als Filmfreund für seine Experimentierfreudigkeit auch belohnt. So der Fall bei The Drop - Bargeld, einem lohnenswerten Streifen, bei dem insbesondere ein Name auf dem Cover hellhörig macht: James Gandolfini. Genau jener James Gandolfini, der unvergessene Star der Serie Die Sopranos und markiger Charakterdarsteller vieler weiterer Filme, der zum allgemeinen Bedauern im Juni 2013 viel zu früh verstarb, somit eine traurige Schar an Fans zurück ließ.

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