Thriller

Kein Code ist wirklich sicher.

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Review | Kritik | Bewertung
Numbers Station (2014)

Bewertung: 3 von 6
Studio: Universum Film
www.universumfilm.de

Was nützen einem die besten Verschlüsselungsmethoden, wenn man sich ohnehin sicher sein kann, dass am anderen Ende einer vermeintlich "sicheren Leitung" jemand mithört und wiederum eigene Kryptologie-Experten ansetzt, um an wertvolle Informationen zu gelangen. Eigentlich ist alles nur ein geduldiges Spiel auf Zeit, das seine Opfer fordert. Der dänische Regisseur Kasper Barfoed setzt sich in seinem Film Numbers Station nicht gänzlich unkritisch (und wenn auch nur als vergleichsweise leiser Unterton wahrgenommen) mit dem wechselseitigen Spionage-Wahnsinn auseinander und erntet dafür nicht unbedingt Begeisterungsstürme der Kritiker. In der Hauptrolle ein aktuell vielbeschäftigter John Cusack als Emerson Kent, eine Art gewissenloser Auftragskiller im Dienst des amerikanischen Geheimdienstes.

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Die Erfolgsspur ist mit Leichen gepflastert.

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Review | Kritik | Bewertung
Paranoia - Riskantes Spiel (2013)

Bewertung: 3,5 von 6
Studio: Studiocanal
www.paranoia.studiocanal.de

Es ist ein hochbrisantes Thema, dem sich der Romanautor Joseph Finder in seinem Werk Paranoia angenommen hat und das schreit geradezu nach Hollywood's Starbesetzung, um den Erzählstoff auf die Kinoleinwand und den heimischen Fernseher zu bannen. Es geht um finanzielle Machtspiele, strafbare Wirtschaftsspionage und den knallhart geführten Konkurrenzkampf zweier führender Großunternehmen der Telekommunikationsbranche. Weitaus weniger erfolgreich als die beiden frei erfundenen Markenriesen Wyatt Telecom versus Eikon Systems ist das ernüchternde Ergebnis von Paranoia – Riskantes Spiel an der Kinokasse. Vom amerikanischen Forbes Magazin unter die Top 10 der Filmflops des Jahres 2013 gewählt, scheint sich ein zunächst etwas kritischer Blick auf den Home Entertainment Release zu lohnen.

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Dokumentarfilmer inszeniert ein IRA-Drama.

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Review | Kritik | Bewertung
Shadow Dancer (2013)

Bewertung: 3 von 6
Studio: Koch Media GmbH
www.kochmedia-film.de

Der Konflikt in Nordirland ist eine Never Ending Story. Auch künstlerisch, insbesondere filmisch, wurde er bereits unzählige Male verarbeitet – mit teilweise ganz unterschiedlichen Ansätzen, die mal mehr, mal weniger gelungen waren. Auch der Filmemacher James Marsh, der für seine Dokumentation Man on Wire 2009 den Oscar erhielt, hat sich mit seinem neuesten Streifen Shadow Dancer (diesmal ein Thriller) an das Thema herangewagt. Seine Story beginnt mit dem brutalen Tod eines kleinen Jungen, der von britischen Sicherheitsleuten erschossen wird. Die Familie des Kindes (die McVeighs) kann diesen Verlust nie verkraften – insbesondere für Collette (Andrea Riseborough), Gerry (Aidan Gillen) und Connor (Domhnall Gleeson), die Geschwister des toten Jungen, bedeutet der Vorfall eine innere Motivation, sich dem irischen Widerstand gegen die Briten anzuschließen.

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Ein Unglück kommt selten allein.

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Review | Kritik | Bewertung
Devil's Pass (2014)

Bewertung: 3 von 6
Studio: Ascot Elite Home Entertainment
www.ascot-elite.de

Horror-Filmfans muss man den Begriff des Found Footage Genres nicht mehr lange erklären, etablierte sich dieses doch mit dem 90er Jahre Phänomen The Blair Witch Projekt unlängst als gutes Mittel für atmosphärische Zwecke der (experimentellen) Filmkunst. Was man zu sehen bekommt, sind nicht immer zusammenhängende Filmschnipsel oder verwackelte Kameraaufnahmen, nicht selten erwecken sie den authentischen Eindruck von Amateurfilmern, die sich mitten im Geschehen befinden. Weil man von "gefundenem Material" spricht, steht auch der Ausgang der jeweiligen Geschichte meistens schon fest: ein Happy End ist unwahrscheinlich und die gezeigten Protagonisten gelten als vermisst oder tot.

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Einmal in Paris Hilton's Schuhschrank stehen.

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Review | Kritik | Bewertung
The Bling Ring (2013)

Bewertung: 4,5 von 6
Studio: TOBIS Film GmbH
www.theblingring.de

Wer den Vanity Fair Artikel "The Suspects Wore Louboutins" von Nancy Jo Sales gelesen haben sollte, wird gleichermaßen erstaunt wie entsetzt sein über jene tatsächlich geschehenen Ereignisse in der Glamourwelt Hollywoods im Jahr 2009. Eine Gruppe Jugendlicher legte eine ganze Einbruchserie hin, die gemäß unserer modernen Popkultur noch monatelang durch alle Medien gehen sollte und Celebrities in Angst um ihr Hab und Gut versetzte. Als "Bling Ring" zu fragwürdigem Ruhm gelangt, war es für die leichtsinnige Räuber-Clique wohl besonders reizvoll, in einen verzerrten Gesellschaftsstatus einzutauchen, nach dem so viele zu streben scheinen. Der Geldwert ihres Diebesguts alleine kann es nicht gewesen sein, schließlich mangelte es ihnen vom eigenen Elternhaus aus an nichts.

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